Von Von Elmar Brümmer

Ferrari lässt die Revolution der Formel-1-Hersteller scheitern.

Etwa zu der Zeit, als Michael Schumacher am Mittwoch, am Ende eines Testtages in Barcelona, seinen Ferrari im Kiesbett parkte, verbreiteten die Nachrichtenagenturen eine Mitteilung mit weitreichenden Folgen für die Formel 1. Die Mitteilung erschüttert jene, die dachten, die Regentschaft von Bernie Ecclestone neige sich dem Ende entgegen. Ecclestone, der nie einem guten Geschäft aus dem Weg gegangen ist, hat im Alter von 74 Jahren gerade sein vielleicht bestes gemacht. Es dürfte den Fortbestand einer Formel 1 in ihrer bisherigen Form sichern - und seine Macht.

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Grund war ein überraschendes Manöver von Ferrari. Anstatt wie bisher mit der Allianz der Automobilhersteller (GWPC) zu koalieren, die seit Jahren an einer Gegenformel, zumindest aber an der Entmachtung Ecclestones arbeitet, ist das wichtigstes Pferdchen der Rennserie, das cavallino rampante, ausgeschert: Die Italiener haben das Ende 2007 auslaufende Concorde Agreement, eine Art Grundgesetz der Rennserie, vorzeitig bis 2012 verlängert. Dieser Pakt verurteilt alle Pläne zu einer GPWC-Piratenserie zum Scheitern. Sechs Wochen vor Saisonstart heißt es: Pole-Position für Ferrari, Großer Preis an Ecclestone. Denn zu den wenigen unstrittigen Thesen unter den Rivalen der Rennbahn zählt jene, dass die Formel 1 auch die Formel Ferrari ist. Schon früher hat das italienische Team ob seiner Ausnahmestellung einen finanziellen Bonus erhalten. Das gab zwar Kritik bei der Konkurrenz, aber Zugpferd ist eben Zugpferd. Selbst die GPWC-Piraten hatten in ihren Plänen zur Alternativserie eine gesonderte Aufwandsentschädigung für die Roten vorgesehen.

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