Seit Wochen erntet Robben wegen seiner grauen langen Unterhose Spott. Nun kommt's noch schlimmer: Sie verstößt gegen das DFB-Regelwerk.
Bayerns Mittelfeldkünstler Arjen Robben ist an den vergangenen Spieltagen aus mehreren Gründen auffällig gewesen. Erstens wegen seiner Fähigkeit zu phänomenalen Turbodribblings; zweitens wegen seines überwältigenden Torjubels mit Trainer Louis van Gaal beim 3:2-Sieg in Bremen; und drittens wegen eines ziemlich gewagten Outfits, bestehend aus neongrünen Fußballschuhen und einer grauen langen Unterhose.
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Arjen Robben muss seine graue lange Unterhose demnächst ausziehen. (© Foto: ddp)
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Drei Tage vor dem Bundesligaspiel beim VfL Wolfsburg (Samstag, 15:30 Uhr, im Liveticker bei sueddeutsche.de) ist beim FC Bayern aber weder die Dribbelkunst noch die niederländisch-niederländische Beziehung zwischen Robben und van Gaal das beherrschende Thema - sondern die lange graue Unterhose des 25-Millionen-Euro-Einkaufs. Hohn und Spott und kritische Bemerkungen bezüglich seines Geschmacks hat sich Robben in den vergangenen Wochen schon zur Genüge anhören müssen, selbst von seiner Frau Bernadine, nun kommt zu den modischen Fragen aber eine regeltechnische.
Denn mit den langen grauen Unterhosen verstößt der Niederländer gegen Artikel 4 der DFB-Fußball-Regeln ("Ausrüstung der Spieler"). Darin heißt es unter dem Punkt "Grundausrüstung": " Werden Unterziehhosen getragen, muss ihre Farbe mit der Hauptfarbe der Hosen übereinstimmen." Und das war bei Robben an den vergangenen drei Spieltagen (2:0 gegen Hoffenheim, 3:2 gegen Bremen, 3:0 gegen Mainz) nicht der Fall, weil die Hauptfarbe der Bayern-Hose nicht grau, sondern rot war.
Bei Kleidungsfragen legen Schiedsrichter bisweilen eine gewisse Kulanz an den Tag, und "offenbar haben die Schiedsrichter zuletzt in Einzelfällen großzügig darüber hinweggesehen", sagt DFB-Schiedsrichter-Lehrwart Eugen Striegel auf Nachfrage von sueddeutsche.de. Doch mit dieser großzügigen Haltung soll jetzt Schluss sein. Am Montag habe er die Schiedsrichter nachdrücklich auf diese Regel aufmerksam gemacht, sagte Striegel. Zudem wies auch die Deutsche Fußball-Liga (DFL) die Vereine noch einmal auf diesen Punkt des Reglements hin.
Beim FC Bayern arbeiten die Verantwortlichen schon an alternativen Lösungen - die übrigens nicht nur Arjen Robben betreffen, sondern auch dessen Mittelfeldpartner Franck Ribéry, der bei seinem Kurzeinsatz gegen Mainz am vergangenen Wochenende eine lange schwarze Unterhose trug. "Wir haben bereits unseren Partner Adidas kontaktiert. Wir müssen entweder das Grau einfärben oder eine andere Hose besorgen", sagte Christian Nerlinger am Mittwoch. "Aber Adidas hat auch rote Unterhosen im Repertoire."
So wird Robben in Wolfsburg also mit einem neuen Beinkleid antreten müssen. Seine Frau und die Vertreter des guten Modegeschmacks wird es freuen - und er selbst kann sich damit trösten, dass sich wenigstens an seinen neongrünen Schuhen und seiner Fähigkeit zu phänomenalen Tempodribblings nichts ändert. Und was die graue Unterhose angeht: Vielleicht findet sie in dieser Saison doch noch einmal Verwendung. Denn in der Champions League treten die Bayern bekanntlich in weißen Trikots und weißen Hosen an - womit die helle Unterhose gemäß Regelwerk wieder erlaubt ist. Kalt genug dürfte es beim Achtelfinalheimspiel gegen Florenz am 17. Februar jedenfalls noch sein.
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(sueddeutsche.de/hec/jja)
Bergkirchweih in Erlangen
genau, die Spiele, in denen Robben mit regelwidriger Unterhose aufgelaufen ist, werden alle mit 3:0 für den Gegner gewertet. Zusätzlich bekommt der Verein einen Punktabzug von 9 Punkten wegen Wettbewerbsverzerrung -und die Bayern müssen plötzlich nach unten schauen! Wie geil wäre das denn!!!!
hach, man wird ja wohl noch träumen dürfen...
Warum muß man nun den Riesenaufwand betreiben, dem Herrn Robben eine passende Unterhose zu beschaffen?
Können nicht die Bayern einfach künftig in grauen Hosen/Trikots spielen?
;-)
Genau, Punktabzug wg. grauer Unterhosen, dann kann ja die "graue Maus" aus Bochum endlich Meister werden.......lol
Übrigen: Die Sache mit der Farbe hat einen Sinn:
Stellen Sie sich mal ein Gedränge im Strafraum vor - nehmen wir Bayern gegen Schalke. In diesem Fall konzentriert sich der Schiedsrichter auf eine Vielzahl von Beinen:
Wenn jetzt der dunkelhäutige Spieler in der "Weiße-Haut-Hose" den argentinischen Spieler in der "Schwarze-Haut-Hose" tritt und dieser dabei von einem hellhäutigen weißen Spieler, der aber ein "Tiger-Look-Höschen" trägt, selbst ins stolpern gebracht wird, wer hat dann wen gefault?
Es geht bei der Vorschrift nicht um eine Hose, es geht darum, dass Schiedsrichter in Bruchteilen von Sekunden entscheiden müssen. Wenn dabei jeder eine andere Farbe trägt, funktioniert das nicht.
Und man sage nun nicht, das sei Unfug. Es ist erst ein paar Jahre her, dass fast jeder zweite Spieler eine Radlerhose trug.
Und ein letzter Satz: Die Bayern sollten das Regelwerk doch kennen. Wieso meckern die erst, wenn andere merken, dass sie es nicht einhalten?
...sollte seine Schiris lieber mal drauf hinweisen, dass 50% aller Einwürfe bei den Profis total falsch sind. Teilweise wird einem da Slapstick angeboten...während das bei den 10 Jährigen dann abgepfiffen wird.
Die Lage bei Bayern muss für die Schreibende Zunft sehr ernst sein, wenn man o.g. Thema (?) eine ganze Seite widmen muss...
Paging