Der 20-Jährige beschert dem FC Bayern mit zwei Toren in der letzten Viertelstunde das 3:1 in Bochum.
Der Jugend eine Chance, hatte Karl-Heinz Rummenigge diese Woche gefordert, Leute wie der 20-jährige Jose Paolo Guerrero sollten künftig ihre Chance beim FC Bayern erhalten. Umgehend hat Guerrero die Forderung seines Vorstandsvorsitzenden untermauert. Mit zwei späten Toren binnen fünf Minuten (76. und 81.) zum 1:1 und 1:2 bescherte Guerrero den Bayern den Sieg im Spiel beim VfL Bochum und war auch beteiligt am Tor zum 1:3-Endstand, den der Bochumer Preuß (82.) per Eigentor besiegelte.
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Ausgerechnet Roy Makaay, der eigentlich für die entscheidenden Tore zuständig ist, hatte den Bochumern in der 67. Minute den Weg zum Führungstor durch Vratislav Lokvenc geebnet. Wer will, kann darin ein Signal für einen Generationswechsel sehen. Für Trainer Felix Magath zählt indes erst einmal das Naheliegende: Sieg, drei Punkte, Tabellenplatz zwei, und Ruhe im Verein, die angesichts der insgesamt mäßigen Vorstellung nach einer Niederlage erst einmal wieder dahin gewesen wäre.
Die Bayern weckten zunächst die Hoffnung, sie würden mit aller Macht das Ruhrstadion stürmen. Owen Hargreaves setzte ein ermutigendes Zeichen in der siebten Minute mit einem Links-Schuss, den Torwart Rein van Duijnhoven nur mit allergrößter Mühe parieren konnte. Doch die Hoffnung erstarb schnell. Beide Mannschaften versuchten, das Spiel unter Kontrolle zu halten, für Risiko blieb kein Platz. Dass die stark verunsicherten Bochumer nicht mit Hurra nach vorne drängen würden, war erwartet worden.
Offensive mit wenig Unterhaltungswert
Aber auch die Bayern verfielen bald in einen gemächlichen Trott. Die nkündigung von Felix Magath, der Iraner Vahid Hashemian werde gegen seinen vormaligen Verein möglicherweise von Anfang an seine Chance bekommen, könnte der Abteilung Tarnen und Täuschen zuzuschreiben sein. Neben Makaay hat kein zweiter Mittelstürmer Platz, Claudio Pizarro kreiselte als zweiter Angreifer rund um den Niederländer, der in Halbzeit eins so gut wie nicht zu sehen war. So verging die Zeit mit vielen, vielen Zweikämpfen und taktischen Manövern, aber ohne Unterhaltungswert.
Der VfL Bochum lauerte auf Konter und versuchte, die Zuschauer vor allem mit dem Fordern von Elfmetern in Wallung zu bringen. 37 Minuten verstrichen, bis sie die erste Torchance heraus spielten, aber die hatte es in sich.
Lokvenc, von Christoph Preuß klug freigespielt, passte von rechts quer in den Strafraum, Filip Trojan rutschte knapp an der Kugel vorbei, und der von links heranspurtende Wosz traf aus spitzem Winkel nur den Fuß von Torsten Frings. Die Szene schien die Bayern zur Attacke zu animieren. Pizarros Schuss im Strafraum wurde von Sören Colding abgeblockt; das war die bis dato dickste Bayern-Chance, vier Minuten vor der Pause.
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