Der Wechsel von Anatolij Timoschtschuk zum FC Bayern wird immer wahrscheinlicher. Die Vereine dementieren jedoch, dass schon endgültige Einigkeit erzielt wurde.

An vielen Positionen feilt der FC Bayern derzeit an seinem Kader für die neue Saison. Fest steht bisher: Lukas Podolski geht, der Mönchengladbacher Alexander Baumjohann kommt, der Hamburger Ivica Olic ebenso. Eine der wichtigsten Planstellen auf dem Spielfeld ist bei diesen Überlegungen die Position des defensiven Mittelfeldspielers.

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Anatolij Timoschtschuk (rechts) nach dem Sieg im Uefa-Pokal mit dem russischen Präsidenten Dmitrij Medwedjew. (© Foto: dpa)

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Schon seit Monaten ist dafür der Ukrainer Anatolij Timoschtschuk, 29, im Gespräch, derzeit noch in Diensten des russischen Uefa-Pokal-Siegers Zenit St. Petersburg. Am Montag meldete die Bild bereits den Vollzug des Transfers: Timoschtschuk und der FC Bayern hätten sich geeinigt.

"Wir haben mit dem Spieler Einigkeit erzielt und gehen davon aus, dass er am 1. Juli zu uns kommt. Mit Zenit gibt es noch keine Einigung über den Termin", sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß am Montag. Der St. Petersburger Pressesprecher Alexej Petrow sagte zu sueddeutsche.de, dass es noch keine Einigung zwischen den Vereinen gebe: "Anatolij Timoschtschuk ist Spieler von Zenit St. Petersburg. Mehr gibt es dazu im Moment nicht zu sagen."

Die Bild hatte in ihrer Meldung eine Transfer-Möglichkeit beschrieben, nach der die Münchner den Ukrainer jetzt schon kaufen, aber für ein halbes Jahr wieder nach St. Petersburg verleihen. Hintergrund wäre unter anderem, dass Timoschtschuk in der Champions League nicht spielberechtigt wäre. Dieses Modell, so viel steht seit zwölf Uhr fest, ist nicht mehr möglich. Denn um zwölf Uhr stand Timoschtschuk nicht auf der Transferliste, und wer zu diesem Zeitpunkt nicht auf der Transferliste steht, kann in der Winterpause nicht mehr den Verein wechseln.

Die Verhandlungen um den Timoschtschuk-Transfer gestalteten sich auch deshalb so schwierig, weil der Ukrainer einen interessanten Passus in seinem Vertrag hat: Danach kann er ab März 2009 St. Petersburg für eine festgeschriebene Ablösesumme (hartnäckig kolportiert: 14 Millionen Dollar) verlassen. Das aus deutscher Transfersicht ungewöhnliche Datum ergibt sich, weil Russland nach dem Kalenderjahr spielt, und die Spiele selbst im März beginnen.

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(sueddeutsche.de/aum/mikö)