Mourinho hält es nicht mehr länger mit dem allmächtigen Abramowitsch aus und verlässt den Klub. Was bleibt? Fünf Titel in drei Jahren, ein paar kernige Rüpeleien und die Frage: Kommt jetzt doch "Diver" Klinsmann? Und wer kommt eigentlich nach Hitzfeld?
Der pure Hohn: Als die Chelsea-Belegschaft nachmittags gemütlich im Kino am Fulham Broadway saß und sich "Blue Revolution" ansah, den neuesten Dokumentar-Film über die Erfolgs-Ära Roman Abramowitsch bei den "Blues" (zwei Meister-Titel, zwei Siege im Liga-Cup, ein Sieg im FA-Cup), wusste einer der Hauptdarsteller schon, dass er nicht mehr Teil dieser Story war: Jose Mourinho.
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Der Trainer hatte nach dem enttäuschenden 1:1 zum Champions-League-Auftakt gegen Rosenborg am Dienstagabend und einem anschließenden Streitgespräch mit Chelsea-Boss Abramowitsch die Brocken hingeworfen.
Per SMS informierte er am Mittwochnachmittag die Spieler John Terry, Frank Lampard und Didier Drogba ("Thanks very much lads; good luck in the rest of your careers.") über seine Entscheidung, am Abend wussten alle Akteure Bescheid und spät in der Nacht um 1.45 Uhr erschienen auf der Homepage des Klubs zwei dünne Zeilen: "Chelsea Football Club and José Mourinho have agreed to part company today (Thursday) by mutual consent." Das Ende einer wundersamen Freundschaft.
Der Rücktritt kam nicht "out of the blue", wie die Briten so schön sagen. Es musste so kommen. Alpha-Tiere kommen in den seltensten Fällen miteinander aus. Und dem Gesetz des Stärkeren folgend, flüchtete der Rüpel-Trainer nun endlich vor dem allmächtigen Millionär. Man muss kein Freund des nur bedingt sympathisch wirkenden Mannes aus Setubal sein, um seine Entscheidung zu verstehen.
Immer wieder hatte Abramowitsch ihm in den vergangenen drei Jahren in sportliche Belange hineinregiert. der Geldgeber verpflichtete - jeweils gegen Mourinhos Willen - Frank Arnesen von Tottenham Hotspur als Scouting- und Nachwuchs-Chef, den in England merklich nachlassenden Stürmer Shevchenko und zuletzt im Sommer den Israeli Avraham Grant als Sportdirektor. Die Liste der Einflussnahmen ist lange und auch für die weiteren Beteiligten meist unerfreulich gewesen.
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erst haben sie ihn als Schwalbenkönig beschimpft aber er wusste damit umzugehen hat nach jedem erzielten Tor den Diver fürs Publikum gemacht...So wurde er zum Diver!
dass klinsmann, wie im artikel erwähnt, SEIT seiner zeit bei tottenham Diver genannt wird, ist mir neu. bislang dachte ich immer, er hieß VORHER so, weil man auf der insel damals ihn und überhaupt alle kontinentaleuropäer verdächtigte, leicht zu fallen. klinsmann hat dann ja seine pressekonferenz mit tauchermaske abgehalten - soviel ironie war den briten neu. und dass er ein diver sei, hat er dann ja bei tottenham widerlegt - unter anderem dafür lieben sie ihn auch heute noch.