Volleyball Volleyball-Bundestrainer tritt zurück

Vital Heynen wird die Volleyball-Nationalmannschaft nicht mehr betreuen.

(Foto: AFP)

Vital Heynen hat nach der verpassten Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele seinen Rückzug als Bundestrainer angekündigt. Bremens Bargfrede hat sich erneut eine Knieverletzung zugezogen. Die Patriots verpassen den Einzug in den Super Bowl.

Volleyball, Nationalmannschaft: Vital Heynen hat seinen Rückzug als Bundestrainer der deutschen Volleyballer angekündigt. Nach der verpassten Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele im August in Rio haben sich der 46 Jahre alte Belgier und der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) "einvernehmlich darauf verständigt, den am 30. September auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern". Dies teilte der DVV am Montagnachmittag mit. Heynen wird die Männer im Sommer noch in der Weltliga betreuen und strebt dort mit seinem Team den Aufstieg in die Gruppe 2 an. Heynen hatte im November 2011 die Nachfolge von Raúl Lozano angetreten und die Männer bei der WM 2014 zur Bronzemedaille geführt. Beim Qualifikationsturnier im Januar in Berlin jedoch hatte er mit seinen Schützlingen durch Platz vier die Olympia-Teilnahme hauchdünn verpasst.

Fußball, Werder Bremen: Philipp Bargfrede hat sich sich im Bundesliga-Duell bei Schalke 04 (3:1) am Sonntag erneut eine Knieverletzung zugezogen. Eine Untersuchung am Montag ergab einen Meniskusriss, der noch in dieser Woche in Augsburg operiert werden soll. Der 26 Jahre alte defensive Mittelfeldspieler fehlt mindestens zwei Monate. "Die Diagnose ist natürlich sehr bitter", sagte Cheftrainer Viktor Skripnik: "Ich hoffe, dass er sich schnell erholt. Philipp ist ein wichtiger Spieler und eine wertvolle Kraft im Team. Wir haben aber gute Alternativen, die jetzt gefordert sind." Gegen Schalke war Bargfredekurz vor der Pause verletzungsbedingt ausgewechselt worden. Bargfrede hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Schon 2009 und 2013 erlitt der Defensivmann Meniskusrisse, zuletzt musste er mit Achillessehnenbeschwerden kürzertreten.

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Football, NFL: Im Endspiel der National Football League NFL kommt es zum Duell zwischen den Denver Broncos und den Carolina Panthers. Die Panthers, die mit 15:1-Siegen das beste Team der Vorrunde waren, kamen am Sonntag (Ortszeit) in einem überraschend einseitigen Halbfinale zu einem 49:15-Heimsieg gegen enttäuschende Arizona Cardinals. Carolina hatte bislang nur 2004 den Super Bowl erreicht, war damals jedoch den New England Patriots unterlegen. Gegen Arizona dominierten die Panthers vor allem mit ihrer Defensive, die viermal einen Pass von Cardinals-Spielmacher Carson Palmer abfing. Carolina-Quarterback Cam Newton bereitete zwei Touchdowns vor und trug zudem zweimal den Football selbst in die Endzone. Die Denver Broncos hatten sich zuvor mit 20:18 gegen Meister New England Patriots mit Offensive Lineman Sebastian Vollmer behauptet. Die Entscheidung fiel zwölf Sekunden vor Spielende, als New England nach einem Touchdown bei einem 18:20-Rückstand den anschließenden Zwei-Punkte-Versuch nicht verwerten konnte. Im 17. Aufeinandertreffen der Quarterbacks Peyton Manning und Tom Brady setzte sich Denvers Spielmacher zum sechsten Mal durch und steht zum vierten Mal im Finale. Der Super Bowl wird am 7. Februar im kalifornischen Santa Clara ausgetragen.

