Der FC Bayern spielt erst unglücklich, dann schwach, am Ende sogar miserabel. Der späte Siegtreffer von Miroslav Klose reicht für den Sieg, nicht aber für ein Ende der sportlichen Krise.
Der "American way of life" ist in jüngster Zeit in die Kritik geraten und doch zählt der USA-Fan Jürgen Klinsmann zu den wenigen Profiteuren der aktuellen Weltfinanzkrise. In der allgemeinen Sorge ums Ersparte ist die sportliche Misere beim FC Bayern doch sehr in den Hintergrund gerückt. Das und zwei Länderspiele gaben Klinsmann und dem FC Bayern genug Zeit, den erschreckenden Saisonstart zu überdenken.
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Ein Hängen und Würgen: Der FC Bayern besiegt den Karlsruher SC mit unverschämt viel Glück. (© Foto: dpa)
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Der heutige Samstag war also ein neuer Anlauf zu altem Erfolg, zumal mit dem Karlsruher SC zwar der direkte Tabellennachbar (Platz zwölf) aber eben doch ein dankbarer Gegner (eben Platz zwölf) bereit stand.
Interessant wurde es schon bei Bekanntgabe der Aufstellung: Mark van Bommel (sah erst in der 45. Minuten Gelb) durfte von Beginn an spielen, Lukas Podolski nicht (durfte immerhin noch in der ersten Halbzeit aufs Feld).
Ribéry brutal
Die erste notierenswerte Szene des Spiels gehörte Franck Ribéry. So weit nicht überraschend. Doch weder ein Dribbling noch ein Pass hatte den Gegner erstaunt, sondern Ribérys überhartes Einsteigen im Zweikampf, nach nur 31 Sekunden sah der Franzose die gelbe Karte. Das konnte man aus Münchner Sicht auch positiv interpretieren: als motiviertes Einsteigen.
Ähnlich zwiespältig fiel das erste Tor der Münchner nach nur vier Minuten aus: Luca Toni hatte einen Lupfer aus dem Halbmittelfeld schön abgeschirmt, schön mitgenommen und schön im Tor versenkt, leider aus einer Abseitsposition heraus. Immerhin: Herr Toni hatte mal wieder in ein Tornetz getroffen.
Ein offizielles 1:0 verhinderte Karlsruhes Schlussmann Miller mit guten Paraden gegen etwa Klose, erneut Toni und zweimal Schweinsteiger. Die erste Viertelstunde gehörte klar dem Gast aus München, Karlsruhe verteidigte meist dicht gedrängt um den eigenen Sechzehner. Immerhin machten die Zuschauer recht viel Lärm für so ein kleines Stadion (ausverkauft mit 30.500 Zuschauer).
Luca Toni verletzt
Und der KSC? Traf gleich beim ersten Ausflug in die Münchner Spielhälfte die Latte, der sehenswerte und beinahe perfekte Freistoß kam von Sebastian Freis, ihrem besten Angreifer. Es wäre ein für diese Saison typischer Gegentreffer aus Münchner Sicht gewesen - ein unerwarteter Nackenschlag, psychologisch fatal.
Es blieb beim 0:0, der Partie ging zunehmend der Reiz verloren, weil der FC Bayern im Angriff aus Verlegenheit auf Altbekanntes setzte: hoffen, dass Zé Roberto irgendwie trifft oder Oddo unmotiviert gen Strafraum flankt.
Einzig bemerkenswert: Luca Toni musste wegen Hüftbeschwerden raus, Podolski durfte rein. Den Halbzeitpfiff nahm niemand im Stadion übel, eine Bratwurst und ein Bier waren jetzt eine erfreuliche Abwechslung.
Wie schön, dass ein Reporter zur Pause Oliver Kahn von der Tribüne und vor ein Mikrofon holte. Kahns Halbzeitanalyse war sehr unterhaltend. Seinen Worten entnahm man, dass er fünf Euro eher auf den KSC als auf den FCB setzen würde. "Mit zunehmender Dauer werden die Bayern nervös", prophezeite Kahn, und warnte zugleich: "die Karlsruher spielen jetzt auf ihr Lieblingstor." Dann sollte er noch Franz Beckenbauer im Premiere-Studio grüßen und riet: "Franz, erzähl keinen Blödsinn." Er fehlt halt doch der Liga, also Oliver Kahn.
