Der vermeintliche Sex-Skandal um Franck Ribéry stört die Vorbereitung des FC Bayern aufs Spiel gegen Lyon. Am Dienstag hätte der Franzose vor die Presse treten sollen - doch der Termin platzte kurzfristig.
Der FC Bayern und Franck Ribéry wollen sich vor dem Champions-League-Spiel gegen Olympique Lyon rein aufs Sportliche konzentrieren. Ribéry, der in einem Polizeiverhör Sex mit einer minderjährigen Prostituierten gestanden haben soll, war eigentlich als Gast für die Pressekonferenz am Dienstagnachmittag angekündigt. Doch der Franzose hätte wohl kaum eine Frage zum Spiel am Mittwoch beantworten dürfen, sondern vor deutschen und französischen Medien vor allem zu den Vorwürfen gegen ihn Stellung nehmen müssen.
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Franck Ribéry, Mittelfeldspieler des FC Bayern. (© Foto: ddp)
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Am Mittag vermeldeten mehrere französische Medien, der FC Bayern habe sich entschieden, den Auftritt von Ribéry platzen zu lassen, um ihn vor unangenehmen Fragen zu schützen. Wenig später bestätigte der Klub diese Information. Verein und Spieler wollten sich voll auf das Spiel gegen Olympique konzentrieren, teilte der FCB auf Anfrage mit.
Für Ribéry sprang Mannschaftskollege Philipp Lahm ein und trat um 15 Uhr gemeinsam mit Daniel van Buyten vor die Journalisten. Allerdings bekamen beide einen "Maulkorb" und durften sich nicht zum Fall Ribéry äußern. Bayern-Mediendirektor Markus Hörwick teilte zu Beginn der Pressekonferenz mit, dass Fragen zu diesem Thema nicht beantwortet werden. Er bat um Verständnis, damit die Konzentration auf das schwere Spiel am Mittwoch nicht gestört werde.
Am Sonntagabend hatten die französische Zeitung L'Équipe und der Sender M6 von einem "Sex-Skandal" berichtet, der die französische Nationalmannschaft erschüttere. Ribéry wurde vergangene Woche im Zuge der Ermittlungen verhört, die die Pariser Sittenpolizei gegen einen Prostitutionsring führt - ebenso wie Nationalmannschaftskollege Sidney Govou, der für Bayerns Gegner Olympique Lyon spielt.
Ribérys Anwältin teilte mit, ihr Klient sei "nur als Zeuge" vernommen worden, weil er "einen Nahestehenden des Zuhälterrings" kenne. Am Montag bestätigte allerdings die Pariser Staatsanwaltschaft laut der Nachrichtenagentur AFP, Ribéry habe Kontakte mit einer minderjährigen Prostituierten zugegeben, von deren Alter aber nichts gewusst. Beziehungen mit minderjährigen Prostituierten können in Frankreich mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden.
Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger bekannte derweil, dass man sich am Montag mit Ribéry über die Anschuldigungen in der Sex-Affäre unterhalten habe. "Das ist natürlich ein Thema", sagte der Manager, der über den Inhalt des Gespräches aber keine Angaben machen wollte. "Wir müssen uns auf das Sportliche konzentrieren, auch Franck", sagte Nerlinger mit Blick auf das Spiel gegen Lyon. Am Mannschaftstraining am Vormittag nahm Ribéry teil.
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(sueddeutsche.de/sid/dav/aum)
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...die französ. Staatsanwaltschaft kein Exempel statuieren wollen.
Sonst werden den Europa-Parlamentariern 1000 Gründe einfallen, warum man kaum noch in Straßburg und besser in Brüssel tagt...
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die virilen Power-Bayern sind eben forever number one (und das nicht nur auf'm platz). Macht+Geld+Sex. Da machen die Jungs keine halben Sachen. Und die Fans stehen auf so etwas auch. Sonst hätte der FCB nicht die meisten.
Also zunächst mal ist Frank Ribery selbst 27 - also ein junger Mann und es gibt durchaus die Konstellation, dass Männer in dem Alter eine 18-jährige Freundin haben, ohne dass deshalb "Schutzinstinkte" wie einer Tochter gegenüber wach werden. Ich weiß auch nicht, wann dieser Vorfall gewesen sein soll - vielleicht war er sogar noch jünger.
Ich finde es recht arm, wenn jetzt die selbsternannten Moralapostel hier vom "FC Fremdgeh" sprechen oder ähnlich wenig kluge (der Zensur geschuldet) Vokabeln erfinden. Die Plattheiten vom ältesten Gewerbe der Welt kann ich mir in dem Zusammenhang leider nicht ersparen, das gabs schon immer und wird es immer geben. Eine bodenlose Schweinerei ist es, dass Minderjährige als Prostituierte arbeiten - erst recht ist es das, wenn sie dazu gezwungen werden. Nur ist das nicht unbedingt zu erkennen und nach dem Ausweis fragt in der situation wohl keiner. Im übrigen - lieber FC Fremdgeh-Erfinder - war es eine "Veranstaltung" nach einem Spiel der französischen Nationalmannschaft - insofern erübrigt sich wohl jeder 'Versuch, da krampfhaft einen Zusammenhang zum FCB zu konstruieren. Oder ist der Arbeitgeber dafür verantwortlich, wenn seine Arbeitnehmer in ihrer Freizeit auf eigene Rechnung in den Puff gehen?
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