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FC Bayern – "Es brodelt"
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Zahlenlehre
Bei Ottmar Hitzfeld war das so: Entweder er spielte 4-4-2 oder 4-4-2. Manchmal spielte er auch 4-4-2. Der Realpolitiker war schlau genug, ein Ribéry-taugliches System zu installieren: mit doppelter Sechs und zwei Rennern auf den Seitenstreifen, wovon einer immer Ribéry war. Eine Systematik, die vor allem wegen der Klasse des Franzosen funktionierte. Klinsmann versuchte, aus Ribérys Verletzungspause das Beste zu machen und die Mannschaft flexibler zu gestalteten. Immer wieder gab er auch andere Systeme in Auftrag, ein 3-5-2 etwa oder eine Mittelfeldraute, stets orientiert am internationalen Markt, der keine Spitzenmannschaft mit nur einem einzigen System kennt. Ein lobenswerter Plan, dessen Umsetzung aber durch die allgemeine Verunsicherung in der Defensive erschwert wurde - und durch die Kakophonie am Standort München, an dem im Misserfolgsfall sämtliche Gurus durch die Stadt getrieben werden. Die Abkehr vom 4-4-2 sei nicht klug gewesen, urteilte per Ferndiagnose der Franzose Lizarazu, und Stefan Effenberg sagt sowieso zu allem was. Das 3-5-2-Experiment beendete Klinsmann aber auf Anregung des Spielers Lahm, der vorsichtig anmerkte, dass man dieses System erst besser einstudieren müssen, bevor man damit wieder an die Öffentlichkeit gehe.
Foto: Reuters
6. Oktober 2008, 18:29 2008-10-06 18:29:00