Frankreich gewinnt Sogar der Torhüter trifft beim Schützenfest

Durch ein 32:24 gegen Kroatien behält der Titelverteidiger die EM-Medaillenrunde im Blick. Gastgeber Polen verliert.

Welt- und Europameister Frankreich hat bei der Handball-EM in Polen Kurs auf das Halbfinale genommen, die Gastgeber dagegen stehen nach der ersten Niederlage unter Druck. Der Titelverteidiger besiegte das ebenfalls hoch gehandelte Kroatien mit 32:24 (16:10) und schraubte sein Punktekonto in der Hauptrundengruppe 1 auf 6:2 Zähler.

Die vom deutschen Coach Michael Biegler trainierten Polen unterlagen anschließend Norwegen überraschend 28:30 (15:16), haben mit 4:2 Punkten aber das Weiterkommen noch in der eigenen Hand. Norwegen übernahm mit 6:0 Zählern die Tabellenführung, die Kroaten haben dagegen nur noch theoretische Chancen auf die Medaillenrunde (4:4-Punkte), in die nur die ersten beiden Teams einziehen.

Den Polen reichen zehn Treffer des Ex-Bundesliga-Profis Karol Bielecki nicht

Den Grundstein für den souveränen Erfolg legten die Franzosen um Superstar Nikola Karabatic (3 Treffer) bereits in der ersten Halbzeit. Nach ausgeglichenem Beginn (6:6) zog der Olympiasieger das Tempo an und führte bereits zur Pause mit sechs Toren. Spätestens beim 23:12 (38.) war die Partie entschieden. Bester Torschütze bei den Franzosen war Rechtsaußen Luc Abalo mit sechs Treffern. bei den Kroaten traf der Kieler Domagoj Duvnjak am häufigsten (5 Tore). Der überragende Torhüter Thierry Omeyer erzielte einen Treffer zum 31:23.

Für die Polen waren in einer durchweg engen Begegnung zehn Treffer des früheren Bundesliga-Profis Karol Bielecki nicht genug für den vierten Turniersieg. Ab der 24. Minute lagen die Norweger, bei denen der ehemalige Magdeburger Espen Lie Hansen mit acht Toren bester Werfer war, immer in Führung und brachten den Arbeitssieg ins Ziel.