Schalke-Trainer Felix Magath äußert sich im Interview über Fehlentscheidungen, sensationelle Fans und die Chance auf die Schale in den nächsten Jahren.
Herr Magath, Schalke hat mit dem 0:2 gegen Werder Bremen die letzte Chance auf die Meisterschaft verspielt. Wie ist es dazu gekommen?
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Felix Magath schimpft über Fehlentscheidungen der Schiedsrichter. (© Foto: Reuters)
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Felix Magath: Es war in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel, in der wir die bessere Mannschaft waren. Da fiel die Entscheidung - ein klares Foulspiel im Strafraum. Es ist für mich unverständlich, dass Schiedsrichter und Linienrichter die Situation anders bewertet haben. Das hat uns um das mögliche Führungstor gebracht und die Mannschaft vielleicht durcheinandergebracht. In der zweiten Hälfte war Bremen besser und hat nach 90 Minuten verdient gewonnen.
Die Fans haben Platz zwei gefeiert. Können Sie sich auch darüber freuen?
Magath: Wir können mit dem zweiten Platz sehr gut leben. Dass wir die Saison als Vizemeister beenden, hat niemand gedacht, auch ich nicht. An den Fans und der Atmosphäre hat man gesehen, dass wir völlig glücklich sein können. Wir haben eine fantastische Saison hingelegt.
Überwiegt im Moment dennoch die Enttäuschung?
Magath: Ich bedaure es, dass ich diese sensationelle Stimmung nicht genießen konnte. Ich habe mich leider zu sehr geärgert. Ich muss erst mal verdauen, dass die Meisterschaft durch eine Schiedsrichterentscheidung entschieden wurde. Es ärgert mich, dass die Schiedsrichter die Meisterschaft maßgeblich beeinflussen. Gegen die Bayern gab es auch eine Elfmetersituation, aber wir haben uns nicht öffentlich beklagt. Wenn man es einfach hinnimmt, wird man bei den Schiedsrichtern nicht respektiert. Man hat den Eindruck, die Schiedsrichter können dann machen, was sie wollen.
Die Fans haben Sie und die Mannschaft trotz der Niederlage euphorisch gefeiert. Ist dieser zweite Platz sogar ein größerer Erfolg als die Meisterschaft mit dem VfL Wolfsburg?
Magath: So etwas habe ich noch nicht erlebt, die Fans hier sind wirklich außergewöhnlich. Vor Saisonbeginn waren alle der Meinung, wir könnten froh sein, wenn wir nicht im Mittelfeld oder noch weiter unten landen. Dann haben wir mit der Europa League geliebäugelt, aber die Champions-League-Teilnahme war nicht vorherzusehen. Darüber freue ich mich genauso wie über die Meisterschaft mit Wolfsburg.
Wird es in den nächsten Jahren nicht viel schwieriger, Meister zu werden, wenn man sieht, welche finanziellen Möglichkeiten die Bayern im Vergleich zu Schalke haben?
Magath: Das Ziel gilt weiterhin. Ich habe nicht gesagt, dass wir die Bayern einholen oder auf Augenhöhe sein werden. Das ist sicher nicht möglich, dafür waren die Bayern in den letzten Jahrzehnten zu erfolgreich. Es gibt eine gehörige Lücke zwischen Bayern und Schalke, die es zu schließen gilt. Das heißt aber nicht, dass keine Meisterschaft möglich ist. Es kann so kommen, wenn Bayern schwächelt. Jede Saison wird auch nicht so laufen wie diese.
Können Sie den Bayern zum Titel gratulieren?
Magath: Natürlich kann ich Bayern München gratulieren. Es war recht eng, und man musste damit rechnen, dass sie Meister werden. Wer am Ende der Saison vorne steht, hat es immer verdient - auch der FC Bayern.
Interview: sid
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(sueddeutsche.de/sid)
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Die bösen Schiedsrichter haben die Meisterschaft entschieden? Dolchstoßlegende 2010? Auf däm Fälde onbesiegt?
Die ganze Meister-der-Herzen-Kampagne ging doch schon voll nach hinten los, gab dem Verein ein Loser-Image ("Rekord-Meister der Herzen").
Mit unüberlegten (und vielleicht auch schon bedauerten) verbalen Schüssen aus den Hüfte macht Magath aus einem überzeugenden Vizemeister wieder einen schlechten Verlierer. Das haben er selbst und die Mannschaft nicht verdient.
Lieber Herr Magath, Ihnen gebührt Respekt für die Leistung, aus dem desolaten Haufen Schalke trotz zwickender Finanzen einen Deutschen Vizemeister zu machen. Feiern Sie doch lieber diesen großartigen Achtungserfolg und gehen Sie mit Zuversicht die Saisonplanung 1010/11 an.
"Ich bin kein Verschwörungstheoretiker. "
Guter Witz :o)) Nach nur zwei Kommentaren von Ihnen habe ich genau diesen Eindruck.
