Formel-1-Qualifying in Singapur Sebastian Vettel sechs Zehntel zurück

Nach den starken Fahrten im Freien Training folgt im Formel-1-Qualifying in Singapur die Enttäuschung: Weltmeister Sebastian Vettel fährt nur auf Platz drei, weit hinter dem schnellsten Lewis Hamilton. Auch ein Überraschungsfahrer startet im Rennen vor Vettel.

Weltmeister Sebastian Vettel hat die wichtige Pole Position und auch die erste Startreihe für das Formel-1-Nachtrennen in Singapur verpasst. Der Heppenheimer musste sich am Samstag in seinem Red Bull in der Qualifikation zum 14. WM-Lauf mit dem dritten Platz zufrieden geben. Den besten Startplatz sicherte sich zum fünften Mal in dieser Saison der WM-Zweite Lewis Hamilton im McLaren. Zweiter mit einer halben Sekunde Rückstand wurde der Venezolaner Pastor Maldonado im Williams.

Sebastian Vettel beim Nachtrennen in Singapur.

(Foto: dpa)

"Ja, ich bin ein klein wenig enttäuscht, im Q3 haben wir nicht den Schritt nach vorne geschafft", sagte Vettel später, "im Q3 konnte ich nicht die Zeit rausholen aus dem Auto. Warum, müssen wir jetzt mal schauen. Aber der dritte Platz ist eine gute Position, das Rennen wird mit Sicherheit lang und heiß."

Neben Vettel wird Hamiltons Teamkollege Jenson Button das Rennen in Angriff nehmen. WM-Spitzenreiter Fernando Alonso wurde im Ferrari Fünfter. Rekordweltmeister Michael Schumacher kam auf den neunten Rang. Sein Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg reihte sich einen Platz dahinter ein. Beide fuhren im letzten Trainingsabschnitt keine gezeitete Runde. Damit sparten sich die Mercedes-Fahrer einen Reifensatz für das Rennen. "Der neue Reifen und die Freiheit der Reifen-Strategie im Rennen erscheint uns wichtiger, als eventuell ein oder zwei Positionen weiter vorne zu stehen", begründete Schumacher im TV-Sender Sky.

Vettel muss in den noch verbleibenden sieben Rennen mit dem Grand Prix an diesem Sonntag in Singapur (14 Uhr) 39 Punkte auf Alonso aufholen. Hamilton ist WM-Zweiter, der Ex-Champion hat zwei Punkte mehr als Vettel und 37 weniger als der WM-Spitzenreiter aus Spanien.

Force-India-Fahrer Nico Hülkenberg war vorzeitig ausgeschieden. Der Emmericher fuhr auf dem Marina Bay Street Circuit auf Platz elf. Auch für den WM-Dritten Kimi Räikkönen war im Lotus als Zwölfter nach dem zweiten Durchgang Schluss. Ferrari-Pilot Felipe Massa musste sich mit Rang 13 begnügen.

Bereits im ersten Trainingsdurchgang kam für Timo Glock das Ende. Der Marussia-Fahrer aus Wersau kam nicht über Rang 21 hinaus, wurde aber auch von Red-Bull-Fahrer Mark Webber behindert.