Danach indes tauchten die Münchner ab, zahlreiche verstörende Ballverluste verhinderten bis zur Pause weitere Gelegenheiten. Stattdessen kamen die reservierten Hessen zu ersten Chancen. Liberopoulos verpasste Steinhöfers Flanke nur knapp (38.), und Toskis Freistoß überraschte zwar Rensing, segelte jedoch knapp über die Querstange (43.).

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Trotz der faden Münchner Vorstellung fiel die Frankfurter Führung überraschend. Ochs hatte, erstaunlich unbehelligt, einen Ball scharf in den Strafraum geschlagen - und Demichelis fälschte den Ball mit einer reichlich unglücklichen Grätsche unhaltbar für Rensing ins eigene Tor ab (55.). Nach dem 1:0 fasste die Eintracht mehr Mut, Liberopoulos hätte gegen einen engagierten, aber wenig strukturiert schuftenden Gegner beinahe das 2:0 erzielt (64.).

Fast im Gegenzug gelang den Münchner der nicht unverdiente Ausgleich, und natürlich initiierte nur Ribéry die wohl schon spielentscheidende Attacke. Unnachahmlich ließ er zwei Frankfurter stehen und drang rechts in den Strafraum ein, wo Schweinsteiger den Ball mit der Hacke nach hinten verlängerte - Klose schob recht problemlos aus rund zehn Metern ein (65.).

Auf dem Weg zur Bestform

Das war es für die Eintracht, diesen Eindruck vermittelten nun die ihrerseits sehr konsternierten Gastgeber und der mit Vehemenz nachrückende FC Bayern. Die Münchner haben eben wieder Ribéry dabei, und der nähert sich unaufhaltsam seiner Bestform. Samstag gegen Wolfsburg hatte er das wegweisende Anschlusstor zum 1:2 erzielt, diesmal brachte sein zweiter Saisontreffer den Sieg.

Zunächst war Klose an Nikolov gescheitert, doch der agile Nationalstürmer - neben Ribéry und Zé Roberto wirkungsvollster Bayer - eroberte sich den Ball zurück und bediente den Franzosen (70.) mit Übersicht. Der Rest waren ein paar Beispiele für die offensichtlich üblichen Unsicherheiten Rensings in der Luftraumüberwachung, letzte heftige Attacken der Eintracht und eine finale Chance zum 2:2. Doch Russ verzog knapp (88.). "Wichtig war die Reaktion, die wir nach dem Eigentor gezeigt haben", sagte Tim Borowski hinterher. Wie alle Münchner war er sehr erleichtert.

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(SZ vom 30.10.2008)