Bayern-Manager Uli Hoeneß und Bayern-Präsident Franz Beckenbauer geben gemeinsam ein Zeitungsinterview - und kritisieren ihren Trainer Louis van Gaal massiv.
Die Führungsspitze von Bayern München hat Trainer Louis van Gaal so scharf wie nie zuvor kritisiert und seine Zukunft beim deutschen Rekordmeister damit infrage gestellt. "So ein großes Unternehmen, wie es der FC Bayern geworden ist, lässt sich nicht mehr allein von einer Person führen. Louis van Gaal ist der Meinung, dass er alles selbst regeln muss", sagte Manager Uli Hoeneß in einem Interview mit der Bild-Zeitung, das er gemeinsam mit Präsident Franz Beckenbauer gab . Bestes Beispiel sei der Streit zwischen van Gaal und Weltmeister Luca Toni, den der niederländische Coach alleine führen wolle: "Aber alles schafft ein einzelner nicht." Auf die Frage, ob van Gaal oder Toni im nächsten Sommer noch beim FC Bayern seien, gab es kein Treuebekenntnis von Hoeneß für den Coach: "Schwierig zu sagen. Im Moment gibt es eine gewisse Problematik zwischen Trainer und Spieler." Bis zur Winterpause gebe es noch fünf Bundesliga- und zwei Champions-League-Spiele, die müsse man abwarten: "Ich kann nicht immer sagen: Es ist alles super, wenn wir Achter sind."
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Uli Hoeneß kritisiert Trainer Louis van Gaal. (© Foto: dpa)
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Bayern-Präsident Franz Beckenbauer fügte im Stil eines Schulmeisters hinzu, dass der 58 Jahre alte "Tulpen-General" van Gaal lernen müsse, "Vertrauen und Verantwortung zu delegieren". Er wolle in der Öffentlichkeit die unterhaltsame Seite nicht zeigen, "weil er gerne als Autoritätsperson dasteht".
Hoeneß untergrub in dem Interview auch die fachliche Autorität des ehemaligen Champions-League-Gewinners, der ein 4-3-3-Spielsystem bevorzugt. "Wir haben mit van Gaal vor dem Robben-Transfer klar besprochen, dass man mit diesen Spielern auch 4-4-2-spielen kann. Wir wollen 4-4-2 spielen", sagte Hoeneß. Der 25-Millionen-Euro-Transfer von Robben sei nur abgewickelt worden, weil der Niederländer im Gespräch mit van Gaal versichert habe, auch im rechten Mittelfeld zu spielen.
Eine mögliche Lösung für die Zukunft sei laut Hoeneß, dass Trainer, Vorstand und alle weiteren Beteiligten erkennen müssten, dass sie kooperieren müssen: "So eine geballte Kompetenz hatte Louis van Gaal bislang in keinem seiner Klubs. Vielleicht tut er sich damit im Moment noch ein bisserl schwer." Die Vereinsspitze wolle ihm mit ihrem Wissen nur helfen und ihm einen Teil "der großen Verantwortung hin und wieder abnehmen".
Der Manager, der bei der Jahreshauptversammlung am 27. November auf den Präsidentenposten wechseln soll, schloss Neuverpflichtungen in der Winterpause aus: "Nein, wir werden mit Sicherheit keinen Spieler kaufen. Eher den einen oder anderen unzufriedenen Spieler abgeben, wenn er gehen will."
Der an der Patellasehne verletzte Superstar Franck Ribery sei am vergangenen Dienstag unter Vollnarkose an den Zähnen behandelt worden. In der kommenden Woche soll der Franzose laut Hoeneß ins Training zurückkehren.
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(sueddeutsche.de/sid/aum)
Führungsstreit der Linken
Ich frage mich ob Hoeneß für seine Äußerungen auch Strafe zahlen muss. Wäre zumindest angemessen.
Ansonsten sollte sich der FC nach neuem Personal umschauen. Wenn schon nicht bei der Mannschaft, dann doch beim Management. Hoeneß hat unglaubliches für den FC geleistet, aber seine Zeit ist vorbei.
