Der Paragraph ist wie geschrieben für den gut vernetzten Delgado, der von der Fifa lizenziert ist und daher an die Weltverbandsregeln gebunden wäre. Sollte die Fifa Verstöße auch bei Werder oder Pizarro feststellen, drohen Sanktionen, die weit reichen dürfen.

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Claudio Pizarro will zu der Affäre um seine Person nichts sagen. (© Foto: ddp)

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Dem Spieler könnte von der Verwarnung bis zum "Verbot jeglicher in Zusammenhang mit dem Fußball stehender Tätigkeit" blühen, sollte ein Verbandsgericht zu dem Urteil gelangen, Pizarros Beteiligung an Image oder einzelnen Spielern sei statutenwidrig. Dem Klub drohen von milden Geldstrafen bis Transferverbot, Punktabzug und Zwangsabstieg ebenfalls eindrucksvolle Bußen.

Für Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs, das sagte er der SZ, "war das ein ganz normaler Transfer" - gemessen an südamerikanischen Verhältnissen. Dort sei oft nicht ganz klar, wie sich die Eigentumsverhältnisse an einem Spieler aufschlüsseln. Dass Silva längst Image und nicht mehr Cristal Lima gehörte, "haben wir nicht gewusst", sagt Allofs. Mit Born zusammen unterschrieb er für Werder alle Verträge.

In diesem Zusammenhang dürfte im Geld-Fluss-Protokoll wohl der Hinweis "JB 100.000" von Interesse sein. Er könnte eine Zahlung von Image an Jürgen Born chiffrieren. 50000 Dollar sind wenig später tatsächlich per Banküberweisung von Image an den Werder-Vorstand geflossen - ein Umstand, der Born vergangene Woche in den Rücktritt von allen Ämtern getrieben hat. Born sagte am Donnerstag der SZ, die Klärung obliege dem Verein, "ich soll, äh, will so lange nichts sagen." Er habe nicht einmal mehr sein Büro betreten, "nicht dass es am Ende heißt, da fehlen Unterlagen".

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(SZ vom 20.03.2009)