Der FC Bayern präsentiert Jürgen Klinsmann als "Querdenker" und "absoluten Wunschkandidaten".
Im Foyer des Arabella Sheraton ist der Weg ausgeschildert, "Implanotologie & mehr" steht auf den Monitoren. Ein Kongress für Zahnärzte, erklärt die Dame am Empfangstisch, von der zweiten Großveranstaltung hat sie noch nichts gehört. Dabei hat sich die Nachricht von dieser recht großen Großveranstaltung an diesem Freitag längst herum gesprochen im Land und gerade auch in München, wie die zahlreichen Übertragungswagen des Fernsehens und die vielen Schaulustigen am gläsernen Drehportal belegen. Sie sind alle gekommen wegen des Hauptdarstellers der Show im Untergeschoss, Veranstalter ist hier der FC Bayern: Pünktlich um 16 Uhr tritt er über den tiefen Teppich herein in den Tagungssaal Garmisch, unter seinem Hals sitzt eine vorbildlich arrangierte Krawatte in hellblau. Für ein, zwei Minuten glänzt diese Krawatte im sagenhaften Inferno der Blitzlichter, aber Jürgen Klinsmann kann dieses Inferno nichts anhaben. Kein Zucken, cool lächelt er in die Objektive. Zumindest das hält er also aus, der künftige Trainer des FC Bayern.
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Vertrag bis 2010
Am 1. Juli wird der frühere Bayern-Stürmer (1995 - '97) und kürzliche Bundestrainer (2004 bis 2006) also die Münchner trainieren und damit die Nachfolge von Ottmar Hitzfeld antreten. Den bis 2010 gültigen Vertrag haben sie mittags unterschrieben, und Klinsmann hat sich darüber nach eigener Aussage "riesig gefreut und geehrt". Neben ihm sitzen die Herren vom Vorstand, der Vorsitzende Karl-Heinz Rummenigge und Manager Uli Hoeneß, auch sie wirken zufrieden. Denn sie haben ja einen Trainer holen wollen, der ihre teure Mannschaft voran bringt, der ihr einen modernen Stil verpasst. Und nun sagt Klinsmann, als er etwas zu seiner Philosophie sagen soll: "Die ist ganz einfach erklärt: Wir wollen jeden Spieler besser machen, jeden Tag."
Klinsmann, 43, war am mittags um 12.35 Uhr auf dem Münchner Airport gelandet, Finanzvorstand Karl Hopfner nahm ihn in Empfang. Auf was sich der einstige Erwecker der Nationalmannschaft da eingelassen hat, wird er spätestens am Ausgang begriffen haben, wo die in München übliche Meute aus Kamera- und Mikrophonträgern ziemlich hautnah Klinsmanns Defilée abnahm. Auch auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße hatte sich die Nachricht natürlich längst herumgesprochen, die der Klub auf recht eigenwillige Weise der Öffentlichkeit übermittelt hatte: Um 10.10 Uhr erschien die Meldung auf der Internetseite des FC Bayern, dort also, wo vor gut einer Woche die von Hitzfeld längst bestätigte Demission zum Saisonende tagelang totgeschwiegen worden war.
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Freundschaft zwischen den Geschlechtern
Das haut mich um!!!
Andererseits, wo soll denn ein Clown sonst hin, wenn nicht zum Zirkus?
(Springt gut nach Toren, aber reicht das?)
Der Klinsi weiß, was er tut, ein schlauer Schwabe eben, aber der FCB???
Wenn es schief geht, dann weiß man doch, es liegt nicht am Trainer
(siehe Hitzfeld), sondern am meckernden Vorstand und am Pflaster FCB.
Abgesehen davon hat er gar keinen guten Ruf als zu verlieren,
denn dazu müßte er einen haben.
Wenn es gut geht, bekommt er einen guten Ruf als Belohnung.
Der "Erfolg" mit der Nati basierte nur auf der Euphorie und die hält bekanntlich nicht lange. Und funktioniert hat es eh nur gegen schwache Mannschaften.
Die Bayern sind nicht mutig sondern naiv und waaghalsig!
Sie wollten einen Kracher haben.
Jetzt haben sie einen aber nur medienmäßig.
Trainermäßig ist er ein Azubi. Das wundert mich ziemlich.
