Der FC Bayern München gewinnt nach einem 0:1-Rückstand noch hochverdient mit 2:1 und sendet damit zugleich ein Warnsignal an die Konkurrenz.
Das einzig wahre Verkehrsmittel, um zu den Heimspielen des FC Bayern in Münchens Norden zu fahren, ist selbstverständlich die U-Bahn. Nicht nur, weil die Bahn das umweltfreundlichste Massenverkehrsmittel seit der Postkutsche ist, sondern weil hier auch die Stimmung der Fußballfans noch unverfälscht transportiert wird. Im Stadion ist sie unter dem Eindruck des Dargebotenen und dem Druck der Massen längst zu einem Einheitsbrei komprimiert, aber in der U-Bahn wird noch diskutiert und argumentiert statt gepfiffen und gejohlt: "Der Sturm muss endlich wieder treffen, da reicht das 2:1 von letzter Woche auch nicht", hieß es also an der Haltestelle Münchner Freiheit, und am Kieferngarten sollte die ganze "Mannschaft endlich wieder Fußball spielen". Es waren Fans von Eintracht Frankfurt, die so sprachen.
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Gerade noch dreifach gepunktet: Louis van Gaal klatscht nach dem Spiel ab. (© Foto: dpa)
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Die Wortbeiträge hätten ebenso gut aus dem nebendran sitzenden Fanlager der Bayern stammen können, so nah waren sich die beiden Teams mit den so unterschiedlichen Ansprüchen in der jüngeren Vergangenheit gekommen. Nur 90 Bundesliga-Minuten und einen viel zu niedrig ausgefallenen 2:1-Sieg später allerdings hatte der FC Bayern mit spielerischen Mitteln eine Kluft zwischen sich und dem potentiellen Kandidaten für das Mittelfeld der Tabelle gerissen. "Wir hatten einfach nicht den spielerischen Mut", räumte Frankfurts Trainer Michael Skibbe denn auch ein. Genau diesen Mut hatten die Münchner bewiesen und damit ein ziemliches Kontrastprogramm zu den vergangenen Wochen geliefert.
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Die Konkurrenz sollte diesen Sieg der Bayern, so unscheinbar er auf dem Ergebniszettel wirkt, als Warnsignal werten. Was eignet sich besser zur Reparatur eines angeknacksten Selbstvertrauens, als einen völlig überraschenden 0:1-Rückstand letztlich doch noch in ein 2:1 zu verwandeln? Und das Ganze in der Gewissheit, dass eigentlich ein 6:1 verdient gewesen wäre? Trainer Louis van Gaal war keineswegs einem tückischen Rechenschieber aus der eigenen Merchandising-Abteilung auf den Leim gegangen, als er meinte: "Ich habe 14 große Chancen gezählt." Beinahe die Hälfte davon ging auf das Konto von Luca Toni. Der diesmal unermüdlich schuftende Italiener hätte sich alleine in diesem Spiel an die Spitze der internen Torschützenliste setzen können.
Masterplan des Trainers
Tatsächlich fügt sich Toni trotz seiner Abschlussschwäche ein in eine Art Renaissance des etablierten Personals beim FC Bayern. Während die Neuerwerbungen Danijel Pranjic und Anatolij Timoschtschuk auch gegen Frankfurt Schwierigkeiten bei der Akklimatisation in München offenbarten, trieb vor allem Mark van Bommel seine Mannschaft voran. Der Kapitän führte gleich zwei Statistiken an: die des zweikampfstärksten Spielers und die des Spieler mit den meisten Ballkontakten. Dazu passte, dass der schon längerem in Bayern beheimatete Verteidiger Daniel van Buyten das 2:1 erzielte.
Und dennoch war es letztlich weder das große Spiel des unermüdlichen Toni, des umsichtigen van Bommel oder des umtriebigen Thomas Müllers, sondern ein Triumph des Kollektivs - und damit ein Sieg für Trainer van Gaal. Sogar das Gegentor wenige Sekunden nach der Einwechslung von Arjen Robben für Miroslav Klose schien in van Gaals Masterplan berücksichtigt: "Wenn ich Robben und Gomez einsetze, ist das immer schlecht für die Ordnung." Allerdings war es wohl eher Patrick Ochs, der mit einem feinen Pass auf Torschütze Alexander Meier Unruhe im gesamten Defensivverbund der Münchners stiftete (59.) und außerdem van Buytens Seelenfrieden störte: "Nach dem 0:1 habe ich mich schon gefragt. Oh, da ist jetzt richtig was los, wenn wie das nicht mehr rumdrehen."
In den Jubelmodus
Viel nachhaltiger wirkten sich Robben und Gomez fortan auf die Ordnung von Frankfurts Defensive aus. Bei einer hohen Flanke von Müller war es Gomez, der mit diversen Körperteilen vor Torhüter Nikolov am Ball war. Robben musste nur mehr abstauben (70.), weshalb das Arena-Publikum mal wieder seine Launenhaftigkeit unter Beweis stellte und von Pfeifkonzert auf den Anfeuerungsmodus umschaltete. Und wenig später wieder zurück auf Pfeifkonzert. Denn Louis van Gaal nahm Luca Toni vom Feld und brachte Verteidiger Martin Demichelis beim Stande von 1:1 (86.). Es war sein Masterwechsel.
