FC Bayern München Sammer widerspricht Hoeneß: "Dummes Zeug"

Sportvorstand Matthias Sammer (r.) kritisiert Uli Hoeneß: "Bei uns ist in keiner Sitzung wichtig, das Triple zu holen."

(Foto: REUTERS)
  • Der Sportvorstand des FC Bayern grenzt sich verbal von Ex-Präsident Uli Hoeneß ab.
  • Finanziell erreichen den Klub dagegen positive Neuigkeiten.
  • Auch einige Bestmarken können die Münchner verbessern.

Sportvorstand Matthias Sammer von Bayern München ist am Rande der Aufholjagd gegen Juventus Turin überraschend auf Konfrontationskurs zu Ex-Präsident Uli Hoeneß gegangen. "In dieser Phase ist es nicht wichtig, über dummes Zeug zu reden. Bei uns ist in keiner Sitzung wichtig, das Triple zu holen. Wir leben das nicht mit Worten vor, sondern mit Taten", sagte Sammer vor dem Spiel bei Sky.

Hoeneß hatte am vergangenen Sonntag bei seiner Laudatio auf Triple-Trainer Jupp Heynckes betont, auch dessen Nachfolger Pep Guardiola wolle unbedingt den Dreifach-Erfolg aus deutscher Meisterschaft, DFB-Pokal und Königsklasse. "Ich bin Sammer, und das andere sagt Uli Hoeneß. Ich bin jeden Tag mit Pep zusammen, und ich kann das nicht bestätigen. Das stimmt einfach nicht", sagte Sammer weiter.

"Es ist doch völlig unrealistisch, diese Dinge so zu benennen"

Auch nach dem Spiel rückte der Sportchef nicht von seiner Meinung ab. "Dass wir das Triple gewinnen sollen, ist dummes Zeug - nicht mehr und nicht weniger", sagte er und fügte an: "Wie oft haben wir in der Geschichte von Bayern München - auch mit Uli Hoeneß - dieses lächerliche Triple gewonnen? Einmal! Wir geben uns Mühe, aber es ist doch völlig unrealistisch, diese Dinge so zu benennen."

Vorrangiges Ziel sei der vierte Meistertitel in Serie - und zwar schon seit Saisonbeginn. "Da können wir nicht anfangen, irgendwelche anderen Dinge zu benennen", sagte Sammer: "Auch, wenn Uli das gut gemeint hat, muss ich das als sportlich Verantwortlicher korrigieren, weil das völlig falsche Prioritäten setzt und ein bisschen unglaubwürdig ist, weil wir das die ganze Zeit nicht gemacht haben."

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Millionen-Einnahmen für die Bayern

Selbst wenn die Münchener das Triple nicht gewinnen sollten, hat der Klub in der Champions League bereits jetzt viele Millionen eingenommen. Nach dem Viertelfinal-Einzug hat der Rekordmeister 79 Millionen Euro an Einnahmen sicher. Die Bayern haben allein 31 Millionen Euro an Prämien von der Europäischen Fußball-Union eingespielt. Dazu kommen inklusive des am Freitag (12.00 Uhr) auszulosenden Duells in der nächsten Runde geschätzte Ticketeinnahmen von 25 Millionen Euro bei fünf Heimspielen. Aus dem Marktpool stehen dem FC Bayern weitere rund 23 Millionen Euro zu.

Dazu brachen die Bayern am Mittwochabend gleich mehrere Rekorde. Zum 15. Mal hat der Klub das Viertelfinale der Champions League erreicht. Damit stehen die Münchener öfter in der Runde der letzten Acht als jeder andere Verein. Platz zwei teilen sich Real Madrid und der FC Barcelona (jeweils 14 Teilnahmen).

Zehnter Heimsieg in Serie

Mit dem Erfolg gegen Juve konnten die Bayern auch ihre starke Heimserie ausbauen. Die letzten zehn Königsklassen-Partien in der Allianz Arena hat der deutsche FCB alle gewonnen - und das bei einem Torverhältnis von 40:6. Vor dieser Erfolgsserie gab es im Halbfinal-Rückspiel gegen Real Madrid am 29. April 2014 ein 0:4. Es war die höchste Niederlage überhaupt in den bislang 101 Heimspielen des FC Bayern in der Champions League.

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