Frauenfußball Nationalspielerin Anja Mittag hört auf

Beendet ihre Karriere: Stürmerin Anja Mittag, hier noch bei der EM in den Niederlanden.

(Foto: dpa)
  • Die langjährige Fußball-Nationalspielerin Anja Mittag hört auf.
  • Sie beendet nach 158 Länderspielen (50 Tore) ihre Karriere in der Nationalmannschaft.

Anja Mittag hat 23 Tage nach dem EM-Debakel ihren Rücktritt aus der Frauenfußball-Nationalmannschaft erklärt. "Nach zwölf Jahren voller Stolz im Trikot der deutschen Nationalmannschaft, ist es heute an der Zeit 'Danke' zu sagen", schrieb die 32-jährige Angreiferin vom schwedischen Rekordmeister FC Rosengard, die auf eine komplette Titelsammlung im DFB-Trikot zurückblicken kann, auf Instagram.

Das Viertelfinal-Aus gegen Dänemark (1:2) in Rotterdam war Mittags 158. Länderspiel und ihr 61. Einsatz in Serie. Nur drei Spielerinnen haben mehr Spiele für Deutschland bestritten: Rekordnationalspielerin Birgit Prinz (214), Kerstin Stegemann (191) und Ariane Hingst (174). Im aktuellen Kader ist nach Mittags Ausscheiden nun Abwehrchefin Babett Peter mit 111 Einsätzen die erfahrenste Spielerin.

Viermal Startelf, aber kein Tor bei der EM

Seit ihrem Debüt 2004 erzielte Mittag 50 Tore, feierte mit der DFB-Auswahl 2007 den Triumph bei der WM in China, wurde dreimal Europameisterin (2005, 2009, 2013) und gewann im vergangenen Sommer Gold bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Bei der jüngsten EM in den Niederlanden stand sie in allen vier Spielen in der Anfangsformation, blieb aber ohne Torerfolg.

Bundestrainerin Steffi Jones hob Mittags "herausragende Stellung in der Nationalmannschaft" hervor: "Sie war auf und neben dem Platz ein Vorbild, hat die wichtigen Tore gemacht und alle Titel gewonnen. Ich schätze sie auch als Persönlichkeit, die sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt hat, bescheiden war und um sich nie viel Aufhebens machen wollte. Wir werden sie vermissen."

Im Klub wird die langjährige Potsdamerin ihre Karriere noch fortsetzen. Erst Ende Juni hatte sie ihren Vertrag in Malmö bis zum Sommer 2019 verlängert.

Jones muss es jetzt nur besser machen

Bei der EM scheiterten die DFB-Fußballerinnen viel zu früh. Warum Steffi Jones trotzdem eine zweite Chance verdient hat. Kommentar von Anna Dreher mehr...