Im Jahr eins nach "Schumi" müssen sich die Fans einen neuen Helden suchen. Wer ist nun eigentlich der beliebteste deutsche Fahrer? Ein Besuch bei den treuesten der Treuen auf den Campingplätzen am Nürburgring.
Wer rausfinden willen, wem die Motorsportfans jetzt die Daumen drücken, fängt dort an, wo es weh tut: auf den Campingplatz direkt unterhalb des Fahrerlagers. Hinter der Tribüne 4 drängt sich in einem Höllenlärm aus gefühlten siebentausend Boxen die Hardcore-Fraktion.
"Der Porno-Ralle mit seiner Hardcore-Cora hat das Maul ein bisschen zu voll genommen." (© Foto: AP)
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Auf einer Fläche von gut fünf Fußballfeldern stehen tausende Wohnwägen und Zelte, unzählige Fahnen wehen im aufkommenden Gewitterwind, vor allem Ferrari-Rot, aber auch Deutschlandfahnen, auch eine DDR-Flagge ist dabei.
Der "1.Internationale Michael & Ralf Schumacher Fanclub - Die Rottkäppchen" hat hier sein Bierzelt aufgeschlagen, sponsored by Veltins. Daneben: "Onkel Willis Tankstelle", ein Krombacher-Sonnenschirm samt Riesenplanschbecken und Mega-Lautsprechern. Die Belegschaft geht gerade auf große Fahrt: Eine Art fahrbaren Biertisch haben sie sich gebastelt, am Ende hängt das Wichtigste - ein Fass Bier. Der ganze Platz gleicht einer riesigen Open-Air-Disco. Jeder spielt alles: von Karel Gott bis Rammstein und alles andere dazwischen. Hauptsache mindestens 100 Dezibel laut. Krach-Spitzenreiter: die Holland-Ecke. Ein Gespräch ist schlichtweg nicht möglich. Schnell weg.
Ein paar Hundert Meter weiter bergab sieht es besser aus. Am Ortsrand von Welcherath, bei der Abbiegung Richtung Meuspath, sitzen ein paar Dutzend Formel 1-Fans vor ihren Wohnwägen, der Grill brutzelt, die Bierflaschen ploppen - ein Idyll mit vergleichsweise himmlischer Ruhe. Und redefreudigen Menschen. Hermann und Olaf, zwei Mittvierziger aus dem Münsterland, kommen seit sieben Jahren zum Nürburgring. BMW-Käppi auf dem Kopf: klar, Heidfeld-Fans. Aber auch erst seit diesem Jahr. "Wir waren natürlich auch Schumi-Fans, logisch", sagt Olaf, "aber der Nick war auch schon vorher gut. Der schwätzt so schön normal, ist eher ein ruhiger, stiller. Nicht so wie der Porno-Ralle mit seiner Hardcore-Cora. Der hat das Maul ein bisschen zu voll genommen, hat sich selber zu viel versaut. Der hat ganz andere Probleme als die Formel 1." Der Titel des unbeliebtesten deutschen Fahrers dürfte Ralf Schumacher nicht mehr zu nehmen zu sein. Egal, in welches Zelt man hineinfragt: überall kommt Ablehnung zurück: "Nää, den Mofafahrer brauchen wir nicht."
Dass die meisten Fans demjenigen zujubeln, der gerade den größten Erfolg hat, also Heidfeld, überrascht nicht. Aber auch für die anderen deutschen Fahrer finden sie reichlich gute Worte. "Der Rosberg, das wird auch noch ein Guter", meint Hermann, "steht noch ein bisschen zu viel unter den Fittichen vom Papa, aber das wird noch. Der ist ja damals schon mit dem Hamilton auf einer Höhe gewesen." Winkelhocks Einsatz wird unisono als Intermezzo eingestuft, dafür aber Adrian Sutil noch viel zugetraut: "Wenn der nächstes Jahr mal ein besseres Auto hat, ist der vorn dabei", meint der Redeführer einer Ferrari-Fan-Gruppe aus Raesfeld. Knatschrot sind ihre Trikots, Käppis und auch ihr Wohnwagen, sieben Sterne prangen auf der Beifahrertür: für die sieben Weltmeistertitel des Ferrari-Helden. Doch die Firmentreue bröckelt: "Wenn der Heidfeld oben fährt, hast du keine rote Kappe mehr an."
Seit Michael Schumacher nicht mehr dabei ist, fahren viele Fans entspannter zum Rennen. "Ich bin viel ruhiger jetzt", erzählt Olaf, "es gibt diese Feindbilder nicht mehr. Gut, den Alonso mögen wir immer noch nicht. Aber ansonsten..." Es sind nicht weniger Zuschauer als in den vergangenen Jahren, aber die Stimmung kommt vielen etwas gedämpfter vor. Oft fallen Begriffe wie "in ein Loch gefallen", "luftleerer Raum" - Schumacher fehlt den Fans gewaltig. "Als der heute in der Boxengasse ins Bild kam, ist die Stimmung sofort besser geworden", erzählt Olaf vom freien Training am Freitag. "Ich hoffe ja immer noch, dass der nächste Saison sagt: Ich kann meine Ranch nicht mehr sehen, ich kann keine Pferde mehr sehen, ich will wieder Rennen fahren." Und gerade als die Sonne ihre kitschigsten Spätstrahlen über die grüne Wiese schickt, sagt Hermann aus dem Campingstuhl heraus diesen Satz, der das Phänomen eines ganzen Jahrzehnts beschreibt: "Hätt's den Schumi nicht gegeben, wir wären doch alle überhaupt nicht hier."
