So nah wie möglich am Berg: Warum die Skier der Freestyler so eine geringe Halbwertszeit haben.
"Am besten lassen sich Buckelpistenski noch mit den Ski vergleichen, wie es sie vor der Einführung des Carving-Skis gab: Sie sind nicht so stark tailliert, sondern gerader geschnitten. Die Schaufeln würden sonst in den Buckeln dauernd übereinander geraten, und das wäre schlecht. Wir wollen die Buckel ja so gerade wie möglich runterfahren. Buckelpistenski enthalten etwas mehr Glasfaser und sind dadurch härter. Mir sind sowieso Ski lieber, die etwas härter sind und etwas länger. Früher waren die Freestyle-Fahrer immer die mit den kürzesten Ski, heute sind wir die mit den längsten. Die meisten fahren 1,80 Meter lange Ski - bei den Sprüngen ist die Länge eh egal.
(© Foto: Reuters)
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Nach 50 oder 60 Buckeltagen lässt die Spannung im Ski nach, dann braucht man frische Ski mit größerer Spannung. Denn die Belastung, die beim Buckelpistenfahren auf die Ski wirkt, ist immens. Ansonsten behandeln wir die Ski genauso wie die Alpinfahrer: Der Belag wird gewachst, die Kanten werden geschliffen. Dafür habe ich aber keine Serviceleute, ich mache das alles selbst. In der Regel habe ich drei Paar Ski dabei, wenn ich zu einem Wettbewerb fahre: Trainingsski, Wettkampfski und ein Ersatzpaar, falls mal ein Ski brechen sollte, was durchaus vorkommen kann.
Und noch ein paar Worte zur Bindung: Buckelpistenfahrer benötigen keine Platten, um erhöht auf dem Ski zu stehen, sie wollen so nah wie möglich am Berg sein. Und damit der Ski nicht am Hang davonfliegt, ist die Bindung besonders fest eingestellt. Normale Skifahrer haben ihre Bindung auf einen Z-Wert von 4 bis 5 eingestellt. Meine Bindung ist auf 16 eingestellt."
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(SZ vom 8.2.2006)
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