FC Bayern Müller über Barça: "Ich wüsste nicht, wo sie besser dastehen"

Thomas Müller sieht die Bayern auf einem Niveau mit Barcelona.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Der Bayern-Profi sieht sein Team bereit für ein mögliches Duell. Die Polizei durchsucht Räume des französischen Fußballverbands in der Causa Blatter/Platini. Van der Vaart könnte nach Brasilien wechseln.

Thomas Müller: Im Kampf um die Champions League sieht Thomas Müller seinen FC Bayern auf einer Stufe mit Titelverteidiger FC Barcelona um das Star-Trio Lionel Messi, Luis Suarez und Neymar. "Ich wüsste nicht, wo sie besser dastehen", sagte der Fußball-Weltmeister am Mittwoch bei "Sport1" und verwies darauf, dass Bayern in Liga, Pokal und Champions League nach wie vor gute Chancen auf das Triple hat.

Während die Bayern am kommenden Mittwoch im Achtelfinal-Rückspiel gegen Juventus Turin ein 2:2 aus dem ersten Duell verteidigen müssen, ist Barca nach einem 2:0 auswärts beim FC Arsenal der Einzug ins Viertelfinale kaum noch zu nehmen. Da könnte es dann schon zu einem Duell der beiden Branchengrößen aus Spanien und Deutschland kommen.

Bayerischer Scheiterhaufen

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"Natürlich sieht man jede Woche, wie gut die sind. Aber die können genauso gut Spiele von uns anschauen und sagen: "Ja, die sind ja auch stark!"", meinte Müller. "Falls es zu einem Aufeinandertreffen mit Barca kommen sollte, werden wir sicher gerüstet sein.

Fifa, Sepp Blatter: Im Zusammenhang mit den strafrechtlichen Ermittlungen gegen den früheren FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter sind am Dienstag die Büros des französischen Fußball-Verbandes FFF durchsucht worden. Dies teilte die Schweizer Bundesanwaltschaft einen Tag vor dem 80. Geburtstag Blatters am Donnerstag mit. Die Ermittlungen beziehen sich auf eine Zahlung der FIFA in Höhe von 1,8 Millionen Euro an den UEFA-Präsident Michel Platini aus dem Jahr 2011.

"Ich bin sehr überrascht von der Durchsuchung", sagte Blatter der Nachrichtenagentur AFP: "Schließlich ging die fragliche Zahlung nicht an den FFF oder die UEFA, sondern auf das private Konto von Michel Platini bei einer Schweizer Bank." Die ermittelnden Behörden kannten aber kein Pardon.

"Die nationale Finanzstaatsanwaltschaft Frankreichs hat gestern im Rahmen des Vollzugs des Rechtshilfeersuchens vom 14. Januar 2016 und in enger Zusammenarbeit mit der Bundesanwaltschaft eine Durchsuchung der Büros des nationalen Fußballverbundes Frankreichs in Paris durchgeführt", hieß es in einer Erklärung: "Es wurden Dokumente im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Zahlung der zwei Millionen Franken beschlagnahmt, welche unter anderem Gegenstand des Verfahrens ist.

Gegen Blatter, der Ende 2015 von der Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes FIFA gemeinsam mit Platini im Zusammenhang mit der Zahlung gesperrt worden war, läuft seit September 2015 ein Verfahren wegen des "Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung". Blatter und Platini sind zurzeit für sechs Jahre gesperrt, beide haben jedoch den Internationalen Sportgerichtshof CAS angerufen, sie wollen eine Aufhebung der Sanktion erwirken.

Fußball, Brasilien: Der ehemalige Hamburger Bundesliga-Profi Rafael van der Vaart (33) steht offenbar vor einem Wechsel nach Brasilien. Sein Berater Marcus Leite sprach mit dem brasilianischen TV-Sender Globo Esporte über Verhandlungen mit Vereinen aus der Liga des Rekord-Weltmeisters. "So einen Spieler kann in Brasilien nicht jeder verpflichten", sagte Leite. Nach seinen Angaben verhandelt er für den niederländischen Nationalspieler mit einem Verein aus Rio de Janeiro und einem aus dem Nord-Osten des Landes. "Was wir momentan mit beiden diskutieren, ist das Gehalt", führte Leite fort.

"Unser Geschäftspartner versucht, dass der Spieler ablösefrei dorthin wechseln kann", meinte Leite im Interview. Im Juli 2015 war van der Vaart ablösefrei vom Hamburger SV zu Betis Sevilla gewechselt. Der Spielmacher hatte sich durch seinen Wechsel nach Spanien einen Neuanfang versprochen. Dieser ist aber offenbar grandios gescheitert. In der aktuellen Saison kommt van der Vaart auf nur sieben Liga-Spiele. Betis will ihn von der Gehaltsliste streichen. Zuletzt war ein Wechsel nach China nicht zustande gekommen.

Putin-Sprecher zu Doping: Trotz der langen Reihe von Doping-Enthüllungen im russischen Sport spricht der Kreml weiter von Einzelfällen. "Es geht um einzelne Sportler, um einzelne Fälle", sagte der Sprecher von Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow, am Mittwoch in Moskau. "Uns tut das natürlich leid. Aber man darf die Situation nicht auf den gesamten russischen Sport übertragen", sagte Peskow nach Angaben der Agentur Interfax. Putin habe schon vor einigen Monaten die russischen Sportverbände beauftragt, jeden einzelnen Dopingfall aufzuklären.

In den vergangenen Tagen sind sieben russische Sportler bekanntgeworden, die mit dem Mittel Meldonium gedopt haben sollen. Es sind Maria Scharapowa (Tennis), Jekaterina Bobrowa (Eistanz), Pawel Kulischnikow (Eisschnelllauf), Semjon Jelistratow (Shorttrack), Alexander Markin (Volleyball), Alexej Lowtschew (Gewichtheben) und Eduard Borganow (Radfahren).

Bastian Schweinsteiger: Der DFB-Kapitän ist nach zweimonatiger Verletzungspause am Mittwoch ins Training von Englands Fußball-Rekordmeister Manchester United zurückgekehrt. Das bestätigte ManUnited-Teammanager Louis van Gaal. Schweinsteiger hatte sich im FA-Cup am 9. Januar gegen Sheffield United einen Innenbandanriss im rechten Knie zugezogen. Anschließend hatte ihm van Gaal sogar einen zweiwöchigen Urlaub gewährt, was weitere Gerüchte über den Fitnesszustand des 31 Jahre alten Mittelfeldspielers nährte. Zuletzt wurden sogar Zweifel an Schweinsteigers EM-Teilnahme laut.