Ivica Olic hatte ja schon im vergangenen Herbst praktisch den Job van Gaals gerettet. Als er nach einer Verletzung zurückkam, traf er binnen weniger Tage gegen Haifa, Hannover, Juventus, Bochum und belebte die bis dahin träge Mannschaft durch seine körperliche Präsenz und ewige Rackerei. Auch das Publikum zog er damit wieder auf die Seite der Mannschaft. Seinen Stellenwert bei van Gaal hob das aber nicht entscheidend. Immer noch gilt er hinter Ribéry, Robben, Müller und auch Gomez als Offensivkraft Nummer fünf. Die Partie gegen Manchester könnte das nun nachhaltig ändern.
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Wobei Louis van Gaal den späten Erfolg aus innenpolitischen Gründen der ganzen Mannschaft zuschrieb. Und sich selbst, natürlich. "Es war schlau vom Trainer, Olic am Ende nach rechts gestellt zu haben", sagte der Trainer. Dieser Zug erwies sich abschließend als glückliche Wendung, entscheidender waren allerdings van Gaals Wechsel, mit denen er den Vergleich gegen seinen prominenten Gegenspieler Alex Ferguson tatsächlich deutlich gewann.
Die Wechsel im Verlauf der zweiten Halbzeit hatten derart entscheidenden Anteil am Endergebnis, dass sich Ferguson den Vorwurf gefallen lassen muss, das Spiel vercoacht zu haben. Bis zur 70. Minute agierte Manchester zwar mit einer erschreckend emotionslosen Beamtenmentalität, verteidigte aber bisweilen mit zehn Mann das frühe 1:0 von Wayne Rooney (nach 64 Sekunden) gewissenhaft und blockte mit einer defensiven Mittelfeld-Dreierreihe die meisten Münchner Angriffe.
Dann sprengte Ferguson überraschend sein Mittelfeld-Bollwerk, nahm Michael Carrick heraus, dazu den emsig verteidigenden Linksaußen Ji-Sung Park - und brachte mit Dimitar Berbatov und Antonio Valencia zwei Offensivkräfte. "Berbatov sollte den Ball besser nach vorne bringen, dem Team mehr biss geben", erklärte Ferguson. Doch weder er noch Valencia schafften das, und hinten klafften plötzlich Löcher.
Van Gaal hingegen brachte hintereinander Gomez (kurz darauf fiel das verdiente 1:1 durch einen abgefälschten Freistoß von Ribéry, 77.) und auch Miroslav Klose, am Ende standen mit diesen beiden, Olic und Ribéry vier Offensivspieler auf dem Rasen. Nach Kloses Antritt im Mittelfeld hätte schon Gomez in der Nachspielzeit das 2:1 erzielen können. Das gelang dann Olic. Ob dies ein Sieg des offensiven Fußballs war, wurde van Gaal später gefragt. "Ich denke das, ja." Ob dies ein süßer Sieg sei? "Süß ist das richtige Wort."
Ziemlich sauer, vielleicht sogar dauerhaft lebertranig fühlte sich die Niederlage für die Engländer an. Denn nicht nur, dass Olic ganz am Ende noch traf, in der Szene blieb auch Wayne Rooney liegen. Der Einzelkämpfer in der United-Spitze verletzte sich beim Versuch, Gomez im Mittelfeld zu stoppen und konnte wegen einer Knöchelverletzung nur mit Hilfe von zwei Betreuern den Rasen verlassen. Aus dem Stadion humpelte Rooney auf Krücken, der Verein fürchtet, es könnte der vierte Mittelfußbruch innerhalb von sechs Jahren sein.
Im Laufe des Mittwoch soll es eine Diagnose geben. "Ich glaube nicht, dass es schlimm ist", sagte Ferguson trotzig, während van Gaal bereits bedauerte: "Wayne Rooney ist der wichtigste Spieler. Ich hoffe für Manchester, dass er nicht schwer verletzt ist."
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(sueddeutsche.de/jüsc)
Führungsstreit der Linken
Diese Regel gibt es nun mal, alle Spieler (?) wissen es.
Ob sie Unsinn ist, sei dahin gestellt.
glaube an sowas wie Schicksal, WM 1966 Finale das Tor....wie haben die Engländer gegen uns seitdem in Turnieren gespielt ? Rausgeflogen.
Und auch seit dem 26.5.1999 hat MANU Bayern nicht mehr besiegt, schon garnicht im Old Trafford.
Was sagt uns das ? Die Kochen auch nur mit Wasser und m-ü-s-s-e-n siegen, was den Druck erhöht.
Unsere Flügelzange ist bis dahin fit und kann dann auch kontern.
Somit leichter Vorteil für Bayern was so nicht abzusehen war.
Sollte MANU Bayern schlagen und weiterkommen, dann waren sie wohl besser und dann haben sie es auch verdient.
Egal ob Bayern, Manu usw... wer in ein CL Halbfinale einzieht hat es einfach verdient und das sollte man dann auch anerkennen.
Nuja ... wenn sie so hinreissend spielen wie gestern in der 2.Hz, sich also nicht auf Einzelleistungen verlassen, sondern gemeinsam an einem Strang ziehen, UND damit weiterkommen, dann darf man das wohl "verdient" nennen.
Aber man muss hier aufpassen: Wenn man ManU schlechtredet, fühlen sich FCB-Fans auf den Schlips getreten, und wenn man sagt, im Rückspiel wird es schwer, ebenfalls.
Die für FCB-Fans einzig gültige Lesart ist: "ManU ist am besten, aber der FCB ist besser " ... darunter machen die es nicht. :-D
dww
PS: Zum Trikotauszieh-Gelb ... ist wirklich eine doofe Regel, aber ein Spieler in der CL sollte doch trotz allen Unverständnisses imstande sein, sich daran zu halten, oder ?
Olics Reaktion war aber wohl absichtlicher Übermut im Sinne von: "Die Gelbe gönne ich mir jetzt einfach mal" ...
Noch gestern Nachmittag wurde darüber diskutiert, wie hoch denn die Abwehrschwachen, offensiv nicht durchschlagskräftigen Bayern wohl gegen ManU verlieren wird.
Jetzt, nach diesem überragenden Spiel, bleibt nur noch die Möglichkeit, nächste Woche im Rückspiel rauszufliegen. So oder so, die Bayern kommen nicht weiter, und wenn, nur unverdient.
Aber man wird sehen, denn totgesagte leben länger!
Super! Danke Eddie... jetzt haben Sie uns allen hier schon das Ende des Rückspiels verraten und ich brauch's mir nicht mehr anschauen!
Ich beneide Sie ja um Ihre hellseherischen Fähigkeiten, aber hätten Sie das Ende nicht für sich behalten können?
Spielverderber!
Paging