"Mit dreissig Mio oder mehr Ablöse gehört er zu den teuersten Spielern überhaupt, wenn man sich allerdings die Namen jener betrachtet, die dieses Geld gekostet haben, dann frage ich mich-wie auch andere-was Gomez in diesen Regionen verloren hat. "
Für Stuttgart war er das Geld wert, wer nun Gomez haben wollte, musste so viel auf den Tisch legen.
Und Gomez ist nunmal der Stürmer mit dem größten Potenzial aller deutschen Stürmer und die Bayern wollten ihn.
Den Marktwert hat sich Gomez bei Stuttgart verdient.
Er ist auch noch jünger als Eto'o und hat seine besten Jahren noch vor sich.
Ich behaupte ja nicht, dass Gomez ein Schlechter ist, deshalb habe ich den Vergleich mit Eto gebracht-da er eine ähnliche Ablösesumme gekostet hat, muss man ihn z.B. mit Eto vergleichen dürfen.
Mit dreissig Mio oder mehr Ablöse gehört er zu den teuersten Spielern überhaupt, wenn man sich allerdings die Namen jener betrachtet, die dieses Geld gekostet haben, dann frage ich mich-wie auch andere-was Gomez in diesen Regionen verloren hat.
Aber man sollte die Fehler nicht bei diesem Transfer suchen, es ist nur eines von vielen Beispielen.
Seit Jahren werden bei Fans Erwartungen geweckt, die nicht erfüllt werden können, Bayern ist nicht DER internationale Top-Verein, der er vorgibt-in erster Linie Hoeness-zu sein.
...und wenn es dann nicht läuft, ja, dann ist der Trainer schuld!
(wer hat denn Klinsmann geholt, wer hat seinerzeit Rehagel verpflichtet, jetzt denn mürrischen Van Gaal-jeder Ahnungslose wusste, dass all dies nicht gutgehen wird-der einzige, der regelmässig austeilt aber nichts einstecken kann ist Uli H.-that´s it)
Mit der Äußerung, dass beim VfB das gesamte Spiel auf Gomez zugeschnitten war, meinte ich wesentlich mehr als nur die quasi "spielerische" Ebene. Das ging mehr ins Psychologische: Er war Chef auf dem Platz, und auch wenn er mal ein Gurkenspiel geliefert hat (was ja durchaus vorkam) war er gewissermaßen unantastbar. Genau das ist beim FCB anders. Natürlich kann er weiterhin Tore machen (und hat das ja schon getan und in manchen Situationen wirklich Pech gehabt). Was ich vorhin meinte: Er muss sich mit einer für ihn völlig neuen Rolle arrangieren. M.E. hat er hier schon Fortschritte gemacht (auch gestern Abend zu sehen), ist aber noch nicht wirklich dort angekommen.
Ihr anderer Kritikpunkt deckt sich ja mit Philipps Äußerungen: Aus dem Mittelfeld kommt bislang definitiv zu wenig (und Philipp ist nicht unbedingt ganz unschuldig daran). Hoffen wir, dass der Trainer weiß, wie das jetzt bald zu ändern ist.
"Beim VfB war das komplette Spiel hochgradig auf ihn zugeschnitten "
Ich kann dieses Argument nicht nachvollziehen.
Es ist doch Aufgabe des Mittelfelds einen Angriff so vorzubereiten, dass ein Stürmer Tore macht. Das sollte in jedem Verein das Ziel sein.
Gomez bereitete auch in Stuttgart einige Tore vor, er spielte auch dort mit, war allerdings der zentrale Stürmer, der nirgends so weit nach hinten gehen muss.
Nun kommt er nach Bayern und trifft von Anfang an. D.h. eine Grundvoraussetzung eines Stürmers erfüllt er bereits zufriedenstellend.
Allerdings in der Abstimmung mit den anderen noch nicht perfekt und natürlich mit massig Luft nach oben. Beides kann sich dadurch verbessern, dass man spielt (so wie z.B. Barrios in Dortmund).
Und da sehe ich einen der größten Fehler, den Van Gaal machte, eigentlich ein unverzeihlicher Fehler.
Denn wenn dümlche Pseudofans sich erstmal in den Kopf gesetzt haben, dass einer schlecht ist, dann bekommt man das nicht merh aus deren Köpfen raus und wenn ein Spieler von den eigenen Fans ausgebuht wird, wie soll man da Fuss fassen.
Schaffte Enke in Barcelona auch nicht....
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