Spion, Aufseher, Schlichter: Welche Rolle spielt der deutsche Rekord-Weltmeister Michael Schumacher in der bisher enttäuschenden Saison von Ferrari?
Michael Schumacher hat immer noch einen festen Händedruck, auch wenn er seinen Willen schon lange keinem störrischen Formel-1-Wagen mehr aufgezwungen hat. Sein letzter offizieller Einsatz liegt länger als ein Jahr zurück. In der Statistik steht der 16.April 2008 - am Circuit de Catalunya bei Barcelona war das ein sonniger und 17 Grad milder Mittwoch - als wohl endgültig finaler Formel-1-Tag des siebenmaligen Weltmeisters vermerkt.
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Auch Michael Schumacher kann Ferrari derzeit nicht zu Erfolg verhelfen. (© Foto: Reuters)
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Zu Testzwecken drehte Schumacher für Ferrari 83 Runden. Seine Zeit war gut: Er war Tageszweiter hinter Fernando Alonso im Renault, was belegt, wie schnell sich die Zeiten bei der Zeitenjagd doch ändern - heute fährt Ferrari hinterher.
An diesem Wochenende war Schumacher an der selben Strecke. Wieder war es sonnig und angenehm warm. Doch dieses Mal wurde es bitter: Kimi Räikkönen schied aus, Felipe Massa schleppte sich als Sechster gerade noch zu drei Punkten. Sechs Punkte in der Konstrukteurswertung - ähnlich wenig hatte die traditionsreiche Scuderia nach fünf Rennen zuletzt 1993 vorzuweisen.
Die Krise von Ferrari hat historische Ausmaße, und natürlich rückt da die historische Figur wieder in den Fokus. "Die Schumacher-Epoche liegt weit zurück, und die Anwesenheit Michaels an der Box hilft nicht", urteilt der Corriere dello Sport.
Schumacher hat in diesem Jahr die Rennen in Australien, in Malaysia und in Spanien besucht. Gut lief es nirgends. Beim Auftakt in Melbourne waren die roten Autos pro Runde um mehr als sieben Zehntelsekunden zu langsam, um an der Spitze fahren zu können. Hinzu kam, dass sie auf den weichen und somit den falschen Reifen rollten, als es losging. In Malaysia ging die Strategie ebenfalls schief. Die Mechaniker schraubten Räikkönen die Regenreifen ans Auto schon lange bevor der Monsun losbrach. Damit konnte er nur schlecht aussehen.
In Barcelona gab es am Sonntag eine Reihe peinlicher Pannen. Zunächst im ersten Qualifikationsdurchgang, als Räikkönen bloß eine durchwachsene Zeit gelang, Pilot und Crew aber glaubten, das würde fürs Weiterkommen reichen. Es reichte nicht. Räikkönen durfte lediglich als Sechzehnter starten und musste schließlich aufgeben, weil die Hydraulik streikte, die sein Gaspedal steuert.
Bei Massa floss bei beiden Boxenstopps weniger Benzin in den Tank als programmiert. Konsequenz: Der Brasilianer musste die letzten Runden im Benzin-Spar-Modus absolvieren, um es ins Ziel zu schaffen. Ein Ferrari, der Inbegriff des Sportwagens, freiwillig im Schneckentempo - das war eine Demütigung.
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Hab ich mich auch gefragt.
Aber hauptsache Michael Schumacher und ein zwei Seiten Artikel. Egal.
... nach Sinn, Zweck und Informationsgehalt des Gelesenen.