FC Bayern in der Einzelkritik:Ohne Panik, dafür mit Kunststücken

Jérôme Boateng zeigt sich erneut angriffslustig, Dante begeht eine Modesünde und Bastian Schweinsteiger versucht sich an Kunststücken von der Copacabana. Die Spieler des FC Bayern beim 2:1 gegen Leverkusen in der Einzelkritik.

Von Hendrik Buchheister, Leverkusen

FC Bayern in der Einzelkritik

Manuel Neuer

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(Foto: Bongarts/Getty Images)

Jérôme Boateng zeigt sich erneut angriffslustig, Dante begeht eine Modesünde und Bastian Schweinsteiger versucht sich an Kunststücken von der Copacabana. Die Spieler des FC Bayern beim 2:1 gegen Leverkusen in der Einzelkritik. Von Hendrik Buchheister, Leverkusen Manuel Neuer: Bestritt den Termin am Samstagabend mit der Hypothek von vier Gegentoren aus den vergangenen beiden Spielen in Liga (gegen Düsseldorf) und League (gegen Arsenal). Das ist kein guter Wert für einen Bayern-Tormann. Ging den Termin in Leverkusen deshalb besonders motiviert an: Hielt beim Warmmachen jeden Schuss. Hatte im Spiel wegen des Mangels an Leverkusener Großchancen aber kaum Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Ärgerte sich deshalb um so mehr, dass er eine Viertelstunde vor Schluss den Ball aus dem Netz sammeln musste.

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Rafinha

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(Foto: dpa)

Rafinha: Durfte dank umfassender Rotations-Maßnahmen zum zweiten Mal in dieser Saison von Beginn an in einem Bundesligaspiel mitwirken. Verrichtete seine Arbeit auf der rechten Abwehrseite als Ersatz für Philipp Lahm ohne auffällige Fehler und bemühte sich vor allem in der ersten Hälfte, auch Schwung nach vorne zu erzeugen. Rückte in der Schlussphase für Arjen Robben auf die rechte Offensivseite und konnte den entscheidenden Treffer zum 2:1 aus nächster Nähe beobachten. (Archivbild)

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Jérôme Boateng

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(Foto: dpa)

Jérôme Boateng: Spielte für Daniel van Buyten in der Innenverteidigung und zeigte ein Spiel, das zwar nicht fehlerfrei war, die mitgereisten Fans aber auch nicht in Panik versetzte. Dafür war er bei eigenen Standards gefährlich. Seinen Kopfball im Anschluss an eine Ecke nach einer knappen halben Stunde konnte der Leverkusener Gonzalo Castro nur mit Mühe von der Torlinie befördern.

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Dante

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(Foto: AFP)

Dante: Beging eine schwerwiegende Modesünde mit der Kombination von Wollhandschuhen und Kurzarmtrikot, ließ sich sich ansonsten aber wenig zu Schulden kommen: Hatte Bayers Topstürmer Stefan Kießling weitgehend unter Kontrolle, gewann jedes Kopfballduell im Verteidigungs-Zentrum und half bei den Wacklern seines Nebenmanns Boateng aus.

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David Alaba

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(Foto: AFP)

David Alaba: Wurde mit einer herzhaften Grätsche von Leverkusens Verteidiger Daniel Carvajal im Spiel begrüßt. Ließ sich davon aber nicht erschrecken und trieb das Spiel über die linke Seite mit großen Aufwand an. Entfachte mit seinen Flanken regelmäßig Aufregung vor dem Bayer-Tor.

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Javi Martínez

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(Foto: AFP)

Javi Martínez: Fällt nie auf, ist trotzdem unersetzlich als Stabilisator des Münchner Spiels. Auch in Leverkusen ließ es jegliches Spektakel vermissen, werkelte aber mit Ruhe und Übersicht im defensiven Mittelfeld. War mitten drin im Getümmel, als Leverkusens Abwehrmann Philipp Wollscheid den Ball zum entscheidenden 2:1 ins Bayer-Tor lenkte.

