Der FC Bayern will Stürmer Olic verpflichten, sieht den Transfer als Detail eines neuen Sparprogramms und schließt eine Gomez-Verpflichtung aus.
Hoffenheim spielte am Montag in München nur noch eine Nebenrolle. Klubmanager Uli Hoeneß hat zwar erwartungsgemäß nichts zurückgenommen von den Tiraden an die Adresse des spielstärksten Dorfklubs Europas, die auf den Beginn einer innigen Freundschaft schließen lassen. Doch zu klären hatten sie beim FC Bayern zunächst eine weitaus bedeutendere Frage: Wer stellt sich am frühen Abend beim Gruppenausflug in den Circus Krone freiwillig vor die Wand des Messerwerfers? Kapitän Mark van Bommel, ordnete Hoeneß an: "Der muss es machen." Letztlich traf es jedoch Stürmer Luca Toni.
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Uli Hoeneß ist wegen der Finanzkrise in Sorge: "Es wird auch den FC Bayern treffen." (© Foto: Getty)
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Mit dem Unterhaltungsprogramm haben sich die Münchner belohnt für die zurückliegenden Wochen und die ausschließlich positiven Resultate. Doch ob Trainer Jürgen Klinsmann demnächst mit einer weiteren Gratifikation in Gestalt kostspieliger Neuverpflichtungen rechnen darf - das ist derzeit eher unwahrscheinlich. Hoeneß, 56, ist jedenfalls in großer Sorge, wegen der globalen Finanzkrise. "Das nächste Jahr wird dramatisch", sagt er und ergänzt: "Es wird auch den FC Bayern treffen."
Hoeneß gilt seit Jahren als Mahner und hat die sich abzeichnende Baisse in den südeuropäischen Topligen und in England lange angekündigt. Allerdings passt es auf den ersten Blick nicht wirklich ins Bild, wenn jetzt angeblich auch die Bayern sparen wollen - und gleichzeitig ihren neuesten Transferplan bestätigten: "Ja, wir sind sehr interessiert und werden uns um ihn bemühen", kommentierte Hoeneß Meldungen, der FC Bayern gedenke HSV-Angreifer Ivica Olic anzustellen. Vorstand Karl-Heinz Rummenigge verbreitete bereits, Olic werde "wunderbar" zu Luca Toni und Miroslav Klose passen.
Er kostet ja nichts
Neben seinem Drang zum Tor und einer gruppendynamischen Attitüde schätzen die Bayern am kroatischen Nationalspieler Olic vor allem eines: Er ist ablösefrei. Das treffe sich gut, meint Hoeneß, denn er rechne ab Januar mit schwerwiegenden Einbrüchen auch im Geschäftsfeld Fußball. "Wir haben uns deshalb entschlossen, umzudenken und von großen Investitionen erstmal abzusehen." Den zum Juli vertragsfreien Offensivspieler Olic nennt er "einen billigen Spieler", da ja die Ablöse entfalle.
Olic, 29, käme für Lukas Podolski, der die Zusage für einen vorzeitigen Abschied zum Sommer hat und definitiv gehen wird. Und was ist mit dem allseits als verabredet geltenden Zugang des Stuttgarter Nationalstürmers Mario Gomez? Vier namhafte Stürmer mit ihm, das sähe ja nach den Transfercoups von 2006 mit Franck Ribéry und Luca Toni nach der zweiten Stufe einer Münchner Qualitätsoffensive aus.
Doch daraus wird nun wohl nichts. Einerseits habe es vom VfB bisher "nicht den leisesten Hinweis gegeben, dass sie ihn gehen lassen", betont Hoeneß. Und zum anderen verweist er erneut auf die kürzlich per Vorstandsbeschluss auferlegte Vorgabe, die Millionen auf dem Festgeldkonto beisammenzuhalten. Hoeneß sagt: "Ich bin bekanntlich kein Pessimist, aber ich sehe das, was auf uns alle zukommt, sehr dramatisch. Deshalb halte ich derzeit aus wirtschaftlicher Sicht einen so kostenintensiven Transfer wie Gomez für nahezu ausgeschlossen." Mario Gomez, 23, besitzt bis 2012 gültige Arbeitspapiere, sein Marktwert liegt bei 20 Millionen Euro.
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Toscanelli hat den besten Kommentar geschrieben. Zwar im anderen Hoeness-Forum; aber Pflichtlektüre zur Beruhigung der Gemüter! Einfach wunderbar!!!
@kurikolla: Aber Leute wie Uli oder auch Rangnick oder Daum etc. machen doch Fussball erst zu dem was es ist. Wie kommt es denn sonst, dass man am Dienstag, mehrere Tage nach dem Spiel die Gemüter noch erhitzt? Sicherlich nicht durch ein nüchternes: "Wir haben mit Glück ein Tor mehr geschossen, nächste Woche ist wieder ein Spiel"-Statement. Genauso wie Fussball furchtbar langweilig wäre ohne Schiedsrichterfehler.... oder die unangenehmen und nervenden Schweizer im Block neben mir (naja ok, auf ide kann ich verzichten...)
@1968neindanke: Jeder ist alleine für sein Image verantwortlich. Der Uli braucht doch nur einmal die Klappe zu halten. Der Ralf Rangnick übrigens auch, Das wär´s! Und nach dem Spiel gilt das besonders. Alles unreife Männer, die ihr eigenes Ego pflegen.
Ja klar wollen sie die CL gewinnen. Das wäre natürlich das höchste der Gefühle. Aber niemand erwartet es ernsthaft von ihnen. Höneß und Anhang wissen genau, dass einige andere Mannschaften qualitativ die Nase vorne haben. Und da ändert auch ein Einkauf von Gomez für 20 Mio + x nichts dran. Und mit Toni und Klose guter Form wirds für jede Abwehr der Welt schwer. An einem guten Tag und ein bisschen Glück reicht die jetzige Qualität des Kaders für den Sieg. Und alles in allem kann sich der Bayernkader schon sehen lassen. Aber nüchtern betrachtet sind die Bayern klarer Außenseiter. das wissen sie selbst. Und das Wettrüsten mit den großen englischen, spanischen und italienischen Vereinen können sie nur verlieren.
Natürlich erwartet jemand, dass Bayern die CL gewinnt: die Bayern selbst. Nur um nochmal die CL zu gewinnen, macht Hoeness noch weiter. Die Bundesliga dominieren sie doch ohnehin, und die Gruppenphase der CL zu überstehen ist auch mehr Pflicht als Kür. Nein wir alle, auch Theog insgeheim, träumen vom CL-Finale Bayern-Manchester oder Bayern-Barcelona. Damit dies wahr wird, braucht man vielleicht keinen Ronaldo für 100 Mio kaufen, aber ein Ollic sollte es eben auch nicht sein. Das ist so, wie wenn Hoeness morgen verkünden würde, den Tomutschuk nicht zu holen, weil ja im Sommer der Vertrag von Sebastian Kehl ausläuft (und man so den angsteinflösenden aber wehrlosen BVB ins Verderben stürzen könnte).
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