Ich kann mir nur folgende Bedingungen/Möglichkeiten vorstellen:
1) FCB trainiert in Florida und fliegt zu den Spielen rein
2) Klinsi bekommt als Co-Trainer Mourinho oder so ähnlich
und gibt als Teamchief die Kommandos über die Presse
und macht nach den Spielen die Spielanalysen vor der Presse,
in Videokonferenzen, versteht sich.
Und spielt der FCB künftig american football ähnlich? (amer. Trainerstab!).
Auf jeden Fall kann ich mir vorstellen, daß Klinsmann die neue AGB des FCB
unterschreiben mußte, die besagt, daß die besten 11 nur ausgewechselt
werden dürfen, wenn sie verletzt oder rot-gefährdet sind.
Die besten 11 werden natürlich vom Vorstand bestimmt.
Die kennen sich da als einzige aus.
Auch sehr gut möglich, das Klinsmann einige Spieler wegeckelt.
Klinsi ist ein fröhlicher Typ aber das wird ihm schon nach 2 mittelmäßigen Spielen
in Folge vergehen.
Dann müssen die Tonnen in seiner Umgebung in Sicherheit gebracht werden
und er muß das Weite suchen.
Dann wird über Weihnachten 2008 ein neuer Trainer für 2009-2010
oder sofort gesucht (Loddar wartet bereits).
Mit anderen Worten, Rummenigge hat mit seinem Auftritt nach dem Bolton Spiel
den Niedergang des Reiches FCB eingeläutet.
Klinsi als Trainer zu verpflichten ist der 2. wichtige Schritt dazu.
Wenn die was machen, dann konsequent! Das muß man denen lassen.
Das können sie wie kein anderer.
Ich lasse mich natürlich auch ang
bin ich auch deiner Meinung. Ich verstehe nicht, warum der FCB Vorstand den Hitzfeld so demontiert hat...Schliesslich haben die bayern bisher NUR ein Spiel verloren!!! wie auch immer, ich glaube, der naechste Sommer wird lustig werden und sicher viel Theater von Seite des FCB anbitten...
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Zugegeben, mein Kommentar ist ebenfalls schludrig, aber ich bin hier nicht als Redakteur angestellt :P.
Bei allem Verständnis für die Begeisterung der Journalisten über diesen "sensationellen Coup" der Bayern sollte vor der Freigabe eines Artikels schon noch einmal ordentlich kontrolliert werden. Wenn man Sätze nicht mehr verstehen kann, und das auf dem Onlineportal der SZ, dann ist das schon bedenklich.
Zu Jürgen Klinsmann: Als Geislinger wie Jürgen - er kommt nämlich nicht aus Göppingen, wie immer öfter fälschlicherweise zu lesen ist, sondern aus Geislingen, das zwischen Göppingen und Ulm liegt - freue ich mich über seine Verpflichtung, bin mir aber nicht sicher, ob seine Arbeit im hektischen, oftmals skurril anmutenden Münchner Umfeld so erfolgreich sein kann wie mit der NM. Aber nicht nur die Medienlandschaft und die medialen Puppetmaster vom bayrischen Vorstand lassen Zweifel kommen, immer wieder wird auch zurecht darauf hingewiesen, daß Klinsmann sich noch nicht als Vereinstrainer beweisen konnte. Wird er das schaffen können, derselbe Mann, der nach 2 Jahren Jetlags den Rücktritt vom Bundestrainerposten verkündetet wegen Burnoutsyndroms?
Eines ist sicher: Jürgen Klinsmann ist ein intelligenter Mensch und wird ganz genau wissen, worauf er sich da eigentlich eingelassen hat. Auch wenn das für ihn zwangsläufig eine experimentielle Situation ist, in der er sich noch zurechtfinden muß, verfügt er doch über das nötige Werkzeug, dieser Lage Herr zu werden.
Dennoch: wenn ein "erstklassiger" und so erfahrener Trainer wie Ottmar Hitzfeld in dem turbulenten Umfeld von Bayern München schon nach einem Jahr nicht mehr zurecht kommt, dann wird dieses auch Klinsmann nicht kalt lassen, sondern zur Herausforderung werden. Ich bin fest davon überzeugt: Klinsmann wird sportlich und medial eine äußerst hervorragende Figur nicht abgeben: zwar nicht so wunderbar Gentleman like wie unser Ottmar, aber dafür immer mit einem Lächeln :).