FC Bayern Götze ist "bereit und fit" für Darmstadt

Nach viereinhalb Monaten Verletzungspause zurück: Mario Götze.

(Foto: dpa)

Der Bayern-Profi steht nach seiner Verletzung vor dem Comeback - wie auch Serdar Tasci und Franck Ribéry. Der SC Freiburg verlängert mit Trainer Christian Streich. Kombinierer Eric Frenzel gewinnt auf kuriose Art.

Fußball, FC Bayern: Mario Götze steht beim FC Bayern München nach viereinhalb Monaten Verletzungspause vor seinem Comeback. Der 23-Jährige sei ebenso wie Serdar Tasci und Franck Ribéry "bereit und fit. Ich weiß nicht, wie viele Minuten sie spielen können. Aber das ist eine gute Nachricht für uns, diese Spieler auf dem Platz zu sehen", sagte Trainer Pep Guardiola vor dem Bundesligaspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Darmstadt 98. Nationalspieler Götze hatte sich im Oktober eine schwere Adduktorenverletzung zugezogen. Tasci, dem Guardiola eine "große Persönlichkeit" und "gute Ballkontrolle" bescheinigte, und Ribéry waren schon am vergangenen Sonntag im Derby beim FC Augsburg (3:1) erstmals im Kader des Rekordmeisters gestanden, aber nicht zum Einsatz gekommen.

Fußball, SC Freiburg: Fußball-Zweitligist SC Freiburg hat die auslaufenden Verträge mit Cheftrainer Christian Streich (50) und dessen vier Assistenten verlängert. Zur Laufzeit der neuen Vereinbarungen machte der Klub keine Angaben. Zuletzt hatte Streich, der den Posten des Cheftrainers am 29. Dezember 2011 als Nachfolger von Marcus Sorg übernommen hatte, seinen Vertrag immer um ein Jahr verlängert. Er betreute die Breisgauer in bislang 119 Erst- und 21 Zweitligaspielen.

Nordische Kombination: Kombinierer Eric Frenzel hat beim Weltcup im finnischen Lahti auf kuriose Art seinen sechsten Saisonsieg gefeiert. Der Olympiasieger lag vor der letzten Kurve noch klar hinter dem Norweger Jarl Magnus Riiber, ehe der 18-Jährige auf die falsche Bahn abbog. Frenzel nutzte den Patzer und gewann vor dem Japaner Akito Watabe, Teenager Riiber wurde disqualifiziert. Ein Jahr vor der WM an gleicher Stelle landete Frenzel zum zehnten Mal in Folge auf dem Podest und baute seine Führung im Gesamtweltcup weiter aus. Im Kampf um die große Kristallkugel liegt der Titelverteidiger mit 1011 Punkten nun klar vor Watabe (844).

Ski alpin, Weltcup: Der Kampf um den Gesamtweltcup der alpinen Ski-Rennläuferinnen hat eine unerwartete Wendung genommen. Durch ihren Sieg bei der ersten von zwei Abfahrten im italienische La Thuile übernahm die Schweizerin Lara Gut vorerst die Führung im Rennen um die große Kristallkugel vor Lindsey Vonn aus den USA. Gut siegte vor Cornelia Hütter (Österreich/+1.02 Sekunden) und Nadia Fanchini (Italien/+1,03). Vonn stürzte auf der erstmals im Weltcup befahrenen Strecke "Tre Franco Berthod" nach gut 50 Fahrsekunden und liegt nun mit 13 Punkten Rückstand auf Rang zwei im Gesamtweltcup, wird sich die Führung in der Abfahrt am Samstag und vor dem Super-G am Sonntag aber aller Voraussicht nach zurückholen. Dennoch betonte sie: "Der Ausfall heute tut schon weh im Gesamtweltcup." Während Viktoria Rebensburg (Kreuth/+1,93) mit ihrem achten Rang unzufrieden war, verpasste Vonn durch ihren Sturz auch eine vorzeitige Entscheidung im Abfahrtsweltcup. Die 31-Jährige kann die kleine Kristallkugel allerdings schon am Samstag gewinnen. Ihr Vorsprung auf Hütter beträgt vor der vorletzten Abfahrt des Winters 126 Punkte. Patrizia Dorsch (Schellenberg) fuhr als 39. an den Punkterängen vorbei.

Formel 4, Schumacher: Mick Schumacher wird in der neuen Saison für das italienische Prema Powerteam in der Formel 4 starten. Noch nicht entschieden ist, ob der 16 Jahre alte Sohn des Ende 2013 beim Skifahren verunglückten Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher in der deutschen oder in der italienischen Formel 4 fahren wird. "Prema Powerteam ist für mich der perfekte nächste Schritt, damit ich meine beste Leistung abrufen und ein kompletter Fahrer werden kann", sagte Mick Schumacher in einer Mitteilung am Freitag. Er hatte 2015 für Van Amersfoort Racing sein Debüt im Formel-Sport gegeben und dabei einen Rennsieg gefeiert.

Formel 1, Williams: Williams hat am Freitagmorgen auf seiner Homepage (williamsf1.com) das neue Auto für die Formel-1-WM 2016 präsentiert. Der FW38 erinnert vor allem durch die breite "Walrossnase" stark an das Vorgängermodell. Auch die Lackierung ist nahezu dieselbe wie 2015. Das Auto ist überwiegend weiß mit dezent gehaltenen blauen und roten Streifen, die von der Nase längsseitig über das gesamte Chassis bis zum Heckflügel reichen. Angetrieben werden die Dienstwagen von Felipe Massa (Brasilien) und Valtteri Bottas (Finnland), die bereits im dritten Jahr gemeinsam für das Team von Frank Williams unterwegs sind, weiterhin von Mercedes-Motoren.

Tennis, Wettbetrug: Im Zuge des vermeintlichen Wett-Skandals im Profitennis hat eine Aufsichtsbehörde schockierende Zahlen veröffentlicht: Knapp drei Viertel der vom Manipulationsverdacht überschatteten Sportwetten kommen aus dem Tennis. Das bestätigte die ESSA (Sports Betting Integrity) dem britischen Sender BBC. Die Organisation mit Sitz in Brüssel wird von den Buchmachern aus ganz Europa informiert, wenn auffällig hohe Einsätze auf bestimmte Wetten vorliegen. In 73 von 100 gemeldeten Fällen 2015 soll es sich dabei nach Angaben der ESSA um Tennis-Matches gehandelt haben.

Auf die Manipulationsvorwürfe am Rande der Australian Open im Januar hatten führende Vertreter der Profitennis-Szene mit der Einführung einer unabhängigen Task Force mit Namen "Independent Review Panel" (IRP) reagiert. Diese soll der bereits seit Jahren bestehenden Tennis Integrity Unit (TIU) zuarbeiten. Mit Ergebnissen ist aber wohl erst in rund zwölf Monaten zu rechnen. Nach Informationen der BBC und der amerikanischen Online-Plattform BuzzFeed News sollen in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 16 Spieler aus den Top 50 - darunter auch ein Grand-Slam-Sieger - in Manipulationen verstrickt gewesen sein. Sogar Listen mit Namen waren im Internet aufgetaucht.