Der einst teure Mario Gomez überdenkt seine Zukunft beim FC Bayern. Er würde gerne bleiben, doch es halten sich Gerüchte um eine Verpflichtung von Edin Dzeko.
Die kleine Meldung, die um 13.31 Uhr über die Nachrichtenticker lief, hatte einen gewissen Charme. Sie schaffte es, dem alljährlich aufs Neue wuchernden Transferspekulationsgeschäft eine völlig neue Seite abzugewinnen. "Dzeko-Transferverbot gilt auch für FC Bayern", lautete die Überschrift der Meldung. Ein "Transferverbot" wäre in der Tat eine innovative Variante, wobei die Meldung dieses Verbot dankenswerterweise noch näher definierte.
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Wo liegt seine Zukunft? Mario Gomez, derzeit Stürmer beim FC Bayern München. (© dpa)
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In der Meldung sagt ein Sprecher des VfL Wolfsburg, das Machtwort des Klubmanagers Dieter Hoeneß enthalte "keine räumliche oder zeitliche Einschränkung". Übersetzt sollte das wohl heißen, dass Dzeko erstens niemals und zweitens nirgendwohin wechselt - also auch nicht in den Raum Bayern, obwohl der Kicker am Donnerstag die alte Idee eines Stürmertausches (Dzeko nach München, Gomez nach Wolfsburg) neu aufleben ließ.
Die Erfahrung in diesem alljährlich aufs Neue wuchernden Transferspekulationsgeschäft lehrt, dass es immer dann gefährlich wird, wenn amtliche Kommuniqués verschickt werden. Dann haben Personalien in der Regel eine Dimension erreicht, über die man nicht mehr offen reden kann. Beim FC Bayern ließen sich Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Christian Nerlinger am Donnerstag auf Anfrage entschuldigen, man wolle nicht ständig jede neue Transferspekulation kommentieren, hieß es aus der Pressestelle, Herr Rummenigge sei deshalb nicht bereit, sich zum Thema Dzeko zu äußern.
Man kann das schon verstehen, denn natürlich können die Münchner nicht öffentlich ihr Kaufinteresse bestätigen. Vor etwas über einem Jahr haben die Bayern im Übrigen wissen lassen, es sei reine Spekulation, dass sie diesen Gomez aus Stuttgart verpflichten wollten. Ein paar Wochen später stand dieser Gomez dann auf dem Hof.
"Wolfsburg nicht vorstellbar"
Ausgeschlossen ist es nicht, dass sich die Geschichte jetzt wiederholt. Vor einem Jahr wurde ein Gomez-Transfer auch unter Verweis auf die hohe bayerische Sturmdichte (Toni/Klose/Olic) ausgeschlossen, so wie ein Dzeko-Transfer nun wegen der hohen bayerischen Sturmdichte (Olic/Gomez/Klose/Müller) als - offiziell - unwahrscheinlich gilt. Bekannt ist zudem die altehrwürdige Münchner Hausregel, wonach die Bayern keinen Profi, der noch im Besitz eines gültigen Vertrages ist, vom Hof jagen.
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Das ist ja ein interessanter Gesichtspunkt. Man hat zuviel für ihn bezahlt, deshalb passt er nicht ins System-Gaal. Na toll.
schreibt der Autor dieses Artikels.
Ich war immer ein Freund von Mario Gomez und würde er in Wolfsburg spielen, er würde sicher auch wieder Torschützenkonig sein können.
Machen wir uns nichts vor, Mario Gomes psst nicht mehr nach München, fußballerisch meine ich. Er ist kein Kämpfer, kein Rackerer, sondern er ist schnell und gradlinig und wartet auf den idealen Pass.
In München werden Techniker mit schneller Auffassungsgabe gesucht, gepaart mit Spielintelligenz, Laufbereitschaft und Durchsetzungskraft. Mario Gomez war für München leider eine Fehlinvestition. Es wird nicht die letzte sein.
Mario Gomez ist ein Superfußballer und wird seinen Weg gehen.
Genau damit sind wir beim eigentlichen Problem. In München ist es warm und kuschelig, die Schickeria und die Yellowpress liebt ihn und die Gehaltsschecks sind pünktlich und reichlich. Wie aber schickt man M. Gomez ins Glück?
Genau, man tauscht ihn und Timo (Wert 40 Mio.) gegen Dzeko (Wert 40 Mio.) ein und verkauft am Jahresende Dzeko für 30 Mio nach Mailand. Resutat alle haben gewonnen. Alle spielen ,alle sind im Glück. Der FC Bayern kann es sich leisten so zu agieren.
Spielen wird Dzeko auch in München nicht, denn sonst könnte ja auch Gomez spielen.
Es geht mal wieder ums Geschäft und ums Schreiben.
die Chance für Olic möglich gemacht. Ich sehe bei Gomez mehrere Probleme: Er war einfach zu teuer und wird an den 30(plus?) Mio Ablöse gemessen. Er ist eitel (die Haare, die Matador-Pose). Und – daran hängt’s halt – er passt wahrscheinlich nicht in das vG-System mit schnellen Außen (die in die Mitte ziehen) und dem Überall-Müller. Kurze flache Bälle im Strafraum, schnelle Verarbeitung auf engem Raum, das kann Olic besser. Auch Villa, Tevez, Suarez oder (preisgünstiger) Petric würden gut dazu passen, aber nicht Gomez oder Klose. Das stelle ich jetzt mal so in den Raum, vielleicht bleibt er und straft mich lügen. Mit Dzeko könnte es klappen, aber ich würde mich freuen, wenn die Bayern uns mal überraschen und nicht wieder den erfolgreichsten BuLi-Stürmer holen, sondern einen Geheimtip aus dem Ausland.
> CL Halbfinale 2009/10, Hinspiel: 2 Bayern : ManU 1
War das nicht Olic? Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube mich zu erinnern, dass Gomez kurz vorher an die Latte geköpft hat, getroffen hat dann Olic.
Das ändert natürlich nix an Gomez' Leistung, da stehen ja immer noch 10 Bundesligatreffer zu Buche. Und ich als VfB-Fan trauere ihm sowieso immer noch nach! ;-)
Auf jeden Fall wünsche ich Mario Gomez alles Gute und eine erfolgreiche Saison 2010/11, wo immer er die auch spielen mag!
Und in Madrid wäre er wenigstens wieder mit Khedira im Kader...
ich vermisse eine Diskussion über den Absteiger der letzten Saison, Miroslav Klose. Ganze drei (3) Tore in knapp 9 Monaten Bundesliga. Das nenne ich mal 'ne tolle Leistung. Dennoch kommt jemand auf die Idee und bezeichnet Gomez als "Sorgenkind". Wir leben in einer komischen Welt.
Paging