Zum anderen wollen die Bayern diesen 23. Mai aber auch als Tag des Aufbruchs werten. Platz zwei ist geschafft, die direkte Qualifikation für die Champions League erreicht, finanzielle Planungssicherheit geschaffen. Nun können Hoeneß & Co. (wobei unter Co. vor allem Christian Nerlinger fällt, der ab 1. Juli als Sportdirektor arbeitet, wie Hoeneß am Samstag bestätigte) die Komposition des neuen Kaders angehen. Denn was sie in den anstrengenden Klinsmann-Tagen wie in der befriedigenden Heynckes-Zeit erlebt haben, kann sie nicht zufrieden stellen.
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Wer neben den bereits feststehenden Zugängen Anatolij Timoschtschuk (Zenit St. Petersburg, Mittelfeld), Alexander Baumjohann (Borussia Mönchengladbach, Mittelfeld) und Ivica Olic (Hamburger SV, Angriff) konkret kommt, ist noch ungewiss. Aber Hoeneß wäre nicht Hoeneß, wenn er nicht große Worte wählen würde: "Da wird einiges passieren. Wir werden eine sehr attraktive Mannschaft haben."
Die Torwart-, die Außenverteidiger- und die Angreiferposition gelten als die Haupt-Baustellen in der Mannschaft. Doch vielleicht verschieben sich auch noch einmal die Akzentuierungen. Denn gegen Stuttgart lieferte Torwart Jörg Butt wie schon in den vergangenen Wochen eine gute Leistung ab. Der gab sich nach dem Spiel wortkarg: "Ich habe keine Lust, direkt nach dem Spiel über die neue Saison zu sprechen. Wir gehen jetzt erstmal in Urlaub." Und andererseits müssten die Bayern-Bosse nach den Saison-Leistungen der Innenverteidiger im Allgemeinen und der Leistung der Innenverteidiger van Buyten und Demichelis gegen Stuttgart im Speziellen auf dieser Position höheren Handlungsbedarf sehen als auf der Planungsstelle im Tor. Doch auch das Festgeldkonto der Bayern ist nicht unerschöpflich.
Am heftigsten flirten die Bayern derzeit mit Stuttgarts Angreifer Mario Gomez. "Er ist ein sehr interessanter Spieler", sagte Hoeneß am Samstag. "Ich würde ihn kaufen", sagte Franz Beckenbauer. Am Sonntag im DSF-Doppelpass wurde Hoeneß noch offensiver: "Wir werden uns um ihn bemühen", sagte er: "Wir werden nächste Woche Gespräche führen. Ich bin da relativ optimistisch." Der deutsche Rekordmeister sei finanziell in der Lage, für den noch bis 2012 an den VfB gebundenen Gomz auch 30 Millionen Euro oder mehr zu bezahlen, bestätigte Hoeneß.
Daneben muss Bayern aber aufpassen, dass Hoeneß' Satz "Da wird einiges passieren" sich nicht ins Negative verdreht. Denn es könnte durchaus auch passieren, dass in der kommenden Saison Franck Ribéry nicht mehr das Trikot der Bayern trägt. Seine Frau soll sich bereits in Madrid nach einem Haus umgeschaut haben, heißt es. Hoeneß betonte jedoch: "Er hat noch zwei Jahre Vertrag ohne jegliche Ausstiegsklausel."
Alles Spekulation, wehrt Hoeneß ab, und kein Thema für ein Gespräch 45 Minuten nach dem letzten Saisonspiel. Ab Montag gehe es um die neue Saison, dann komme auch der neue Bayern-Trainer Louis van Gaal zu Gesprächen nach München, und bis zu seinem Urlaub am 12. Juni würde der FC Bayern schon die eine oder andere Personalie bekannt geben.
Das Experiment Klinsmann ist endgültig vorbei. Das nächste Experiment kann kommen.
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Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...
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(sueddeutsche.de/aum/aho)
Totilas und sein Reiter
Vielen Dank! Sie verstehen es, aus welchen Gründen auch immer (vielleicht hat's ja auch mit Ihrer Aussage "Nie mehr FC Bayern" zu tun, aber es verlangt ja keiner von Ihnen, dass Sie wieder für den FCB spielen, haben Sie schon für den FCB gespielt?) einem das Wort im Mund umzudrehen...
... aber (ich weiß nicht, ob Sie je Fußball gespielt haben oder eine Mannschaft trainiert haben...)
was soll dieser Hinweis auf AH-Fußball.
Ist guter Fußball vom Alter abhängig? Spielt ein 19jähriger automatisch besser als ein 29jähriger?
Klar, dass Leute, die den FCB nicht mögen, tolle Ratschläge geben. Aber nicht zum Wohl des FCB, oder?
Gut, dass die Spiele auf dem Platz entschieden werden und nicht in so einem Forum. Sie werden es nicht verhindern können, dass Bayern nächstes Jahr wieder Meister wird, tut mir Leid (für Sie)!
Schon vergessen, es waren die Bayern, die unbedingt Klinsmann als neuen Trainer wollten. Und Klinsmann hat den Bayern sicher nicht 'das Blaue vom Himmel erzählt'. Der FC Bayern, dieser 'satte Diktator', wie ihn die Gazzetta dello Sport nannte, wird es nächste Saison bestimmt nicht leichter haben, weder in der Bundesliga und auch ganz bestimmt nicht in der Champions League. Fußball mag zwar ein einfaches Spiel sein, aber mit AH-Fußball eines Otto Rehhagel, oder 'Jupp' Heynckes, wird man allerhöchstens Zweiter (wenn überhaupt). ;-)
Absolut richtig, was "Prediger1" zu Uli Hoeness ausführt. Uli ist unumstritten einer besten Manager im Sportbereich weltweit und wahrscheinlich auch aller Zeiten. Ich bin mir sicher, alle Sportvereine würden ihn mit Handkuss und sofort nehmen.
Natürlich macht auch ein Uli H. mal einen Fehler; ist einer unter uns , der keine Fehler macht? Sicher nicht!
Sein größter und teuerster Fehler war sicher das "Experiment Jürgen K." Und das ist den Bayern in vielerlei Hinsicht teuer zu stehen gekommen, denn es ist (leider) gewaltig misslungen.
Wir sollten uns alle daran ein Beispiel nehmen. Leute, seid vorsichtig, wenn euch jemand (egal ob Bankberater, Führungskräfte in Unternehmen, Berater von Versicherungen oder sonstige "Visionäre") das Blaue vom Himmel erzählen und das Ganze sich dann als große Enttäuschung herausstellt.
Fußball ist ein einfaches Spiel. Und das soll es auch bleiben, keine Wissenschaft, die solche selbsternannten "Gurus" wie Jürgen K. braucht.
Wie sagte Otto Rehagel: "Die Wahrheit liegt auf dem Platz".
Nicht auf dem Overhead-Projektor.
Hoeness repräsentiert die alte Elite, die wir nach der Bankenkrise wieder brauchen. Kritisch, stark, erfahren, konzeptuell - keine heiße Luft wie die "Postmodernen"...
http://ethischer-realismus-workgroup.blog.de/2009/05/25/abrechnung-klinsmann-un-heile-welt-6171994/