Erfolg in der BBL Bayern-Basketballer besiegen Braunschweig

13 Punkte gegen Braunschweig: Bayerns Flügelspieler Robin Benzing (re.). 

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Im Nachholspiel des 18. Spieltags gewinnt der FC Bayern 75:70 in Braunschweig. Das Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring ist für kommende Saison gesichtert, Lewis Holtby feiert in England mit einem Remis sein Debüt für Tottenham. Radfahrer Fränk Schleck wird wegen eines positiven Dopingbefundes schuldig gesprochen. Ulms Basketballern gelingt ein erstaunlicher Sieg im Eurocup.

Sportnachrichten in Kürze

Basketball, BBL: Bundesligist Bayern München hat nach einer kurzen Enttäuschung wieder gewonnen. Drei Tage nach der 75:83-Niederlage bei Vizemeister ratiopharm Ulm gewann das Team von Trainer Svetislav Pesic ein Nachholspiel vom 18. Spieltag mit 75:70 (37:26) bei den Phantoms Braunschweig und schob sich vorübergehend auf Tabellenplatz drei hinter Ulm. Die Bayern, die vor der Niederlage in Ulm sieben Spiele in Folge gewonnen hatten, gerieten nach einer überlegenen ersten Hälfte im dritten Viertel sogar noch einmal beim 50:51 in Rückstand, setzten sich aber in der Schlussphase wieder vorentscheidend ab. Erfolgreichster Korbschütze der Münchner war Steffen Hamann mit 18 Punkten, Robin Benzing kam auf 13 Zähler. Für Braunschweig erzielte Immanuel McElroy 17 Punkte.

Fußball, England: Ein glücklicher Punkt im Verfolgerduell für Per Mertesacker und Lukas Podolski mit dem FC Arsenal, durchwachsener erster Arbeitstag für Lewis Holtby bei Tottenham Hotspur: Am 24. Spieltag der englischen Premier League erkämpfte sich Arsenal im Kampf um die internationalen Plätze gegen den direkten Konkurrenten FC Liverpool nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2 (0:1). Der Ex-Schalker Holtby kam als Einwechselspieler mit den "Spurs" über ein 1:1 (0:1) bei Außenseiter Norwich City nicht hinaus. Spitzenreiter Manchester United baute durch einen 2:1 (2:1)-Sieg gegen den FC Southampton seinen Vorsprung vor Meister Manchester City auf sieben Punkte aus. Der FC Chelsea musste sich ohne den früheren Bremer Marko Marin durch zwei späte Gegentore mit einem 2:2 (1:0) beim FC Reading zufrieden geben, blieb aber Dritter. Der FC Everton schlug West Bromwich Albion mit 2:1 (2:0) und hielt Platz sechs hinter Tottenham. Mit dem FC Fulham setzte sich der frühere Nationalspieler Sascha Riether 3:1 (1:0) gegen West Ham United durch. Liverpools Luis Suarez hatte Arsenal mit seinem Führungstreffer nach nur fünf Minuten geschockt, Jordan Henderson (60.) erhöhte nach der Pause. Ein Doppelschlag durch Olivier Giroud (65.) und Theo Walcott (67.) sicherte doch noch den Punkt für die Londoner, bei denen Podolski und Mertesacker durchspielten. Holtby kam bei den "Spurs" in der 71. Minute ins Spiel, wenig später gelang Gareth Bale (80.) der Ausgleich für Tottenham. Wesley Hoolahan (32.) hatte Norwich überraschend in Führung gebracht. Starstürmer Wayne Rooney (8./27.) drehte für ManUnited das Spiel gegen Southampton, das durch Jay Rodriguez (3.) in Führung gegangen war.

Formel 1, Nürburgring: Der deutsche Formel-1-Lauf findet am 7. Juli auf dem Nürburgring statt. Das berichtet die Rhein-Zeitung. Demnach hat sich Formel-1-Boss Bernie Ecclestone mit dem Geschäftsführer der staatlichen Nürburgring Betriebsgesellschaft (NBG), Karl-Josef Schmidt, am späten Mittwochabend auf einen Vertrag verständigt. Noch ist allerdings offen, ob das Rennen als Großer Preis von Deutschland oder als Großer Preis von Europa ausgetragen wird. Sollte der Automobilclub von Deutschland (AvD) sportlicher Ausrichter bleiben, bleibt es beim Großen Preis von Deutschland. Übernimmt der ADAC wie angestrebt dessen Rollen, würde das Rennen den Europa-Titel vom gestrichenen Valencia-Rennen erben. Mit der Einigung endete ein monatelanger Streit um die Ausrichtung des Rennens. Zuletzt hatte Ecclestone ein Angebot der früheren Pächter Jörg Lindner und Kai Richter zurückgewiesen. Am Donnerstag sollen auf einer Pressekonferenz Details bekannt gegeben werden, darunter auch, wann der Kartenverkauf beginnt. Die Formel-1-Saison beginnt am 17. März mit dem Rennen im australischen Melbourne.