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(sueddeutsche.de)
Bürgermeister in Baden-Württemberg
rs-raceclub- RICHTIGSTELLUNG vom 23.07.2007 17:35:12
Nach Klärung des tatsächlichen Sachverhaltes zwischen Clubleitung Hr. Lohmer und mir, distanziere ich mich auf das schärfste zu "meinem" Kommentar vom 22.07.2007 Ralf Schumacher + die Rotkäppchen.
Dies ist eine Korrektur von J. Vogel (Presse RS Race Club)
Nach Klärung des tatsächlichen Sachverhaltes zwischen Clubleitung Hr. Lohmer und mir, distanziere ich mich auf das schärfste zu einem Kommentar.
Könnte ich ihn löschen, würde ich es tun.
Somit Entschuldigung an die Rotkäppchen.
Sicherlich wird es in Zukunft zwischen den Club´s vorherige Absprachen bei solchen Artikeln, sowie eine gemeinsame Vorgehensweise geben.
Es wird immer mal wieder Journalisten geben, die gar nicht wissen wer wer ist, dieses auch, wohl auf Grund von Unvermögen, nicht wissen, korrekt recherchieren zu können.
Ist dann kein Wunder wenn sich über einen schlechten Ruf von Online Journalisten beschwert wird. ( siehe:http://goa2003.onlinejournalismus.de/praxis/existenzangst.php Verfasser: Thomas Becker )
MfG
W. Schmitz (Clubleitung Offizieller Ralf Schumacher Race Club)
Ich bin Mitglied im 1. internationalen Michael und Ralf Schumacher Fanclub "Die Rotkäppchen" e.V. Ich selbst war an diesem Wochenende mit dem Fanclub am Nürburgring.
Ich bin schockiert darüber was ich hier lesen muss.
Da hat ja wohl jemand was verwechselt oder total an der falschen Stelle recharchiert!
Weder dieser Schirm, noch das Planschbecken oder dieser Wagen mit dem Bierfass gehören zu uns.
Bei uns gibt es keine Säufer oder Randalierer, wir selbst haben uns von diesen Leuten gestört gefühlt!
Ausserdem finde ich es eine Frechheit wie der Clubleiter des Ralf Schumacher Race Club ohne sich vorher über die Richtigkeit dieses Artikels zu informieren unseren Verein in ein solch schlechtes Licht rücken kann.
Unser Verein besteht seit 1993 und so etwas ist uns in der ganzen Zeit noch nicht untergekommen. Wir vertreten Michael und Ralf Schumacher mit anständiger Fanarbeit und ich distanziere mich ausdrücklich von diesem Bericht und ein Herr Thomas Becker hat wohl seinen Beruf verfehlt. Daniela Lohmer
Erstmal möchte ich den Vorkommentatoren Recht geben.
Hr. Lohmer (Clubleitung Rotkäppchen) sollte den Namen Ralf Schumacher in seinem Club streichen.
Die Rotkäppchen sind bei den Fahrermanagern sowas von unbeliebt, weil laut brüllend, teilweise unflätig und vieles mehr.
Ralf Schumacher hat mit denen überhaupt gar nichts mehr zu tun.
Wer sich beider Schumachernamen in einer Fanclubbezeichnung bedient, sollte genau überlegen, was und wie er die Beziehung zu Ralf Schumacher kommentiert, ohne Gefahr zu laufen, welche an die Backen zu bekommen.
Ich hingegen leite Ralf Schumacher´s Offiziellen und Internationalen Fan Club mit Genehmigung von Ralf und dem RSC Office in Wals, nach dem Motto "Präsenz mit angemessener Zurückhaltung zeigen".
Die Rotkäppchen (Hr. Lohmer) sind aufgefordert den Namen Ralf Schumacher aud Ihrer Bezeichnung zu streichen, oder sich angemessen zu verhalten, bzw. sich angemessen zu äußern.
Beschäftigt Ihr euch lieber brav mit Streckensicherungen und lasst die Finger von Ralf Schumacher.
Der Bericht oben, so wie meiner wird logischer Weise an Many Lohmer, sowie an Ralf´s Büro geschickt.
MfG
Wolfgang Schmitz (Clubleitung Offizieller Ralf Schumacher Race Club)
stand immer im Schatten seines übergrossen Bruders. Den Frust daraus verlagerte er
in sein privates Umfeld. Oft kamen dabei ungeschickte Auffälligkeiten ans Licht. Dafür darf man ihn nicht schmähen und schon garnicht heruntermachen.
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