Der FC Bayern meldet die Verpflichtung von Mario Gomez - und wirbt um Schalkes Torwart Neuer sowie um einen Rechtsverteidiger aus Donezk.
Dort oben am Himmel, wo sich alle Handysignale der Bundesliga treffen, wäre bestimmt ein guter Platz, um hinunterzublicken auf das närrische Markttreiben der entfesselten Liga. Von dort oben könnte man zum Beispiel sehen, wie Münchens Manager Uli Hoeneß am Dienstagmorgen mit Erwin Staudt telefoniert, dem Präsidenten des VfB Stuttgart.
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Man könnte sehen, wie der Spielerberater Uli Ferber die VfB-Verantwortlichen Staudt und Horst Heldt vom Wechsel seines Klienten Mario Gomez nach München informiert; man könnte sehen, wie Ferber am Nachmittag in München mit der bayerischen Führungsspitze Hoeneß/Rummenigge/Hopfner zusammentrifft; man könnte Mario Gomez sehen, wie er am Frankfurter Flughafen mit der Nationalelf in einen Flieger nach Asien klettert und Deutschland vorher noch die erwartete Nachricht hinterlässt: Sein Wechsel zum FC Bayern ist perfekt.
Und wenn man genau hinguckt, könnte man vielleicht noch sehen, wie an einem anderen Eck der Republik Verantwortliche von Schalke 04 den Kontakt nach Frankfurt suchen - und wie Frankfurt bedauert, leider nicht helfen zu können.
Alles verstanden?
Es ist wirklich nicht ganz leicht, im Markttreiben den Überblick zu behalten, zumal alles mit allem zusammenhängt. Die Schalker zum Beispiel wollten offenbar prüfen, ob sie unter Umständen Ralf Fährmann zurückhaben könnten - jenen begabten jungen Torwart, den sie bereits vor geraumer Zeit nach Frankfurt verkauft haben, weil er am Schalker Helden Manuel Neuer nicht vorbeikam.
Schalke verweigert Freigabe
Dieser kleine geheime Sondierungsversuch war im Grunde die größte Nachricht an diesem wieder mal turbulenten Tag: Er belegt, dass die Schalker tatsächlich fürchten, ihren Manuel Neuer zu verlieren - und zwar an jenen FC Bayern, der nun mit stolzgeschwellter Brust in einen Transfermarkt hineinprescht, mit dem er vor kurzem noch nichts zu tun haben wollte. "Es gibt nur einen Torhüter, der uns derzeit interessiert. Das ist Manuel Neuer. Wir haben Schalke über unser Interesse informiert", zitiert die Sport Bild den Bayern-Manager Uli Hoeneß.
Noch gibt es deutlich weniger Fakten, als es Gerüchte gibt, und doch lässt sich von oben so langsam jener FC Bayern erkennen, den die Verantwortlichen für die neue Saison im Sinn haben. Mario Gomez ist nach dem Ukrainer Anatolij Timoschtschuk von Zenit St. Petersburg (rund elf Millionen Euro Ablöse), Stürmer Ivica Olic vom HSV, Mittelfeldspieler Alexander Baumjohann aus Mönchengladbach und Andreas Görlitz vom KSC (alle ablösefrei) der fünfte fixe Neue - und wenn man die Bayern richtig verstanden hat, dann gibt es vor allem noch zwei offene Planstellen, die dringend besetzt werden sollen: jene des Torwarts und die auf der rechten Abwehrseite.
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Auch wenn Uli Hoeneß es sich nicht vorstellen kann: Die Bundesliga besteht nicht nur aus Prostituierten. Manuel Neuer bleibt auf Schalke und geht nicht zum FC Bayern!
Die Ablösesumme für Gomez war festgelegt, daher ist er immer 'am teuersten' oder 'noch am günstigsten' ...ganz nach Fanlager oder Entwicklung des Herrn Gomez.
Der Wechsel von Gomez weg vom VfB stand meiner Meinung nach ohnehin fest, es ging also darum 'jetzt oder nie' und da präferiere ich das 'jetzt'!
