Der VfB Stuttgart gewinnt dank Marica auch ohne Mario Gomez auf Schalke mit 2:1. Nach Siegen aller Bundesliga-Topteams zeichnet sich ein Herzschlagfinale im Titelkampf ab.
Auch ohne seinen verletzten Topstürmer Mario Gomez bleibt der VfB Stuttgart im packenden Meisterrennen dem Toptrio auf den Fersen und kann weiter vom erneuten Titelgewinn träumen. Die Schwaben setzten sich am Mittwochabend beim FC Schalke 04 mit 2:1 (1:1) durch und lauern nach nun acht Spiele ohne Niederlage mit 61 Punkten hinter dem Führungsduo des VfL Wolfsburg (63) und Bayern München (63) sowie Hertha BSC (62) als Vierter der Fußball-Bundesliga weiter auf ihre Chance.
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Der Rumäne Ciprian Marica (rechts) avancierte in Abwesenheit von Mario Gomez zum Stuttgarter Matchwinner. (© Foto: dpa)
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Der im Blickfeld von Bundestrainer Joachim Löw für die Asien-Reise der Nationalmannschaft stehende Cacau (15. Minute) und Gomez-Ersatz Ciprian Marica (57.) erzielten vor 61.673 Zuschauern in der ausverkauften Schalke-Arena die Tore für die Stuttgarter. Während sich Schalke, für die Ivan Rakitic (39.) traf, mit der dritten Niederlage in Serie endgültig aus dem Rennen um einen Europapokal-Platz verabschiedete, behält der VfB zwei Spieltage vor dem Saisonende die Meisterschale im Blick und kann zudem praktisch schon für das internationale Geschäft planen.
Kurz vor dem Anpfiff musste VfB-Trainer Markus Babbel den Verzicht auf Gomez verkünden. Der Nationalstürmer leidet seit Dienstag an Adduktorenproblemen. "Es ist schade, er war in guter Verfassung, aber ich brauche Spieler, die 100 Prozent Gas geben können", begründete Babbel die Entscheidung. "Ich hätte mit einer Spritze spielen können, aber wir wollten nichts riskieren", sagte Gomez.
Stuttgart weiter ohne Gomez?
Ob er im Meister-Schlusspurt mit den verbliebenen Spielen gegen Energie Cottbus (16. Mai) und beim FC Bayern München (23. Mai) sowie im Kampf um die Torjägerkrone (23 Tore) noch einmal eingreifen kann, konnte Gomez vier Tage nach seinem Vierer-Pack gegen Wolfsburg noch nicht sagen. "Ob es für Samstag reicht, weiß ich nicht, aber ich hoffe darauf."
Ersatzmann Marica wurde durch sein Tor trotz insgesamt mäßiger Leistung zum Glücksgriff für den Meister von 2007. DFB-Kandidat Cacau machte mit seinem sechsten Saisontor Eigenwerbung für eine Einladung zur Nationalmannschaft. Sein satter Schuss landete unhaltbar für Manuel Neuer im oberen Tordreieck. Allerdings versperrte der im Abseits stehende Sami Khedira dem S04-Schlussmann die Sicht.
Bei Schalke stellte Interims-Coach Mike Büskens nach zwei Niederlagen das System um. Mit einer Raute im Mittelfeld und den zwei echten Spitzen Jefferson Farfan und Kevin Kuranyi sollte der Negativtrend gestoppt werden. Und die Schalke zeigten wie die Gäste durchaus Offensivgeist, wodurch sich ein gutes Spiel entwickelte. Nur klare Torchancen konnten sich beide Teams lange nicht erarbeiten. Rakitics erster Saisontreffer resultierte aus einem sehenswerten Freistoß.
Im zweiten Abschnitt bestimmte Schalke zunächst das Spiel und hätte durch Kuranyis Kopfball (50.) in Führung gehen müssen. Doch Stuttgart war eiskalt. Als Neuer einen Fernschuss von Thomas Hitzlsperger prallen ließ, war Marica zur Stelle und hielt den Meistertraum der Schwaben am Leben. Glück hatte der Titelträger von 2007 als ein Kuranyi-Kopfball (70.) nach Patzer von Torwart Jens Lehmann am Pfosten landete.
