Schumachers Absage zieht Konsequenzen nach sich. Sein Manager Willi Weber verhängte schon vor einigen Tagen einen Produktionsstopp für die geplanten neuen Merchandising-Artikel: "Solange die Rückkehr nicht zu hundert Prozent steht, werden wir nichts produzieren", sagte Weber der Fachzeitung Auto Bild Motorsport. Weber hatte zuvor noch große Hoffnungen gehegt, denn der Umsatz mit Schumacher-Produkten ist seit dessen Rücktritt ins Stocken geraten. "Natürlich wollen wir diesen Hype mitnehmen", sagt Weber, "seit zwei Jahren kann man von Michael nichts Neues mehr kaufen."

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Das Comeback des Jahrhundert-Rennfahrers hätte nicht nur dem eigenen Umsatz gut getan. Auch die Formel 1 könnte ihn gebrauchen: Sie wird wie nie zuvor von der weltweiten Wirtschaftkrise gebeutelt. Umsätze und Werbeeinnahmen gehen zurück, Produktions- und Test-Etats werden zusammengestrichen, die Werkteams von Honda und BMW sind ausgestiegen.

Allein die Aufmerksamkeit, die Schumachers nur angekündigtes Comeback bereits weltweit hervorgerufen hat, zeigt die Wirkung, die von diesem Ausnahme-Racer ausgeht. Wäre er tatsächlich gestartet, hätte die Formel 1 den dringend benötigten Schub bekommen. Wahrscheinlich sogar für die nächsten Jahre.

Für die einst so glamouröse Rennserie war das ein schöner Traum.

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(suedeutsche.de/hum)