Finanzkrise bei 1860 München Das Pokerspiel beginnt
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Schon im Winter muss sich Zweitligist 1860 München von einigen Profis trennen. Leistungsträger wie Benny Lauth und Stefan Aigner bleiben zumindest bis zum Sommer, andere eher nicht. Die Kandidaten im Überblick.
Im Profifußball gibt es zwei Zeitabschnitte, in denen Vertragsspieler zwischen Klubs transferiert werden können. Der eine ist der August, der andere der Januar. Für den angeschlagenen TSV 1860 München ist die nächste Wechselperiode von großer Bedeutung, gilt es doch, aufgrund der prekären Finanzlage den Spielerkader zu entschlacken. Auf der aktuellen Vereinshomepage sind 33 Spieler unter der Rubrik Profis 2010/2011 aufgelistet. Zwei können vorerst von der Gehaltsliste gestrichen werden. Zweitligakonkurrent Arminia Bielefeld leiht Eke Uzoma und Sandro Kaiser bis zum Saisonende aus. Welche Profis sonst 1860 verlassen könnten - ein Überblick.
Was wird aus 1860-Stürmer Benjamin Lauth (li.)? Sein Vertrag läuft im Sommer aus.
(Foto: Bongarts/Getty Images)Im Tor
Gabor Kiraly ist eine Säule im Tor, der Ungar gibt der Mannschaft Rückhalt und hat mit vielen Paraden oft genug Gegentore in der zweiten Liga verhindert. Der erfahrene 34-Jährige soll zu den Topverdienern zählen, weshalb man im Verein angeblich überlegt hat, Kiraly im Winter abzugeben. Ersatztorwart Philipp Tschauner hat zwar nicht die Präsenz von Kiraly, er gilt aber auch als fähiger Schlussmann. Diese Planspiele sind offenbar vom Tisch.
Sportchef Miroslav Stevic teilte Anfang der Woche öffentlich mit, dass man Kiralys Ende der Saison auslaufenden Vertrag verlängern möchte. Damit bliebe wohl alles beim Alten - es sei denn, Tschauner ginge, weil er nicht mehr ewig auf der Bank sitzen will. Er wollte schon mal weg. Als dritter und vierter Torwart stehen die jungen Vitus Eicher und Björn Bussmann bereit.
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In der Abwehr
Elf Abwehrspieler listet 1860 auf. Fünf davon - Antonio Rukavina, Stefan Bell, Kai Bülow, Stefan Buck und Mate Ghvinianidze - bilden das Stammpersonal. Bell (ausgeliehen), Bülow und Buck werden wohl bleiben. Rukavina sollte laut internen Überlegungen im Sommer verkauft werden, offenbar fand sich kein Abnehmer für den Rechtsverteidiger, der im Tausch für das einstige Löwen-Juwel Sven Bender von Dortmund nach München gekommen war. Rukavina könnte wieder ein Verkaufskandidat sein, der frühere Erstligaprofi dürfte nicht schlecht verdienen.
1860 könnte in diesem Fall sowohl eine Ablöse kassieren als auch Gehalt einsparen. Problematisch nur: Auf der rechten hinteren Position hat 1860 keinen adäquaten Ersatz. Mate Ghvinianidze, der manchmal mit lebensfroher Einstellung abseits des Platzes auffällt, könnte ebenfalls zur Disposition stehen. Mathieu Beda wiederum soll mit seinem früheren Klub Standard Lüttich in Verbindung stehen. Der Franzose, in den vergangenen Monaten ausgemustert, verfügt angeblich über einen gut dotierten Vertrag. Ginge er, wäre das eine Entlastung.
Im August stießen die Abwehrspieler Necat Aygün und Juan Barros zu 1860. Der 30-jährige Aygün erhielt einen Einjahresvertrag und spielt bei der U23. Barros hat den Durchbruch nicht geschafft, der 21-Jährige wurde bis zum 31. Dezember 2010 vom peruanischen Club Universitario de Deportes ausgeliehen. Der TSV kann offenbar entscheiden, ob er Barros weiter ausleiht oder kauft.