Van Buyten stürmte nämlich fortan, stellte mit seinem Siegtor per Kopf den Jubelmodus her, und entsprechend souverän moderierte der Trainer die Pfiffe gegen seine Rochaden: "Wir sollten mit dem Tor nicht immer nicht bis zur letzten Minute warten. Das mögen die Münchner nicht so gerne." Den Frankfurter Fans in der U-Bahn waren die Münchner Vorlieben wahrscheinlich so was von egal, aber zweifelsfrei überliefert ist das nicht: Zurück in die Innenstadt ging's mit dem Auto.
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(sueddeutsche.de/ebc)
Führungsstreit der Linken
Welche Zeichen setzt der FCB in dieser Saison?
Das einzige Zeichen, was er gesetzt hat, ist die große Menge Geld für neue Spieler. Ansich müssten die Kickers vom FCB haushoch vorne stehen und sich erst gar keine Gedanken machen müssen, ob sie ins Pokalfinale oder ins Endspiel der Championsliga gelangen. Man freut sich über einen mühsamen Sieg gegen schlechte Frankfurter. Woher diese Bescheidenheit?
Warum letztes Jahr so überkritischbei durchschnittlichen leistungen und dieses Jahr so nachsichtig bei katastrophalem Fussball.
Klar hatte man gegen frankfurt die mehreren und besseren torchancen. schlecht war die leistung trotzdem. Das man besser als frankfurt ist sollte eine selbstverständlichkeit sein....
So schlecht wie frankfurt war ist es für den FCB Pflicht so ein team deutlich mit 3 ,4 Toren differenz zu besiegen. Doch man brauchte letztendlich sehr viel glück um überhaupt zu gewinnen. Man stelle sich vor man hätte frankfurt nicht das mögliche 2:0 wegen falschen
Abseits abgepfiffen.... dann wöäre van Gaal vielleciht schon fast evrgangenheit...und vielleicht wäre das nicht das Schlechteste für den FCB gewesen.
Welch unglaubliche Leistung: da wird zu Hause der ewige Titan des Weltfußballs - Eintracht Frankfurt! - in der 88 Minute geschlagen, und die Spieler feiern diesen verdienten Triumph wie dereinst den Sieg der CL. van Gaal wiederum freut über die Richtigkeit einer kleinen Entscheidung, als habe er den Titel "Bester Trainer aller Zeiten" gewonnen. Und in der SZ lesen wir bei Hr. Prantl sogar von dem "Masterplan" des Trainers und einem "Warnsignal" an die Konkurrenz.
Sicherlich klingelt noch heute das Telefon beim FCB und Bordeaux sagt das Rückspiel ab: sie verzichten gewiss lieber auf drei Punkte, als gegen diese so großartige Mannschaft aus Bayern überhaupt anzutreten. Und die Fifa beendet den laufenden Wettbewerb und übergibt dem FCB auf Knien alle Pokale des Weltfußballs. Denn hey, diese Mannschaft hat die Eintracht geschlagen. Und das sogar verdient!
Man darf aber nicht vergessen, dass Van Bommel ein destruktiver Spieler ist, aber auch Schweinsteiger ist nicht kollektivfähig mit seiner Spielanlage.
Nach wie vor sind Freistösse oder Ecken, sprich Standardsituationen, belanglos beim FC .B. Es gibt keinen Vollstrecker für Standardsituationen. Schüsse aus der 2ten Reihe gehen regelmäßig daneben, d.h. in die Hose. Unglaublich, es gibt KEINEN zuverlässigen Weitschützen und KEINEN Flanken- und Eckengeber.
Mein unbedingter Vorschlag: Es wäre gut wenn in der SZ jede Woche oder jeden 2ten, oder 3ten Tag ein Spieler des FC B unter die LUpe genommen wird und mit anderen Spielern in der STatistik verglichen wird. Nur so findet eine Offenlegung der Fähigkeiten statt, durch Fehlpässe, Zweikampfstärke, Zielgenauigkeit bei Standardsituationen, Sprint udn Antrittsstärke, zurückgelegte Wegstrecke, Kompfballstärke.........es gibt soooo viele Parameter, die man mal genau beleuchten müsste.
Ich glaube sowieso, dass ohne die Kenntniss dieser Statistiken ein guter Fußballjournalismus nciht möglich ist.
Was ungemein nervt in den Medien: Jeder Bericht stellt 100 mal den Trainer in Frage....."wie lange hat van Gaal noch..:" Derartiger Sensationsjournalismus geht mir derart auf den Keks, das hat mit Sport nix aber auch rein gar nix zu tun.
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