FC Bayern vor dem CL-Viertelfinale Stadtführer ohne Heimweh
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Franck Ribéry überrascht beim Wiedersehen mit den alten Bekannten in Marseille: Er trägt Anzug und spricht deutsch. Vor dem Viertelfinal-Hinspiel des FC Bayern in der Champions League bezeichnet der Franzose München als sein Zuhause. In Marseille liebt man ihn trotzdem. Der Rest des Landes sieht ihn weitaus kritischer.
Der Frühling hat es jetzt schon ziemlich schwer in Marseille, der Sommer drängt voran am Golfe de Lion, allein das Mittelmeer besteht bei Temperaturen von 13 Grad auf kalendarische Vorgaben. Der FC Bayern hat es auf seinen Touren durch Europa schon schlechter angetroffen, Dienstagmittag stieg seine Delegation hier in einem schönen Hotel an der Küstenstraße ab, ein paar Kilometer vom Zentrum entfernt.
FC Bayern in der Champions League Ribery trifft auf seine alte Heimat
Der FC Bayern München will im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Olympique Marseille dem Finale einen Schritt näher kommen. Besonders reizvoll wird die Begegnung für Mittelfeldstar Franck Ribéry. Der Franzose hat zwei Jahre in Marseille gespielt.
(Video: Video: SID / Foto: dpa, Foto: dpa)Einen beheizten Pool fanden sie dort vor und etwas Abgeschiedenheit von der lebendigen Hafenstadt und dem Trubel vor dem europäischen Viertelfinal-Hinspiel diesen Mittwoch gegen OM. Nur Franck Ribéry kam zunächst nicht nur Ruhe. Die Marseillais sind weiter vernarrt in ihn.
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Es gab ein großes Hallo, als der französische Bayern-Profi dort eintraf, wo er von 2005 an für zwei Jahre bis zu seinem Wechsel nach München spielte. Als er ging, haben sie ihn nach dem letzten Spiel mit einem Traktor durchs Vélodrome kutschiert. Beim Wiedersehen überraschte er seine Landsleute nun in mehrfacher Hinsicht: Er trug Anzug und Krawatte und antwortete meist auf deutsch. In den Übersetzungen mussten die Gastgeber zudem vernehmen, wie wohl sich der bald 29-Jährige in Süddeutschland fühle - von Heimweh keine Spur.
München sei "wie ein Zuhause", sprach der Flügeldribbler, "dieser Präsident, die Leute, ich bin sehr glücklich dort, und ich habe mein Niveau zurück". Delegationsleiter Uli Hoeneß und der aktuell zweitbeste Münchner Liga-Scorer pflegen ja eine Art Vater-Sohn-Beziehung, vorige Saison verbündeten sie sich früh gegen den damaligen Zuchtmeister Louis van Gaal.