FC Bayern siegt gegen Frankfurt Ribérys 1:0 wie ein Befreiung

Den Bayern fehlte vor allem in der ersten Hälfte die Leichtigkeit, die Spielfreude und Kreativität. "Wir haben nicht so entschlossen gewirkt wie gewohnt", befand Heynckes. Selbst Eintracht-Trainer Armin Veh konnte seinem Kollegen nicht widersprechen und bemerkte angesichts der Grippewelle und Belastung in Reihen der Bayern mit der ihm eigenen Ironie: "Deshalb ist das Länderspiel am Mittwoch ja auch so wichtig." Dann sind Bayerns deutsche Nationalspieler schon wieder beim Test gegen die Niederlande im Einsatz.

Seiner Mannschaft wollte Veh indes nicht viele Vorwürfe machen. Kritik übte der Trainer aber am Defensivverhalten seiner Spieler kurz vor Seitenwechsel: Nach einem Eckball liefen die Frankfurter in einen Konter, eingeleitet durch Manuel Neuer, inszeniert von Javier Martínez und vollendet von Franck Ribéry. Das 1:0 wirkte für Fans, Betreuer und Spieler gleichermaßen wie eine große Befreiung. Doch noch wollte sich die Eintracht nicht geschlagen geben - und vor allem der drohenden Mini-Krise trotzen. Denn aus den letzten fünf Partien hat der überraschend starke Aufsteiger nur einen Sieg mitgenommen.

Dass schwierige Zeiten kommen würden, war aber auch den Spielern und Verantwortlichen klar - vor allem Trainer Armin Veh. "Wir sind und bleiben Aufsteiger", sagte der Coach. "Unsere Ziele werden wir nicht ändern." Soll heißen: Nach wie vor spielt die Eintracht gegen den Abstieg. So traten die Hessen in München freilich nicht auf. "Das war die stärkste Eintracht, die ich seit Jahren gesehen habe", betonte Bastian Schweinsteiger. "Die haben es uns nicht leicht gemacht." Außer in einer Szene - in der ein Schulbubenstreich für die Entscheidung sorgte.