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(sueddeutsche.de/dpa/jbe)
Führungsstreit der Linken
Erneut melde ich Widerspruch an, möchte mich aber vorher für Ihre qualifizierten Forumsbeiträge ausdrücklich bei Ihnen bedanken!
Der Videobeweis ist sehr wohl eine brauchbare Möglichkeit, darf aber natürlich nicht im von Ihnen genannten Sinne eingeführt werden. Im Tennis beispielsweise gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit, pro Satz zwei oder dreimal (weiß ich nicht genau, ist im Detail auch wurscht) einen Videobeweis für die Schiedsrichterentscheidung einzufordern. Tut man das zu Recht (sprich: der Schiri hat sich geirrt), hat man diese Möglichkeit nicht "verspielt", es bleibt also bei der ursprünglichen Zahl möglicher Videobeweise. Analoges könnte ich mir sehr wohl im Fußball vorstellen. Im Sinne von: Jede Mannschaft darf pro Halbzeit zwei Schiedsrichterentscheidungen anzweifeln, tut ein Team das zu Recht, darf es immer noch zweimal. Allerdings wäre ich hier auch dafür, dem Schiri pro Halbzeit zwei Chancen auf Videobeweis zu geben. Das wären in der Summe sechs Möglichkeiten pro Halbzeit, läßt sich das über Videobilder nicht eindeutig klären, trifft wie heute der Schiri die Letztentscheidung (evtl. in Absprache mit dem vierten Mann).
Das Problem hierbei wäre für den Gesamtfußball nur, dass es wieder einmal eine "Ausnahmeregel" für die obersten Spielklassen wäre. Aber das ist sowohl der vierte Mann als auch die professionellen Linienrichter. Ich denke, damit könnten wir leben.
Klingt das plausibel?
Das kann ich nicht beurteilen; zumindest einen neutralen Gesamtblick habe ich ganz sicher nicht auf den Fußball. ;-)
Bitte fühlen Sie sich nicht persönlich angegriffen, das war nicht meine Absicht. Es ist nur so, dass ich mit Ihren Kommentaren zu irgendwelchen Fußballartikeln eigentlich nie übereinstimmen kann.
@bbqsauceboy, ich bin beeindruckt! Wie gesagt, ich bemühe mich. Vielleicht nicht mit Erfolg; aber mancher bemüht sich nicht einmal. Und wie steht´s mit Ihnen? Danke! Das wollte ich nur wissen.
Ja, ich weiß. Und Olli Kahn hat gesagt, diese rote Karte war unberechtigt und jene hätte es geben müssen...
Und am Ende hat es doch niemand anders als der Schiedsrichter zu entscheiden. Und die sind noch nie fehlerlos gewesen und denen stehen vor allem keine Superzeitlupen zur Verfügung, im Gegensatz zu Ihnen und mir auf der Couch vor dem Fernseher. Ich habe selber bei einigen Spielen und einigen Fehlentscheidungen mit dem Kopf geschüttelt. Trotzdem wittere ich keine Verschwörung, sondern weiß, dass dies in der Natur der Sache liegt. Übrigens bin ich auch von der Einführung des Videobeweises nicht sehr überzeugt. Die teilweise tagelangen Diskussionen über manche Entscheidungen zeigen doch, dass es vielfach auch Auslegungssache ist, ob man eine Karte gibt, einen Elfmeter pfeift usw. Dann dauern Spiele demnächst 5 Stunden, weil bei zweifelhaften Entscheidungen erst Plenarsitzungen Einberufen werden müssen, Einsprüche eingelegt werden, Berufungsverfahren geführt......
Zusammengefasst: Sie sind der Meinung, in der Bundesliga wird vorsätzlich durch Fehlentscheidungen manipuliert, ich bin es nicht. Wäre ich es, hätte ich dem Sport längst den Rücken gekehrt. Das würde ich Ihnen auch empfehlen.
"Da tauchte plötzlich ein überzähliger Torhüter auf." (Christoph Daum zu einem Handspiel des Berliners Josip Simunic, das nicht mit einem Elfmeter geahndet wurde)
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