Vor dem Rückspiel im Champions-League-Halbfinale sprechen die Fakten für Inter und gegen Barcelona - deshalb wird im Camp Nou eine Drohkulisse aufgebaut.
Der Weg ist vorgezeichnet, seit Wochen schon. "Finale" steht auf den Plakaten, die das Camp-Nou-Stadion des FC Barcelona verzieren. Geschmückt sind sie mit dem Champions-League-Pokal, den Barça 2009 emporrecken durfte, und mit einem elektrisierenden Wort: Madrid.
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Auf Lionel Messi ruhen die Hoffnungen der Barcelona-Anhänger. (© Foto: Reuters)
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Am 22. Mai findet dort das diesjährige Champions-League-Finale statt, genauer: im Estadio Santiago Bernabéu, der Heimat des Erzrivalen Real Madrid. Barça hat dort schon 1997 eine Trophäe gewonnen, den spanischen Königspokal, der damalige Vize- und spätere Klubpräsident Joan Gaspart enterte seinerzeit die Sprecherkabine, schloss sich ein und legte eine CD mit der Vereinshymne ein: dreimal lief sie über die Stadion-Lautsprecher.
Doch die Erinnerung an das unvergleichliche Gefühl des Triumphs auf feindlichem Boden erlischt, neue Generationen trachten nach Auffrischung. Das erklärt, zum Teil jedenfalls, dass Barcelona am Vorabend des Halbfinal-Rückspiels gegen Inter Mailand kaum wiederzuerkennen ist. Und vollends durchgeknallt zu sein scheint.
Selbst die Stadtältesten können sich nicht daran erinnern, ihre Heimat in einem derart exzessiven Zustand der Erregung erlebt zu haben wie zurzeit. Der Verein hat die Anhänger aufgerufen, 45Minuten vor Spielbeginn in Vereinsmontur im Stadion zu sein - um die Italiener bereits einzuschüchtern, wenn sie die Muskeln lockern und wärmen. Alle Motorrad- und Rollerfahrer sind aufgefordert, sich um 18 Uhr zum Mannschaftshotel zu begeben, der Bus soll per Korso zum Stadiontor begleitet werden.
Der Klub hat Anzeigen in Funk, Presse und Fernsehen geschaltet, dabei ist in den lokalen Medien auch so schon vom "Jahrhundert-Kessel" die Rede, der Inter bereitet werden müsse. Vor dem Anpfiff wird auf den Rängen ein Mosaik gebildet werden, das jedem nordkoreanischen Gewerkschaftstag zur Ehre gereichen würde. Und sobald das Spiel beginnt, wird das Stadion röhren wie noch nie. "Ich erwarte das beste Camp Nou der Geschichte - und dass die Spieler Inters 90 Minuten lang ihren Beruf als Fußballer hassen", sagt Verteidiger Gerard Piqué, Vereinsmitglied bei Barça seit seiner Geburt.
Doch nicht allen Anhängern Barcelonas ist bei dem Gedanken an die außergewöhnliche Drohkulisse geheuer. Sie fürchten, dass sie die womöglich wichtigste Tugend erstickt, die Barça am Mittwochabend zeigen muss, um auf Inter einen Zwei-Tore-Rückstand aufzuholen: Geduld. "Um gegen Inter weiterzukommen, müssen wir die Essenz unser selbst sein, unsere Essenz in Reinheit", hat Trainer Josep Guardiola gesagt. Und das bedeutet, rast-, aber hastlos Spielzüge stricken, bis der Ball von 90000 Lungenpaaren bloß noch über die Linie gepustet werden muss, wie es der frühere Barcelona-Trainer Carles Rexach einmal sinngemäß formuliert hat.
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Führungsstreit der Linken
Die Kritik teile ich nicht!
Die Statistiken fand ich recht interessant und den den Artikel sehr schön und gelungen (Wie eigentlich alle Artikel von Herrn Cáceres). Ich drücke dem FC Barcelona die Daumen und hoffe auf ein Wunder.
Der Artikel ist gut, nur die letzten beiden Absätze mit Statisk einfach nur sinnlos.
Man hätte es auch kürzer zusammenfassen können:
Die Statistik besagt, dass es ungleich schwieriger ist eine Runde weiterzukommen, wenn man das Hinspiel verloren hat!
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich Inter Mailand das noch nehmen lässt. Zumal da Mourinho ein gewiefter Taktiker ist und der italienische Catenaccio die Spanier zur Verzweiflung bringen dürfte - Messi hin oder her! Ausserdem glaube ich, dass Inter Mailand für FC Bayern ein angenehmerer Gegner ist, da der Respekt sich in Grenzen halten dürfte. Was übergroßer Respekt ausmacht, konnte man schön beim Spiel in Manchester sehen, als die Bayern schon in der 1. Hälfte mit gleich mit 2:0 in Rückstand gerieten (auch durch die überraschende Aufstellung von Wayne Rooney, der gar keine starke Leistung abrufen konnte).
hoffe auch auf barcelona, denn dann würde mich eine finalniederlage der bayern weniger stören. barcasieg im berabeu, ansich eine sehr schöne vorstellung.
Die Kampagne, die vom Verein seit dem Wochenende gefahren wird, ist in der Tat grandios und einmalig und dient natürlich dazu die Fans zu emotionalisieren...heute sind alle Fans dazu aufgerufen ihr Trikot den ganzen Tag zu tragen...dennoch ist das alles nicht größenwahnsinnig und auch nicht arrogant...
In der Vorrunde hat man den Dolmetscher schon mit 2:0 besiegt, also sollte das heute abend auch möglich sein...ich bin davon überzeugt, die Mannschaft scheint bis in die Haarspitzen motiviert... falls es nicht klappt, dann drücke ich halt den Bayern im Finale die Daumen...
Und jetzt werde ich langsam zu nervös um noch vernünftige Sätze zu schreiben...