Fußball Barcelona wirbt offenbar um Özil

Mesut Özil wollen derzeit viele - was will der Nationalspieler?

(Foto: Getty Images)

Laut einem Bericht wollen die Katalanen den deutschen Weltmeister. Biathlon-Männer erlaufen Staffel-Rang drei in Presque Isle. Franck Ribéry steht im Bayern-Kader für das Augsburg-Spiel.

Biathlon, Weltcup: Auch ohne die beiden Weltmeister Simon Schempp und Arnd Peiffer sind die deutschen Biathleten bei der WM-Generalprobe in Presque Isle mit der Staffel auf Rang drei gelaufen. Erik Lesser, Andreas Birnbacher, Daniel Böhm und Benedikt Doll leisteten sich zwar insgesamt elf Nachlader. Doch Schlussläufer Doll, der zwischenzeitlich als Sechster fast eine Minute Rückstand auf die Spitze hatte, lief eine fantastische letzte Runde und sicherte den Podestplatz. Den Sieg nach 4 x 7,5 Kilometern sicherten sich klar die Norwegerer vor Frankreich. Die Deutschen hatten 42,6 Sekunden Rückstand auf die Sieger und 12,5 Sekunden auf Position zwei.

Peiffer war tags zuvor bei der Verfolgung schwer gestürzt und hatte sich eine mittelschwere Gehirnerschütterung, Prellungen und Schürfwunden zugezogen. Der leicht angeschlagene Schempp hatte als Vorsichtsmaßnahme mit Blick auf die WM in Oslo (3. bis 13. März) schon die beiden Einzelrennen ausgelassen. Er flog bereits am Freitag zurück nach Deutschland.

Fußball, England: Mesut Özil hat nach einem Medienbericht das Interesse des FC Barcelona geweckt. Nach Informationen der Bild-Zeitung sollen sich die Katalanen nach den Zukunftsplänen des 27 Jahre alten deutschen Nationalspielers erkundigt haben, wie das Blatt am Samstag berichtete. Özil steht vor einer Vertragsverlängerung bei den Gunners, zögert aber noch. "Es ist bekannt und richtig, dass Arsenal mit Mesut verlängern will. Es stimmt aber auch, dass es ständig andere Anfragen für ihn gibt", zitierte die Bild Özils Management. Özil war zur Saison 2013/2014 von Real Madrid zum FC Arsenal gewechselt. Im Vertragspoker mit dem Club aus London dürften Wechselspekulationen wie diese Özil durchaus willkommen sein, um seine Verhandlungsposition zu stärken.

Bundesliga, FC Bayern: Franck Ribéry (32) steht am Sonntag im bayerischen Derby beim FC Augsburg wieder im Kader des deutschen Fußball-Meisters Bayern München. Dies gaben die Bayern am Samstagabend via Twitter bekannt. Der französische Ex-Nationalspieler hatte sich Anfang Dezember vergangenen Jahres einen Muskelbündelriss zugezogen. Unter der Woche im DFB-Pokal beim Zweitligisten VfL Bochum hatte Trainer Pep Guardiola noch auf Ribéry verzichtet und diesen ebenso wie WM-Held Mario Götze in München trainieren lassen. Auch Götze befindet sich nach längerer Verletzungspause auf dem Weg zurück in den Bayern-Kader.

Rodeln, Weltcup: Felix Loch (Berchtesgaden) hat zum fünften Mal in Serie den Gesamtweltcup gewonnen und sich nebenbei zum Europameister gekrönt. Der 26-Jährige gewann am Samstag in Altenberg mit Bahnrekord vor dem Russen Roman Repilow, das Weltcup-Rennen wurde zugleich als Europameisterschaft ausgetragen. Zwei Wochen nach seinem WM-Triumph am Königssee holte Loch damit den zweiten EM-Titel seiner Karriere und darf sich in diesem Winter über das Triple freuen. "Ich habe vorgelegt, jetzt wäre es schön, wenn die Bayern nachziehen", sagte Fußball-Fan Loch in der ARD mit Blick auf den Rekordmeister aus München: "Für mich war es eine fast perfekte Saison, nur der Anfang hat nicht ganz gestimmt." Der Berchtesgadener hatte zu Saisonbeginn im November und Dezember bis zum fünften Rennen auf seinen ersten Erfolg warten müssen, nun holte er den siebten Weltcup-Sieg in Folge. Vor dem abschließenden Rennen in Winterberg am kommenden Wochenende hat Loch 150 Weltcup-Punkte Vorsprung auf Wolfgang Kindl aus Österreich (am Samstag Fünfter) und ist nicht mehr von der Spitze zu verdrängen.

Ski alpin, Riesenslalom: Skirennfahrer Fritz Dopfer hat den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere erneut verpasst. Trotz einer klaren Führung von mehr als einer halben Sekunde nach dem ersten Durchgang musste sich der 28-Jährige beim Riesenslalom im japanischen Yuzawa Naeba am Samstag mit Rang sieben zufriedengeben. Auf Sieger Alexis Pinturault aus Frankreich fehlten Dopfer in seinem 125. Weltcup-Rennen am Ende 1,45 Sekunden. Zweiter wurde Pinturaults Teamkollege Mathieu Faivre vor dem Italiener Massimiliano Blardone. "Unterm Fahren war das Gefühl nicht mehr so gut wie im ersten Lauf. Aber Pinturault hat eine Nummer vor mir gezeigt, was geht. Nur an der Piste kann es also nicht gelegen haben", sagte Dopfer im ORF. "Mir ist dann ehrlich gesagt der Saft ausgegangen."