Basketball, NBA: Die Dallas Mavericks stecken in der NBA in einer Minikrise. Die Mavs verloren am Sonntag (Ortszeit) bei den Houston Rockets mit 104:115 und kassierten damit die zweite Niederlage in Serie. Wie schon einige Male in dieser Saison ging Dallas nach der Pause die Puste aus. Zur Halbzeit hatten die Gäste noch mit 58:50 vorne gelegen. Deutschlands Basketball-Superstar Dirk Nowitzki kam auf 19 Punkte, bester Werfer bei den Mavs war Chandler Parsons mit 31 Zählern. Überragender Akteur bei den Rockets war James Harden mit 23 Punkten, 15 Rebounds and 10 Assists.

Ski alpin, Kitzbühel: Ski-Rennläufer Fritz Dopfer hat beim Slalom-Klassiker in Kitzbühel seinen ersten Weltcup-Sieg erneut nur knapp verpasst. Der 28 Jahre alte WM-Zweite aus Garmisch belegte auf dem berühmten Ganslernhang im österreichischen Ski-Mekka den dritten Rang hinter den beiden derzeit weltbesten Slalom-Läufern Henrik Kristoffersen (Norwegen) und Marcel Hirscher (Österreich). "Platz drei da runter, genial! Es war richtig schwierig, ein Kampf von oben bis unten. Aber ich habe mich super ins Zeug gelegt", sagte Dopfer in der ARD: "Dritter Platz in Kitzbühel, hey, wenn mir das jemand vorher gesagt hätte, hätte ich das sofort unterschrieben." Nach dem ersten Lauf hatte Dopfer noch in Führung gelegen, am Ende fehlten ihm 0,45 Sekunden zum ersten Sieg. Felix Neureuther (Partenkirchen) erreichte geschwächt durch eine Erkältung immerhin Rang sieben. Stefan Luitz (Bolsterlang), der mit der Startnummer 69 ins Rennen gegangen war, glänzte mit Rang 16. Kristoffersen fuhr von Rang zwölf nach dem ersten Lauf noch zu seinem fünften Sieg im sechsten Slalom der Saison.

Biathlon, Staffeln in Antholz: Die deutsche Männerstaffel ist zum Abschluss des Biathlon-Weltcups im italienischen Antholz zum ersten Mal in dieser Saison auf das Podest gestürmt. Das Quartett mit Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Simon Schempp belegte nach 4x7,5 km in Südtirol den zweiten Platz und musste sich nur Olympiasieger Russland knapp geschlagen geben. Dritter wurde Norwegen. Der glänzend aufgelegte Doppel-Weltmeister Lesser brachte seine Mannschaft dank einer tadellosen Schießleistung schnell in Führung und übergab mit sieben Sekunden Vorsprung auf Doll. Der 25-Jährige war als einziger des Teams im vergangenen Jahr nicht beim WM-Sieg in Kontiolahti dabei und zeigte beim Stehendschießen Nerven. Doll musste in die Strafrunde und wurde bis auf Platz acht durchgereicht.

Der frühere Staffel-Weltmeister Peiffer übernahm als Fünfter und kämpfte sich ohne Nachlader zwei Plätze nach vorne. Schempp, der sich nach seiner Krankheitspause mit den Plätzen eins (Sprint) und zwei (Verfolgung) eindrucksvoll zurückmeldete, kämpfte sich erneut nach ganze vorne und musste sich erst im Schlussspurt mit einer Sekunde Rückstand dem Russen Anton Schipulin geschlagen geben. Die Frauen hatten den Weltcup zuvor erstmals in dieser Saison ohne Podestplatz abgeschlossen. Die ersatzgeschwächte DSV-Staffel in der Besetzung Karolin Horchler, Miriam Gössner, Vanessa Hinz und Franziska Hildebrand lief beim Sieg Frankreichs nach zwei Strafrunden nur auf den zehnten Rang. Zuvor hatten die deutschen Frauen ohne die viermalige Saisonsiegerin Laura Dahlmeier (Erkältung) auch in den Einzelrennen das Podium verpasst.