Vor einem Jahr beherrschte der FC Bayern die Bundesliga - und blamierte sich in Mailand mit 1:4. Nun haben die Münchner Probleme gegen die "Kleinen", gegen starke Mannschaften glänzen sie. Was ist der AC Mailand?
Der 8. März 2006 hat einen festen Platz im Gedächtnis der Fans des FC Bayern. Die Mannschaft unterlag im Achtelfinal-Rückspiel beim AC Mailand mit 1:4. Das Ausscheiden war schlimm genug, das Ergebnis - zu dem sich auch noch die 1:4-Niederlage der deutschen Nationalelf gesellte - machte jedoch deutlich: Der deutsche Fußball ist im Mittelmaß angelangt.
Der Anfang vom Ende 2006: Inzhagi macht das 1:0 gegen den FC Bayern (© Foto: AP)
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Nur ein Jahr später treffen beide Mannschaften wieder aufeinander, diesmal im Viertelfinale. Der FC Bayern muss heute in Mailand antreten, am kommenden Mittwoch folgt das Rückspiel in der Allianz Arena.
Was hat sich getan beim FC Bayern seit der schmerzlichen Niederlage vor einem Jahr? Die auffälligste Veränderung freilich fand auf der Trainerbank statt. Dort sitzt nun Ottmar Hitzfeld, seit Felix Magath seinen Stuhl räumen musste.
Auffällig ist jedoch auch: In der vergangenen Saison dominierte der FC Bayern die Bundesliga, obwohl die Spiele gegen die direkten Konkurrenten verloren gingen. Die Münchner unterlagen in Bremen mit 0:3, dazu gab es zwei Niederlagen gegen den HSV.
In dieser Saison ist es umgekehrt. Der FC Bayern tut sich schwer gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte, kann gegen die Spitzenmannschaften allerdings glänzen - wie beim 2:0 über Schalke 04 am vergangenen Samstag. "Wir spielen in dieser Saison gegen schwere Gegner einfach besser", sagte Roy Makaay nach dem Spiel.
Nun muss man bestimmen, zu welcher Sorte Gegner der AC Mailand gehört. In der Liga dümpelt Milan auf Platz sechs, italienische Sportzeitungen verspotten die Mannschaft in Anspielung auf das hohe Durchschnittsalter als eine Ansammlung aus Dinosauriern. In der Champions League jedoch spielte der AC Mailand bisher souverän, gewann die Gruppe H und setzte sich im Achtelfinale gegen Celtic Glasgow durch.
In der Königsklasse muss man den AC Mailand also zu den großen Gegnern zählen - und die liegen dem FC Bayern. Es könnte also sein, dass sich auch der 3. April ein festes Datum in den Köpfen der Bayern-Fans wird.
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(sueddeutsche.de)
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last but not least- Ich bin Ihrer Meinung.
Please: Auf muencherisch: Schau ma moi.
Best regards.
Sicherlich wäre im Rahmen einer Gesamtschau des AC Milan in Anbetracht der Machenschaften Berlusconis (immerhin seit fast 20 Jahren beim Club) bei der Bezeichnung des AC Milan als "Großer Club" eine gewisse Skepsis berechtigt.
Allerdings hat Herr Schmieder in diesem Artikel mMn lediglich eine aktuelle, rein sportliche Bewertung abgeben wollen. Entsprechend stellt sich doch lediglich die Frage, ob die Truppe zur Zeit stark und in diesem Sinne "groß" ist, oder eben nicht. Diese Bewertung kann ohne weiteres erfolgen, ohne auf die Taten des unsäglichen Berlusconi Rücksicht zu nehmen. Und den AC momentan als "Großen" zu sehen ist trotz des Durchschnittsalters usw. angebracht.
Noch kurz was zu Kahn:
ich finde nicht, daß die Sperre für ihn unverhältnismäßig ausgefallen ist. Die Begründung für die Sperre beruhte ja nicht bloß auf seiner Pöbelei, sindern auch auf der Tatsache, daß er nicht direkt zur Dopingprobe, sondern stattdessen erst einmal unter die Dusche gegangen ist. Das ist schlicht unprofessionell, mit anderen Worten dumm. Vor allem, wenn man bedenkt, was aktuell für ein Alarm um Doping und den Kampf dagegen herrscht. Rio Ferdinand hat 2004 auch seinen Dopingtest "vergessen" (ob wahr oder nicht sei dahingestellt) und wurde für 8 Monate (!) gesperrt. Insofern stimmt es sogar, daß Kahns Strafe unverhältnismäßig ausgefallen ist - unverhältnismäßig gering.
Wenn Ancelotti Kahn als Herz der Mannschaft bezeichnet, überschätzt er Kahns wirkliche Rolle mMn ein wenig. Das wird Rensing hoffentlich nachher beweisen. Schwerer wiegt da auf alle Fälle vB´s Sperre. Deren Zustandekommen gehört in die Kategorie Dumm gelaufen. Ob da gleich Verschwörungstheorien angebracht sind, wage ich zu bezweifeln, denn vertretbar ist die Sperre allemal.
Tip: heute 1-1, in München 2-0, und dann schaun mer mal...
Das Milan in einige Affären verstrickt war/ist kann man natürlich nicht leugnen, ich denke, der ganze italienische Fußball hat da ein großes Problem. Meiner Meinung nach hätte Milan auch niemals die Qualifikation für die Champions League spielen dürfen. Die ursprüngliche Strafe wurde ja dann so lange gemildert, bis es Milan wieder schön in die Champions League geschafft hat.
Aber die privaten und geschäftlichen Verfehlungen des (ehemaligen) Präsidenten Berlusconi haben in der Auszählung doch nichts zu suchen.
Der Kaiser zeugt uneheliche Kinder, hat das was mit dem Verein Fc Bayern zu tun? Doch wohl eher nicht, oder?
Als Kommentar auf der Politikseite halte ich Ihren Hinweis für passend, aber nicht beim Sport.
Schönen Gruß