Christian Lell gerät zunehmend in die Kritik und Philipp Lahm kann nur auf einer Seite spielen. Der FC Bayern hat auf der Außenverteidiger-Position ein Problem.
Wenn ein Großklub das Gefühl hat, sein Spiel gerate auf die schiefe Bahn, dann hat er zwei Möglichkeiten zur effektiven Reaktion. Die eine, die der FC Barcelona vorstellte, wird den Klub in der Summe mehr als 35 Millionen Euro Transfergeld kosten. Die andere, die der FC Bayern in Berlin wählte, kostete in Minute 58 zunächst einmal nicht mehr als ein paar Trainerworte: Christian Lell raus! Philipp Lahm von links außen rüber nach rechts außen! Schieflage halbwegs austariert. Aber dies ist nur eine interne Zwischenlösung, eine Rochade für einen Nachmittag.
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Die rechte Bayern-Seite mit Lell (links) und Schweinsteiger fällt gegenüber der linken arg ab. (© Foto: dpa)
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Der FC Barcelona hat auf die Tatsache, dass seine rechte Seite schwächer als die linke war, vor Saisonbeginn grundsätzlich reagiert: Er löste Daniel Alves, 25, beim FC Sevilla aus. Und dieser Brasilianer hat mit dem Berliner Spiel der Bayern nicht nur sehr indirekt dadurch zu tun, dass er der Bruder von Alex Alves ist, jenes rundlichen Stürmers, der einst die Hertha mit seinen Eskapaden in den Wahnsinn trieb. Alves und Lahm eint auch eine Botschaft: Starke Außenverteidiger sind rar und sündteuer, neben Stürmern mit Torgarantie fast die teuersten Exemplare im Markt.
"Einen Blackout unseres Rechtsverteidigers" hatte Manager Uli Hoeneß beim 0:1 diagnostiziert, als Lell staunend und starr dem Ball auf dessen endloser Reise zusah, während Herthas Woronin den Tagschläfer überholte und ins Tor köpfte. Nicht nur dieser Schreckensmoment wird die Bayern in der Personalsorge bestärkt haben, dass sie für die kommende Saison neben Stürmer (Olic/HSV) und Mittelfeldmann (Timoschtschuk/St.Petersburg) dringend noch einen Außenflitzer benötigen.
Rechts wie links gibt es Vakanz: Sagnol hat aufgehört, Oddo ist bald wieder fit, konnte aber kaum mehr als Lell überzeugen, Altintop mag nur ungern verteidigen und Lahm kann zwar viel, aber gleichzeitig rechts wie links, das packt selbst er nicht. Klar ist: Ein Außendarsteller, der gut ist wie Alves und günstig wie Lell, ist nicht zu finden.
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(SZ vom 16.02.2009)
Ist ein bisschen verwunderlich dass so viele den Fehler von Lell auf den Rensing schieben. Die Bayern sollten sich den Rafinha holen, damit würde viel mehr Schwung in den Außenpositionen kommen & beim Rensing sollte man sich noch Zeit lassen um da ne Beurteilung von sich zu geben, ich verstehe J. K. aber nicht, dass er van Buyten, Breno & Altintop auf der Bank schmoren lässt.
Wieso kaufen sich die Bayern eig andauernd so alte Spieler: Toni, Klose, Tymoschtschuk, Olic... wie wärs mal mit nen Jungen Stürmer?!
Meine favorisierte Aufstellung:
Adler/Neuer
Rafinha Breno Mertesacker Lahm
Demichelis Cana
Renato Augusto/van der Vaart/Diego Ribery
Pandev Vagner Love/Jo
Verstehe einer Klinsmann, in der Nationalmannschaft will er einen 'Zweikampf' zwischen Lehman und Kahn, bei den Bayern gibt es nur den Rensing.
"...wenn die Böcke zur Regelmäßigkeit werden" - vielleicht sollte man ihn mit Podolski ziehen lassen?!
Zu lange hat der FC Bayern den Rensing vertröstet, als Kahn noch vor ihm stand. Nun steckt der FC in der Falle: er muss den Rensing durchschleppen, auch wenn der den Erwartungen nicht entspricht. Der Erste der Liga - Drobny - und der Letzte der Liga - Bailly - haben weit bessere Torleute als der FC Bayern. Nur nicht drüber reden! Dabei - mit Rensing wird es für Bayern schwer, Meister zu werden. Wo steht denn Bayern, obwohl es ansonsten ein spielerisches Potential hat, von dem andere nur träumen können??
"Jürgen Klinsmann und ich bin ein großer Fan von ihm, hat versagt. Er will offensiv spielen, schnell direkt und modern." - dazu braucht er aber auch die geeigneten Spieler. Das Managment hat versagt. Was haben die, seit Ribéry, nicht alles für 'Schrott' gekauft. Die meisten Spieler, die beim ruhmreichen FCB bleiben durften, kann man größtenteils nicht 'besser machen'. So sieht es nun mal aus.
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