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Luiz Gustavo

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(Foto: AFP)

Luiz Gustavo: Verschaffte sich früh Respekt, als er dem Leverkusener Topstürmer Kießling herzhaft auf den Fuß trat und damit eine zweieinhalb-minütige Spielunterbrechung herbeiführte. Hat nicht die Ruhe und die Übersicht seines Nebenmannes Martínez, durfte sich dennoch über eine ordentliche Leistung freuen.

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Arjen Robben

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(Foto: Bongarts/Getty Images)

Arjen Robben: Kombinierte seine Wollhandschuhe gegen die Leverkusener Kälte modisch einwandfrei mit einem Langarmtrikot. Wurde vom Heimpublikum trotzdem mit besonderer Hingabe ausgepfiffen. Hat sich auch bei den Leverkusener Spielern keine Freunde gemacht mit einem beschwingten Auftritt auf der rechten Offensivseite. Dribbelte, passte und schoss mehrmals wuchtig in Richtung Bayer-Tor.

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Bastian Schweinsteiger

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(Foto: dpa)

Bastian Schweinsteiger: Kam auf ungewohntem Posten im zentralen offensiven Mittelfeld zum Einsatz und hatte sich vorgenommen, der Kälte im Leverkusener Stadion mit Kunststücken von der Copacabana zu trotzen: Versuchte nach einer knappen halben Stunde, ein Zuspiel von Robben mit der Hacke im Leverkusener Tor unterzubringen. Trug anstellte des abwesenden Philipp Lahm die Kapitänsbinde und war ein würdiger Vertreter auf der Kommandobrücke. Sein Freistoß kurz vor Schluss führte zum Münchner Siegtreffer. Einziger Kritikpunkt: Trat wie Dante mit der fragwürdigen Kombination von Handschuhen und kurzen Ärmeln an.

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Xherdan Shaqiri

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(Foto: REUTERS)

Xherdan Shaqiri: Durfte sich auf der linken Offensivseite versuchen und bereitete seinem Gegenspieler Carvajal einen unangenehmen Abend. Unkontrollierbar wie ein Flummi und mit beinahe Schweinsteiger-haften Hackentricks. Leistete mit einer seiner gelupften Ecken die Vorarbeit zu Boatengs Kopfball-Chance und arbeitete Mario Gomez vor dessen Treffer zum 1:0 zu.

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Mario Gomez

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(Foto: Bongarts/Getty Images)

Mario Gomez: Kam als Vertretung von Mario Mandzukic im zweien Auswärtsspiel nacheinander zum Einsatz und traf im zweiten Auswärtsspiel nacheinander: Während sein Tor zum 1:0-Erfolg in Hoffenheim aber noch in die Kategorie "Irgendwie reingewurschtelt" fiel, gehört sein Treffer in Leverkusen in jede gut sortierte Kunstsammlung: Ließ Carvajal und Sebastian Boenisch aussteigen und schob den Ball gegen die Laufrichtung von Bayers Tormann Bernd Leno. Beging die anschließenden Feierlichkeiten vor der Leverkusener Fan-Kurve, was ihn beim Heimpublikum noch unbeliebter machte als Arjen Robben.

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Einwechselspieler: Claudio Pizarro, Daniel Van Buyten und Anatolij Tymoschtschuk

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(Foto: REUTERS)

Claudio Pizarro: Kam zwanzig Minuten vor Schluss für Gomez und hätte aus dem Gewühl heraus beinahe noch ein Tor geschossen. Daniel Van Buyten: Wurde für Robben eingewechselt, rückte in die Innenverteidigung und musste kurz danach mit ansehen, wie Simon Rolfes zum 1:1 ausglich. War deshalb besonders erleichtert, dass kurz vor Schluss noch das 2:1 fiel. Anatolij Tymoschtschuk: Kam für Luiz Gustavo ins Spiel und fiel nicht mehr sonderlich auf.

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