Italienischer Fußball 926 Minuten ohne Gegentor: Gigi Buffon überflügelt Dino Zoff

Viermaliger Welttorhüter und italienische Torwartlegende: Gianluigi Buffon.

(Foto: REUTERS)

In der Generalprobe vor dem Bayern-Spiel bleibt der Torwart von Juventus Turin erneut ohne Gegentreffer. Paris Saint-Germain kann am Sonntag Meister werden. Lara Gut schüttelt Viktoria Rebensburg ab.

Fußball, Italien: Gianluigi Buffon von Meister Juventus Turin, Bayern Münchens Achtelfinalgegner in der Champions League, steht in der italienischen Serie A vor einem neuen Meilenstein. Der viermalige Welttorhüter ist nach dem 1:0 gegen Sassuolo Calcio seit 926 Minuten ohne Gegentor. Dem 38-Jährigen fehlen damit nur noch vier Minuten, um die Liga-Bestmarke von Milan-Keeper Sebastiano Rossi aus der Saison 1993/94 zu verbessern. Italiens Torwart-Legende Dino Zoff hat Buffon dagegen am Freitagabend bereits überholt. "Dino Nazionale" war in der Saison 1972/73 mit "Juve" 903 Minuten ohne Gegentreffer geblieben.

"Ich war mir sicher, dass Buffon meine Bestmarke einholen würde. Buffon ist ein Torwart, der sich nicht nur mit seinem Talent begnügt hat, sondern auch an seiner Persönlichkeit viel gearbeitet hat", sagte Zoff der Gazzetta dello Sport. Juventus festigte mit dem Erfolg gegen Sassuolo am 29. Spieltag seine Tabellenführung, konnte aber mit Weltmeister Sami Khedira in der Startelf bei der Generalprobe für das Spiel gegen die Bayern am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) nicht überzeugen. Paulo Dybala (36.) erzielte das Siegtor. Seit 19 Spielen ist die "Alte Dame" nunmehr unbesiegt. Zuletzt kassierten die Turiner Ende Oktober eine Niederlage - gegen Sassuolo. Juve hat vorerst sechs Zähler Vorsprung auf Verfolger SSC Neapel, der aber am Sonntagabend (20.45 Uhr) zum Abschluss des Spieltages mit einem Sieg bei US Palermo wieder auf drei Punkte heranrücken kann.

Wintersport: Skirennfahrerin Lara Gut hat den Gewinn des Gesamtweltcups so gut wie sicher. Die Schweizerin verpasste beim Super-G in Lenzerheide zwar das Podium, profitierte aber von einem verpatzten Rennen ihrer Verfolgerin Viktoria Rebensburg. Die Deutsche rangierte schon nach 30 Starterinnen jenseits der Top 15 und geht mit fast 300 Punkten Rückstand auf Gut in ihre letzten vier Rennen. Bei der Alpinen Kombination am Sonntag (10.00/13.00 Uhr) kann Gut den Gewinn der großen Kristallkugel rechnerisch perfekt machen. Den Super-G-Sieg sicherte sich Cornelia Hütter aus Österreich vor Fabienne Suter aus der Schweiz und ihrer Teamkollegin Tamara Tippler.

Bayerischer Scheiterhaufen

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Fußball, Frankreich: Die Überflieger von Paris Saint-Germain können schon am Sonntag zum vierten Mal in Serie französischer Fußballmeister werden. Dazu muss der Club um den deutschen Torwart Kevin Trapp und den schwedischen Ausnahmestürmer Zlatan Ibrahimovic in Troyes gewinnen. Den Weg zur frühen Titelverteidigung - bereits am 30. von 38 Spieltagen - machte am Freitagabend der Tabellen-Zweite AS Monaco frei. Die Monegassen kamen über ein 2:2 gegen den Abstiegskandidaten Reims nicht hinaus und haben jetzt 52 Punkte. Mit dem 24. Saisonsieg würde der Champions-League-Viertelfinalist aus Paris 77 Zähler haben und wäre an den restlichen acht Spieltagen nicht mehr einzuholen.

Tennis, Indian Wells: Beim Tennis-Hartplatzturnier im kalifornischen Indian Wells haben Alexander Zverev und Michael Berrer am Freitag (Ortszeit) die zweite Runde erreicht. Die vier deutschen Frauen hingegen scheiterten alle. Der 18 Jahre alte Zverev kämpfte nach anfänglichen Schwierigkeiten den Kroaten Ivan Dodig nieder (3:6, 7:5, 6:3). Sein nächster Gegner ist Grigor Dimitrow aus Bulgarien. Berrer hatte nach einem Marathon-Match über 2:45 Stunden gegen den Argentinier Juan Monaco das bessere Ende für sich. Der 35 Jahre alte Qualifikant gewann 7:6 (7:5), 5:7, 6:4 und steht nun dem Amerikaner Jack Sock gegenüber.

Sabine Lisicki, die im Vorjahr bei der hochrangig besetzten Veranstaltung noch im Halbfinale stand, musste diesmal schon nach ihrem Auftaktmatch die Koffer packen. Die Berlinerin unterlag der Schwedin Johanna Larsson nach 2:15 Stunden mit 7:5, 4:6, 2:6. Für Lisicki war es im neunten Match des Jahres die fünfte Niederlage. Das überraschend frühe Aus kam auch für Andrea Petkovic. Die Nummer 22 der Setzliste musste sich erstmals seit 2010 wieder der Tschechin Barbora Strycova beugen. Nach 2:39 Stunden verlor Petkovic mit 7:5, 4:6, 5:7. Branchenprimus Serena Williams war für Laura Siegemund erwartungsgemäß mindestens eine Nummer zu groß. In ihrem ersten Match seit der Finalniederlage bei den Australian Open gegen Angelique Kerber brauchte Williams nur 63 Minuten für den 6:2, 6:1-Erfolg gegen die Weltranglisten-79. aus Stuttgart. Nach 83 Minuten war Carina Witthöft's Duell mit Jelena Jankovic vorbei. Die Hamburgerin verlor gegen die Serbin mit 1:6, 3:6.

Handball: Sechs Wochen nach dem Triumph bei der Europameisterschaft haben die deutschen Handballer ihre Stärke eindrucksvoll demonstriert und den WM-Zweiten Katar förmlich deklassiert. Das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson feierte im Duell mit dem Asienmeister am Freitagabend in Leipzig einen 32:17 (17:9)-Kantersieg. Damit revanchierte sich die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) zugleich eindrucksvoll für die 24:26-Niederlage bei der WM 2015 in Katar.

Beim ersten Spieler-Casting für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro überzeugte die DHB-Auswahl vor 7035 Zuschauern in der ausverkauften Arena einmal mehr durch mannschaftliche Geschlossenheit. Johannes Sellin, Uwe Gensheimer, Patrick Groetzki und Simon Ernst warfen je vier Tore. Sonntag (15.15 Uhr/Sport1) treffen beide Teams in Berlin erneut aufeinander. Dort soll Bundestrainer Dagur Sigurdsson endgültig von seinem ehemaligen Club Füchse Berlin verabschiedet werden.