FC Bayern - Borussia Dortmund 1:1 So viel Revanche muss sein

Dazu passte ganz gut, dass BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke recht vergnügt bilanzierte: "Das ist für uns ein Erfolgserlebnis." Und dass auch Trainer Jürgen Klopp sagen dufte: "Es ging für uns nicht darum, einen Vorsprung aufzuholen, sondern darum, in diesem Spiel zu bestehen. Und damit bin ich total zufrieden, wie meine Mannschaft das gemacht hat."

Revanche verpasst, Badstuber verloren, dem Titel genähert, so ließ sich der Abend dagegen aus Sicht der Münchner zusammenfassen. Denn Innenverteidiger Holger Badstuber hatte sich ja schwer verletzt. Der Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie war noch im Stadion diagnostiziert worden, eine Kernspintomographie am Sonntag bestätigte dies. Badstuber soll am Montag operiert werden.

Die Verpflichtung eines weiteren Innenverteidigers schlossen die Bayern erstmal aus. Mit Dante, Jerome Boateng, Daniel van Buyten und dem ebenfalls für die zentrale Deckung geeigneten Javi Martínez halten sie sich für ausreichend belastbar besetzt.

Immerhin dem Titel genähert hatten sich die Bayern durch das Unentschieden, so werteten das sogar die meisten Dortmunder. "Ja, es sieht nicht so schlecht aus", sagte Klopp mit einem Lächeln zu der durchaus ungewöhnlichen Meisterprognose seines Kollegen Jupp Heynckes, der die acht Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Bayer Leverkusen und deren elf auf die Borussia als komfortabel einstufte. Außerdem, befand der Bayern-Trainer, sei seine Mannschaft "gierig, wieder deutscher Meister zu werden. Und ich denke, dass wir bis heute, 15. Spieltag, gezeigt haben, dass wir das in diesem Jahr auch können und auch höchstwahrscheinlich schaffen werden."

Auch ihm ging es am Ende noch einmal um die Kleinigkeiten. Dortmund, sagte er, habe "drei sehr gute Möglichkeiten" gehabt, und "wir auch drei hervorragende Torchancen" gegen Ende. Ein bisschen besser sei die eigene Mannschaft gewesen, sollte das wohl heißen. So viel Revanche musste jetzt schon noch sein.