Er hat das Potential ein Weltklassestürmer, ist 23 und wird den FC Bayern je nach Entwicklung gegen entsprechendes Entgelt wieder verlassen... also eine Investition in die Zukunft. Toni und Klose haben die 30 ja nun auch schon überschritten und sind spätestens nach der nächsten Saison reif für die Altherrenriege des AC Mailand.
Die Fehler die eventuell in der Innenverteidigung gemacht wurden (drohende Überalterung, Abgabe Hummels, Verpflichtung von Nullnummer Breno) sollten sich zumindest im Sturm nicht wiederholen.
"... an Toni's Schwaeche war doch auch Klinsmann schuld." - wollen wir die Kirche mal im Dorf lassen. Toni hat eine absolut schlechte EM gespielt, soviel ich mitbekommen habe, hat er nicht ein Tor geschossen und war auch sonst nicht besonders motiviert. Der FC Bayern hat Bedarf an einem (oder auch zwei) guten Stürmern. Einen Klose, mit gerade mal vielleicht 10 Saisontreffern (mehr hätte er diese Saison ohne Verletzung auch nicht geschafft), kann man nicht unbedingt als Torkanone bezeichnen.
Was macht eigentlich der Uli Hoeness da? Weiter so wie gehabt, obwohl er doch nun bald aufhört? Ist der neue Trainer van Gaal in die ganzen Tranfers des FCB involviert? Wohl kaum, wenn man z.B. die Personalie Olic sieht. So wird nun die Frage sein: passen Luca Toni, Miro Klose, Mario Gomez zusammen und entsprechen sie der Vorstellung des neuen Trainers? Was Zusammenpassen bedeutet, wurde in der vergangenen Saison in Wolfsburg gezeigt: Graite, Dzeko, Misominuvic passten ideal, Luca Toni, Podolski, Ribéry nicht unbedingt. Irgendwie gehört das Modell Bayern München der Vergangenheit an, dieses "Ich, Uli Hoeness kaufe das Beste zusammen und der Trainer hat gefälligst daraus die Meisterschaft etc. zu machen!" Ist die Personalie Rensing schon vergessen? Als es fast zu spät war, hat Klinsmann Butt geholt. Und - hat Heinckes etwa wieder auf Rensing zurückgegriffen? Die Personalie Rensing ist einzig und alleine auf dem Mist von Hoeness gewachsen. "Sie" hat dem FC Bayern die Meisterschaft gekostet. Nehmen wir nur das Spiel gegen Bochum, das bis wenige Minuten vor Schluss 3:1 für Bayern stand und dann doch nur 3:3 endete. Das waren u.a. zwei Punkte, die am Ende fehlten. Jetzt schreit Uli Hoeness: "Neuer ist der einzige Torwart, der uns interessiert!" Hat ihn interessiert, dass nicht nur Klinsmann, sondern auch Ribéry schon "sehr früh" auf den Torwart hingewiesen hat? Fragen über Fragen, die eigentlich immer und immer wieder nur Uli Hoeness betreffen, der jedoch weiter von sich ablenkt, der keine Fehler begangen hat und der vor heiklen Fragern (Jauch) kneift. Ich hoffe für die deutsche Bundesliga, dass das System Bayern/Hoeness in Zukunft keinen Erfolg mehr hat, damit auch die Bayernbosse endlich aufwachen!
auch wenn ich mit ihrem beitrag einverstanden bin muss ich doch in einem punkt widersprechen. natürlich haben die bayern ein problem auf der gomez position. nämlich dann wenn er bei stuttgart bleibt oder nach spanien wechselt um dann in der cl gegen bayern zu spielen. deshalb wurde er der konkurrenz lieber weggekauft. ob er in das bayern system oder dem neuen trainer passt ist zweitrangig. er ist weg vom markt. war schon immer die hoeness strategie. anstatt selbst langfristig mit jungen spielern aufzubauen lieber die starken spieler der konkurrenz in münchen kalt stellen.
Paging