Jürgen Klinsmann wird WM-Experte bei RTL, doch wie geht es danach weiter? Er schmiedet natürlich Pläne - und hat ein großes Ziel.
Wenn ein Profifußballer Trainer wird, sieht sein Karriereweg meistens so aus: Er geht zu einem nicht ganz oben stehenden Klub oder in die Jugendmannschaft eines großen Klubs, von dort aus arbeitet er sich nach oben, bis er irgendwann - und auch nur vielleicht - den FC Bayern München oder die Nationalelf trainieren darf.
Ein Vorbild für Klinsmann: Franz Beckenbauer. (© Foto: AFP)
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Natürlich gibt es Ausnahmen. Lothar Matthäus etwa darf noch nicht mal die Jugendmannschaft eines großen Klubs trainieren - oder Jürgen Klinsmann, der arbeitete sich erst gar nicht nach oben, sondern begann ganz oben: als Trainer der Nationalelf und beim FC Bayern.
Wohin soll jemand, der diese beiden Tätigkeiten innehatte, noch wechseln? Klinsmann verkündete nun via Bild, er werde sich auf das Abenteuer Bundesliga nicht mehr einlassen. Stattdessen werde er bei der WM 2010 als Experte für den Fernsehsender RTL arbeiten. "Das ist die offensivste Viererkette, die ich mir vorstellen kann. Wir werden die Weltmeisterschaft mit sehr viel Dynamik und Spaß angehen. Und sicherlich werden wir auch den einen oder anderen Volltreffer landen", sagte Klinsmann.
Auf dem Flug nach Südafrika - Klinsmann möchte das Studio besichtigen, um Laufwege einzustudieren und das Licht ein klein wenig besser zu machen - ärgert sich der einstige National- und Bayern-Trainer zunächst, dass Urs Siegenthaler gerade die irische Nationalelf beobachtet und er keinen Gesprächspartner hat.
Deshalb fängt er an zu sinnieren, wie sein Leben nach der TV-Experten-Zeit so weitergehen könnte:
"Was für ein Abstieg! Erst Bundestrainer, dann Bayern-Trainer - und nun der Sidekick bei der WM. Und ich darf noch nicht einmal die Spiele der deutschen Elf beurteilen. Was soll nur aus mir werden? Mal überlegen, was andere TV-Experten so gemacht haben.
Klar, die Kloppo-Karriere - obwohl mir der Witz von damals immer noch weh tut. Der geht so: Ruft ein Bayern-Fan den anderen an: "Du wir haben einen neuen Trainer! J.K.!" Sagt der andere: "Toll, Jürgen Klopp! Phantastisch!" Sagt der erste: "Nee, Jürgen Klinsmann." Na gut, aber trotzdem: Trainer bei Dortmund? Nein, das habe ich gerade erst in der Bild ausgeschlossen.
Apropos Bild: Mein Freunde Effenberg und Matthäus sind doch Experten und nebenbei auch noch Bild-Kolumnisten. Früher mochte ich die Boulevard-Sachen zwar nicht, aber ich habe mich ja auch weiterentwickelt. Das würde mir schon gefallen - und natürlich würde ich dafür sorgen, dass dass Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge in diesen Zeitungen kaum mehr auftauchen. Ich hätte die Macht über die Medien.
Apropos Medienmacht: Ich könnte es natürlich so machen wie Günter Netzer, erst Fernsehexperte, dann Rechte-Inhaber der Bundesligaspiele. Dann würde ich freilich dafür sorgen, dass Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge während der Spiele nicht mehr im Fernsehen auftauchen.
Apropos Rummenigge: Der war doch auch Experte und wurde dann Vorstandsvorsitzender beim FC Bayern. Würde mir gefallen. Im Prinzip muss man den ganzen Laden auseinandernehmen - und ich würde freilich dafür sorgen, dass Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge nicht mehr an der Säbener Straße auftauchen.
Apropos Säbener Straße: der Franz ist doch auch Fernsehexperte. Und was der noch so alles ist, würde mir auch gefallen. Bayern-Präsident, äh, Ehrenpräsident, Lichtgestalt, Kaiser. In diesen Positionen könnte ich alles machen - vor allem dafür sorgen, dass Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge überhaupt nicht mehr auftauchen."
Das Flugzeug landet, Klinsmann steigt aus. An der Gepäckausgabe warten Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge. Sie halten einen Arbeitsvertrag in der Hand - es sind nur die Worte Klinsmann und Greenkeeper zu erkennen.
Klinsmann sagt: "Aber erst nach der WM."
Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...
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(sueddeutsche.de/jja)
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Ich habe einmal die SZ Printausgabe angeschrieben und mich über Herrn Schmieder beschwert, das war, als J. Klinsmann noch Trainer bei Bayern war. Mir wurde geantwortet, dass die SZ-Online mit der SZ Print nichts zu tun hätte und somit Herr Schmieder mit der SZ Print nichts zu tun hätte.
Ich frage mich allerdings, ob die SZ im allgemeinen sich jemals überlegt hat, ob die Print-SZ einen Imageschaden durch Onlinebeiträge von Herrn Schmieder erleiden könnte, weil ich nicht denke, dass Leser der SZ sich darüber im klaren sind, dass Online-SZ und Print-SZ "nichts miteinander zu tun haben".
Neulich gab es einen Beitrag von Herrn Schmieder zum angeblichen Antrag der Iren als 33. Mannschaft zur WM zugelassen zu werden. Zeitgleich erschien in der Printausgabe ein Kommentar zu dem Vorfall von Christian Zaschke, in dem zu lesen war, dass der Antrag gar kein Antrag war, sondern eine Geschmacklosigkeit von Herrn Blatter, der einen Sachverhalt verdreht hat.
Ich jedenfalls halte es für ungut, dass die Online- und die Printausgabe sich nicht besser abstimmen.
Und in ihrem Arbeitszeugnis steht:
Er hat sich stets bemüht ...
Nun ja, den Herren Aumüller und Schmieder sitzt gelegentlich der Schalk im Nacken, und so kommt es zu der einen oder anderen Farce.
Bedauerlich vielleicht, dass es durchaus Nachrichten, Meldungen und Themen gäbe, die einer aktuellen Berichterstattung und Kommentierung wert wären: Von der Berliner Hertha über die Stuttgarter Krise, dem Höhenflug meines Lieblingvereins BayerLeverkusen, der Watzke Hopp Kontroverse, dem Finanzsystem des FC Schalke 04, der geplanten Kaderreduktion der Münchner, der Wiederbelebung der roten Teufel und noch vieles mehr.
Ich habe schon des öfteren der Online Redaktion der Sueddeutschen Zeitung angeboten, mich als Gastkommentator fachlich einzubringen oder den jungen Journalisten gelegentlich väterlich unter die Arme zu greifen. Ich war sogar bereit bei meinen Bezügen gewisse Abstriche hinzunehmen, aber die Verhandlungen sind bedauerlicher weise ins Stocken geraten.
das die beiden Herren Verfasser einmal eine ganz böse Klatsche von JK erhalten haben und dies nicht, auch 6 Monate nach dessen Entlassung, recht durcharbeiten können. Hat die SZ keine Betriebspsychologen, die da mal helfen können? Der SZ-JK-Komplex ist in der Tat lachhaft, aber nicht lustig
Paging