Dopfer verspielte in Japan zum dritten Mal in seiner Karriere eine Halbzeitführung. In Adelboden fehlten im vor etwas mehr als einem Jahr am Ende 0,02 Sekunden und er wurde Zweiter, in Kitzbühel Ende Januar beendete er den Slalom auf Rang drei. Bei zweistelligen Plusgraden kassierte Dopfer auf der schwer zu fahrenden Strecke dieses Mal eine deutliche und schmerzhafte Packung. Schwacher Trost: Er holte sein bestes Riesentorlauf-Resultat in diesem Winter.

Auch für die anderen Starter des Deutschen Skiverbands lief der erste Wettkampf in Japan nach fast zehn Jahren Pause nicht wie erhofft. Felix Neureuther wurde einen Tag vor dem Slalom am Sonntag (02.00/05.00 Uhr) 15., Stefan Luitz kam auf Rang 21. Benedikt Staubitzer als 36. und Dominik Schwaiger auf Position 40 konnten sich nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren.

Ski alpin, Abfahrt der Frauen: Zu viel Neuschnee hat am Samstag für die Absage der Weltcup-Abfahrt der Frauen in Crans-Montana/Schweiz gesorgt. Das Rennen wurde auf Sonntag (10.30 Uhr) verschoben, die ursprünglich vorgesehene Kombination wurde ersatzlos aus dem Weltcup-Kalender gestrichen. In der Nacht auf Samstag hatte es rund 40 Zentimeter Neuschnee gegeben, die Organisatoren konnten die Piste deshalb nicht in einen rennfertigen Zustand versetzen. "Wir gehen Tiefschneefahren", twitterte die im Gesamtweltcup führende Lindsey Vonn (USA).

Skifliegen, Vikersund: Robert Kranjec hat das Skifliegen am "Monsterbakken" im norwegischen Vikersund gewonnen. Der Slowene feierte auf der größten Schanze der Welt mit Weiten von 236,0 und 239,5 m seinen ersten Saisonsieg. Bester Deutscher war Vorjahressieger Severin Freund (Rastbüchl) als Zehnter, Richard Freitag (Aue) folgte auf dem zwölften Rang. Gleich vier Deutsche schafften es dagegen nicht in den zweiten Durchgang. Andreas Wank (Hinterzarten/35.), Stephan Leyhe (Willingen/36.), Karl Geiger (Oberstdorf/40.) und Andreas Wellinger (Ruhpolding/45.) mussten vorzeitig die Koffer packen. Geiger wartet als einziger des DSV-Teams weiter auf den ersten "200er" seiner Karriere. Besser machen kann es die Mannschaft von Werner Schuster am Samstag und Sonntag (jeweils 16.00 Uhr/ARD und Eurosport), wenn in Vikersund zwei weitere Einzel-Wettbewerbe auf dem Programm stehen.

Fifa, Jérôme Valcke: Die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes Fifa hat den ehemaligen Generalsekretär Jerome Valcke für zwölf Jahre gesperrt. Der Franzose, einst die rechte Hand des inzwischen bis 2023 gesperrten Fifa-Präsidenten Joseph S. Blatter, soll sich nach Erkenntnissen der Ermittler beim Ticketverkauf für WM-Endrunden persönlich bereichert haben. Zudem wird dem 55-Jährigen vorgeworfen, private Reisen auf Kosten des Weltverbandes unternommen zu haben. Valcke, der alle Vorwürfe bestreitet, war bereits im Januar nach der Eröffnung des Verfahrens von der Fifa gefeuert worden.

Tennis, Angelique Kerber: Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber muss vorerst eine Tennispause einlegen. Die Kielerin wird wegen einer Oberschenkelverletzung nicht am WTA-Turnier in Dubai teilnehmen können, das am Montag beginnt. Dies bestätigte ihr Management. Kerber hatte schon beim verlorenen Fed-Cup-Spiel gegen die Schweiz in Leipzig mit Beschwerden am Oberschenkel zu kämpfen, nun zwingen sie die Schmerzen zu einer Auszeit. Ob auch der geplante Start der 28-Jährigen beim folgenden Turnier in Doha in Katar gefährdet ist, blieb zunächst offen.

Fußball, Italien: Sami Khedira verpasst italienischen Medienberichten zufolge das Serie-A-Spitzenspiel seines Clubs Juventus Turin gegen den SSC Neapel. Der 28-Jährige sei trotz aller Versuche noch nicht rechtzeitig fit für das Duell gegen den Tabellenführer am Samstag, berichtete die "Gazzetta dello Sport" am Freitag. Auch im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinales gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern München am 23. Februar ist der Einsatz des verletzten Mittelfeldspielers demnach fraglich. Bis zum Freitagmorgen hatte Khedira nach seiner Adduktorenverletzung vor gut einer Woche noch keine Trainingseinheit mit der Mannschaft absolviert, wie eine Club-Sprecherin auf Anfrage bestätigte. Wann der Nationalspieler ins Teamtraining zurückkehren kann, war zunächst noch unklar. Ursprünglich war Juventus Turin von einer Pause von zwei bis drei Wochen für den verletzungsanfälligen Khedira ausgegangen, Trainer Massimiliano Allegri hatte zuletzt jedoch erklärt, er hoffe, den Profi bereits im Duell mit Neapel wieder einsetzen zu können.