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Bürgermeister in Baden-Württemberg
Da stimmt ich Ihnen vorbehaltlos zu commanderkeen69.
Einfach löschen geht gar nicht. Und wie gesagt würde es mich auch freuen, mehr Rückmeldung zu erhalten auf Anfrage, warum ein Beitrag gegen die netiquette verstoßen hat. Ich kann mir vorstellen, dass das nicht bei jedem Quatsch geht. Aber ich hatte hier schon in anderen Themenbereichen lange, differenzierte Beiträge, die m.E. niemanden beleidigt haben und die einfach nicht veröffentlicht wurden. Das ärgert dann einfach, wenn man nicht weiß, was man falsch gemacht haben soll und sieht in der Tat nach Willkür aus!
Garantiehesse, da hab ich mich vielleicht falsch ausgedrückt:
Es geht mir vor allem um die vielen weiteren Kommentare, von mir, aber auch von anderen Usern, die hier mal kurz auf der website waren und die dann später so wundersam verschwunden sind. Und das ohne Spuren zu hinterlassen .. Es wurden halt nicht nur die zwei Kommentare gelöscht, von denen man es sehen kann, sondern einige andere auch. Und die hatte beim besten Willen keinen beleidigenden Inhalt. Und das ist dann schon Zensur, wenn ein Moderator das löscht was ihm nicht passt.
Marc Baumann sollte sich entschuldigen, meine Meinung. Aber wahrscheinlich hat er zu viel zu tun, beim SZ-Magazin, wo er herkommt und wo er hingehört.
"Ein Forum, in dem zensiert wird, kann man gleich zumachen."
Das sehe ich so nicht ganz. Erstens ist es hier kein Forum, sondern eine Kommentarmöglichkeit. Von daher stimme ich dem Moderator schon zu, wenn er auf unser "Recht" hinweist, hier überhaupt etwas mitteilen zu dürfen. Und ich bin der Meinung, dass man wirklich beleidigende Beiträge tatsächlich löschen sollte! Diese führen nur zu Diskussionen und Streiteren der Kommentatoren untereinander. Die Grenze ist natürlich schwammig und daher sollte man sich schon gut überlegen wo man sie zieht. Das scheint hier wie auch in vielen anderen Fällen nicht so gut gelungen zu sein.
Über den Moderator sind die Meinungen ja geteilt.
Ich finde es jedenfalls nicht mehr akzeptabel, wie Beiträge hier zensiert werden. Da wird wegen angeblicher Beleidigungen gelöscht ("Schülerzeitung", "polemisch", "reif für den Mülleimer"), obwohl diese Kommentare nur das Spiegelbild zum eigentlichen Artikel sind (wie man in den Wald hineinruft ..). Und vor allem werden Beiträge gelöscht, ohne dies kenntlich zu machen. Da fängt die Zensur schon nicht mehr an, da findet sie statt.
Ein Forum, in dem zensiert wird, kann man gleich zumachen. Aber offensichtlich glaubt der Moderator, dass es genug Leser gibt die das nicht merken.
P.S.:
Ich finde es im Übrigen dennoch gut, dass die Moderatoren sich hier überhaupt zu Wort melden. Sie könnten es ja auch ganz sein lassen.
In einem Fall von mir neulich in einer politischen Diskussion weiss ich bis heute nicht, was ich schlimmes getan habe, dass mein Beitrag nicht veröffentlich wurde. Ich bin nun einer der letzten, der andere Beleidigen will und man sollte mir auch Nachfrage per Mail zumindest mitteilen, was so schlimm gewesen sein soll, damit ich es entweder richtig stellen kann, oder beim nächsten Mal tatsächlich unterlasse (man kann sich ja auch mal unbewusst vergriffen haben und interpretiert eine Aussage anders, als der Empfänger der Aussage). Eine Begründung gehört für mich auf Nachfrage dazu. Wenn ein User bewusst provoziert, um eine Begründung zu provozieren, bleibt ja noch die Sperrung.
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