Ende der Neunziger jedenfalls waren die freundschaftlichen Verflechtungen der deutschen Klubs noch schwerer zu durchschauen als der Stammbaum eines sizilianischen Mafiaclans. Kein Wunder also, dass sich manch ein Fan in die überschaubaren Siebziger und Achtziger zurückwünschte. Damals existierten gerade einmal eine Handvoll ernsthafter Verbindungen, die obendrein allesamt auf die gleiche Art und Weise entstanden waren, nämlich durch irrtümlich ausgebliebene Prügeleien.
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So hatten sich schon 1976 Karlsruher und Herthaner versehentlich einmal nicht gegenseitig verdroschen und das als Zeichen tiefer gegenseitiger Zuneigung missverstanden. Schalker und Nürnberger hatten sich ganz ähnlich gefunden, und auch das auf den ersten Blick wie ein Duett der Verzweifelten daherkommende Pärchen VfL Bochum und FC Bayern war nur zusammengekommen, weil Bochumer Anhänger anlässlich eines Aufeinandertreffens im Jahre 1973 generös auf Backenfutter für eine bayrische Delegation verzichtet hatten.
Und nun?
All diese Verbindungen erfreuten sich anschließend hoher Akzeptanz in den Fankurven, bedeuteten sie nämlich zumindest für eine Partie eine Auszeit von den allgegenwärtigen Hooligan-Hauereien. Und außerdem gab es nach dem Spiel noch einen neuen Freundschaftsaufnäher für die eigene Kutte.
Heutzutage haben sich fast alle Fanfreundschaften überlebt. Zu Recht, finden viele Anhänger schon länger, schließlich geben wüste Beleidigungen und treffende Herabwürdigungen von den Rängen nahezu jedem Fußballspiel erst die richtige Würze. Freundschaftliche Beziehungen zu den Fangruppen von gegenüber, die zu übermäßiger Rücksichtnahme verpflichten, sind da eher hinderlich. Ganz ausgeschlossen ist es allerdings nicht, dass schon bald wieder neue Allianzen und Freundschaften fürs Leben geschlossen werden. Alarmierend allein, dass in einem Dortmunder Fanforum ein Anhänger nicht ausgelacht wurde, der dazu aufrief, Vereine zu nennen, mit denen der BVB in Zukunft freundschaftliche Beziehungen aufnehmen könnte.
Das werden sicher alles langjährige, vertrauensvolle Partnerschaften.
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- Fußball Die bekanntesten Fanfreundschaften 18.09.2008
(sueddeutsche.de/11 Freunde/aum)
New Yorker Bürgermeister will XXL-Soft-Drinks verbieten
Der Artikel ist wirklich miserabel recherchiert. Es trifft zu, dass FCN-Anhänger beim Ligapokal-Halbfinale gegen Schalke 04 "Ihr werdet nie Deutscher Meister" skandierten, eine Antwort aus der Südkurve der rund 500 Schalker bleib jedoch aus.
Im Übrigen haben die rund 10.000 Schalker während und nach dem letzten Spiel der Saison 07=08 (Sieg für S04 = Abstieg FCN) den Club nahezu über die gesamte Spieldauer toll unterstützt - das ist einmalig in Deutschland und gibt es so nigendwo auf der Welt.
Nach Spielende kamen sogar Schalker zu uns und haben sich für den Sieg Ihres Teams quasi entschuldigt. Wie gesagt: einmalig!
Der Artikel ist schlecht recherchiert: Seit dem Ligapokal haben der Club und Schalke 2x in der Liga gegeneinander gespielt und jedesmal kam es zu zahlreichen Freundschaftsbekundungen und Verbrüderungen. Gegen Lautern und Ahlen waren jeweils viele Schalker in den Clubblöcken, umgekehrt gehen Clubberer gegen Stuttgart und Hoffenheim in den Schalkeblock. Die Freundschaft lebt seit jenem Ligapokalspiel jedenfalls wieder stärker!
Ich habe noch nie viel von sogenannten Fanfreundschaften gehalten.
Alles außer Sechzig ist schei*e !
Exakt dieser Artikel stand heute morgen schon auf SPIEGEL ONLINE
Ist zwar von "11 Freunde" ,aber dass man alles nachmachen muss...
Es war mir auch immer schleierhaft, wie es zu einer Fanfreundschaft zwischen Bayern und Bochum kommen konnte!