Freiburg gewinnt in Mainz Fünf Tore, ein Elfmeter, ein Feldverweis

Adam Szalai: verzweifelt beim turbulenten Spiel gegen Freiburg.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Nach drei Minuten führt Mainz 05 im Viertelfinale des DFB-Pokals mit 2:0 gegen den SC Freiburg. Dann gibt es einen Platzverweis für Mainz und zwei Tore für Freiburg. In der Verlängerung gelingt Freiburg das entscheidende Tor. Die Schiedsrichterkritik von Thomas Tuchel dürfte nun weiter thematisiert werden.

Der SC Freiburg hat in einem turbulenten Spiel erstmals in seiner Vereinsgeschichte das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht. Unbeirrt von einem völlig verkorksten Start und insgesamt vier Aluminium-Treffern gewann das Team von Trainer Christian Streich das Viertelfinale beim Bundesliga-Rivalen FSV Mainz 05 verdient mit 3:2 (2:2, 0:2) nach Verlängerung.

Damit sorgten die Breisgauer für einen weiteren Höhepunkt in einer bislang herausragenden Saison und sind nur noch einen Schritt von der ersten Endspiel-Teilnahme in Berlin entfernt. Ivan Santini (86.) und der zwei Mal erfolgreiche Caligiuri (90.+3, Foulelfmeter/108.), dessen Bruder Marco bei Mainz spielt, drehten das Spiel für die Breisgauer.

"Natürlich haben die Schiedsrichter-Entscheidungen die Partie beeinflusst", sagte Nikolce Noveski, der mit seinem Foul in der Nachspielzeit einen Elfmeter verursachte. "Wir haben uns selbst mit einer Art und Weise um den Lohn gebracht, die sehr weh tut", sagte FSV-Coach Thomas Tuchel, der auf der Pressekonferenz vor dem Spiel noch mit Kritik an den Schiedsrichtern für Aufsehen gesorgt hatte.

"Wir hören nie auf den Willen zu verlieren", sagte Caliguiri: "Wir wussten: Sobald wir ein Tor schießen, ist wieder alles offen." Sein Trainer Christian Streich sagte: "Wir hatten am Anfang gewaltige Probleme - aber die Mannschaft hat alles gegeben und am Ende waren wir die Glücklichen. Die Mannschaft verzweifelt nicht und schiebt negative Elemente weg."

Shawn Parker (2.) und Niki Zimling (4.) hatten die Gastgeber mit einem Blitzstart 2:0 in Führung gebracht. Doch die Gäste nutzen die Überzahl, nachdem FSV-Verteidiger Zdenek Pospech (65.) wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.

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Freiburg hat durch seine Halbfinal-Premiere Mitte April bereits Einnahmen von mindestens 1,684 Millionen Euro aus der zentralen Vermarktung sicher. Bei einem Heimspiel in der nächsten Runde wären es sogar 1,891 Millionen Euro.

Die Mainzer, deren Trainer Thomas Tuchel einen Tag zuvor mit einer Brandrede für Aufsehen gesorgt hatte, verpassten ihren zweiten Sprung ins Semifinale des Cupwettbewerbs nach 2009. Damals hatten sie das Endspiel von Berlin durch eine Niederlage bei Bayer Leverkusen (1:4 n.V.) verfehlt.