"Die Kunst der Schiribeeinflussung": Was ist das? Pfeifenvoodoo? Lederkugel statt Glaskugel? Kartentricks? Magnetstollen...?
Gruß Balldieb
Anders als die Bayern hat Schalke nicht nur keinen Bonus, sondern sogar einen regelrechten Malus bei den Schiris. Zum wiederholten Male nämlich wurde Schalke in spielentscheidenden Szenen von den Schiris eklatant benachteiligt. Es ist klar, dass eine so junge Mannschaft irgendwann demoralistert wird und resigniert.
Das Problem ist, dass all diese spielentscheidenden Fehlentscheidungen gegen Schalke (z.B. in Freiburg, in Wolfsburg, gegen Bayern, in Hannover uvm.) weder von den Medien noch von Schalke selbst thematisiert wurden.
Die junge Schalke Mannschaft und die Verantwortlichen (incl. Magath!) sind da einfach auch viel zu brav, protestieren und reklamieren nie und beherrschen - anders als die Bayern z.B. - die Kunst der Schiribeeinflussung überhaupt nicht.
Ich bin kein Verschwörungstheoretiker. Kein Schiedsrichter pfeift absichtlich falsch, aber sie haben schon immer auch ihre eigene Schirikarriere im Kopf. Und wenn Schalke - anders als seine Gegner - jede Fehlentscheidung immer nur klaglos hinnimmt und zudem die Medien nie darüber berichten, dann werden die Schiris auch in Zukunft im Zweifel immer gegen Schalke pfeifen, weil sie nie in den Focus der (Medien-)Kritik kommen und somit nie ihre Schirikarriere gefährden, wenn sie bei strittigen Spielsituationen immer gegen Schalke pfeifen.
Ach Gottchen.
Jetzt sind wieder mal die Schiris Schuld, wenn S04 nicht die Qualität und den Spielwillen hat, über eine ganze Saison genug Punkte für den Titel zu sammeln.
Ist den jeder gegebene Elfer auch automatisch ein Tor?
Grad die "ach so nervenstarken" Schalker wären doch predestiniert dafür gerade einen Elfer, der sie zur Meisterschaft bringen könnte, zu vergeben.
Der Schiri ist nur einer von gut 20 Einflußfaktoren (oder mehr) auf die Meisterschaft.
Davon, dass S04 1 Woche zuvor bei Hertha eigentlich verlieren hätte müssen, weil S04 (wie in der Historie schon öfters, vgl. 33.Spieltag 2001) zu passiv und Berlin nur zu blöde zum Chancennutzen war, davon spricht Hr. Maggath nicht.
Und war's überhaupt gegen Bremen ein 100% Elfer?
Soll sich Mertesacker in Luft auflösen, wenn der Schalker einen 90-Grad-Haken läuft?
Hier kommt's auf den Blickwinkel des Schiris an.
Und das kann dann so oder so aussehen.
Und bei solch wichtigen Spielen, pfeiffen Schiris nur Elfer, wenn sie selbst 100% sicher sind, dass es (k)einer war.
Weil sonst kräht der Gegner (hier Bremens Schaf) und beschwert sich, durch einen unberechtigten Elfer, den CL-Quliplatz verpasst zuhaben.
FÜR ALLE zum mitschreiben:
egal ob Meisterschaftskandiaten, Europapokalanwerter oder Abstiegskandidaten:
JEDES Team hat 34 Spieltage Zeit, die Punkte für sein Saisonziel zu sammeln. Wenn die eigenen Stürmer ALLE Chacen zu Toren verwertet und die eigene Abwehr NIE gepennt hat, DANN ist der Schiri schuld, wenn er einen mal benachteiligt. (wenn man mal von Schirientscheidungen profitiert, dass vergessen die Verantwortlichen dann schnell gerne).
Ansonsten, lieber vor der eigenen Türe kehren und sich fragen, haben man selbst alles richtig gemacht hat, um die nötigen Punkte zusammeln.
Lieber Felix: bevor Du ausziehst, die Welt zu verbessern, geh dreimal durch Dein eigenes Haus!
"Wo da ein schlechter Verlierer sein soll?"
Im nahezu gesamten restlichen Text. :-)
Magath hat ne Riesensaison mit Schalke hingelegt. Aber eigentlich HAT Bayern DIESES JAHR geschwächelt. Die Meisterschaft war dieses Jahr mal wieder "einfach wie nie". Schaut euch mal die Punktestände von Leverkusen, Bayern und Schalke vor zehn Spieltagen an. Die haben alle in den letzen Spielen jede Menge Punkte liegen lassen.
Und dann der Showdown auf Schalke: 50 Min einen Mann mehr und doch verloren...
Und Schalke und Leverkusen waren dieses Jahr in Europa nicht tätig. Nächstes Jahr haben sie diesen "Vorteil" nicht mehr. Ergo heißt es nächstes Jahr wieder Bayern gegen Bremen und eine Mannschaft X.
Paging