Radsport, Dopingsperre: Radprofi Fränk Schleck ist nach seinem positiven Dopingbefund bei der Tour de France 2012 schuldig gesprochen worden. Wie die luxemburgische Anti-Doping-Agentur ALAD am Mittwochabend entschied, wird der 32-Jährige für zwölf Monate rückwirkend vom 14. Juli 2012 an gesperrt. Damit verpasst der Profi des Teams RadioShack-Nissan die Hälfte der Saison 2013, einschließlich der Frankreich-Rundfahrt. Der Fahrer oder die anderen involvierten Parteien können innerhalb von 21 Tagen Berufung einlegen. Schleck sagte, er habe sich nichts vorzuwerfen und nie betrogen. "Natürlich bin ich enttäuscht", betonte der Bruder der Tour-Siegers von 2010, Andy Schleck.

"Ich halte das Urteil für zu streng, wenn man bedenkt, dass die Kommission anerkannt hatte, dass ich unabsichtlich ein verunreinigtes Produkt konsumiert habe", sagte Fränk Schleck. Ihm war bei der Tour das Diuretikum Xipamid nachgewiesen worden, das auch zur Verschleierung von Dopingmitteln eingesetzt werden kann. Der Tour-Dritte von 2011 bestreitet Doping und hatte zuletzt öfter vermutet, ihm sei die verbotene Substanz untergeschoben worden. Neben der Sperre verfügte die ALAD eine Streichung aller Resultate Schlecks aus dem Vorjahr. Um eine Geldstrafe kommt der Profi herum, muss aber die Gerichtskosten tragen.

Basketball, Eurocup: Ratiopharm Ulm hat die erfolgreiche Revanche gegen Galatasaray Istanbul überschwänglich gefeiert. Der Bundesliga-Zweite besiegte am Mittwochabend in der Gruppe L der Zwischenrunde den türkischen Topclub mit 91:70 (39:33). Beste Werfer bei Ulm waren Center John Bryant mit 20 Punkten und Allan Ray (18). Bei Istanbul ragte der puerto-ricanischen Point Guard und Ex-NBA-Profi Carlos Arroyo (23) heraus. Bei zwei ausstehenden Spielen hat Ulm weiter Chancen auf den Viertelfinal-Einzug. Der Vizemeister, der am Sonntag mit dem 83:75 die Siegesserie des FC Bayern München beendet hatte, legte mit einer 25:17-Führung nach dem ersten Viertel mächtig los. Die Gäste hatten das Hinspiel vor einer Woche in Istanbul klar mit 82:66 gewonnen. Sie setzten das Team von Trainer Thorsten Leibenath vor 6000 Fans in der ausverkauften Arena immer mehr unter Druck und kamen zur Halbzeit auf 33:39 heran. Erwin Dudley schaffte kurz darauf den Ausgleich zum 39:39, aber die Ulmer konnten sich wieder einen Vorsprung herausspielen. Als der georgische Neuzugang Manutschar Markoischwili einen Dreier vergab, bauten die Schwaben ihren Vorsprung auf 65:55 aus - und legten am Ende sogar noch zu.

Eishockey, DEL: Die Kölner Haie haben sich in der Deutschen Eishockey Liga an die Tabellenspitze gesetzt. Die Rheinländer gewannen am Mittwochabend ihr Spiel gegen die Iserlohn Roosters mit 2:1 und feierten im achten Match den siebten Sieg. Köln liegt nun mit 80 Punkten vor Mannheim (77). Iserlohn, das sich durch einen Sieg auf einen Playoff-Platz verbessert hätte, bleibt auf Rang zwölf. Die Kölner taten sich wie schon am Sonntag gegen Wolfsburg gegen die Sauerländer schwer. Felix Schütz brachte die Haie vor 9604 Zuschauern erst im zweiten Drittel mit seinem 17. Saisontor in Führung (26.). Simon Fischhaber glich allerdings in Überzahl in der 37. Minute für die Iserlohner aus. Als alles auf eine Verlängerung hinauslief, gelang der Heimmannschaft doch noch der glückliche Siegtreffer in der regulären Spielzeit. John Tripp fälschte in der letzten Minute einen Schuss ins Tor der Roosters zum 2:1 ab.

Fußball, Afrika Cup: Außenseiter Togo hat den letzten freien Platz im Viertelfinale erobert. Im direkten Aufeinandertreffen gegen Tunesien erreichte der Westafrika-Staat am Mittwochabend ein 1:1 (1:1) und setzte sich damit dank der besseren Tordifferenz gegen die Nordafrikaner durch. Favorit Elfenbeinküste hatte sich bereits nach zwei Vorrundensiegen als Gruppenerster für die Runde der besten Acht qualifiziert, das abschließende 2:2 (0:0) in Rustenburg gegen Algerien war daher bedeutungslos. Im direkten Duell um Rang zwei in der Gruppe D hatte Togo Glück: Nach früher Führung durch Serge Gakpe (13.) kassierte das Team den Ausgleich von Khaled Mouelhi (30.) per Elfmeter. In der 77. Minute hatte Mouelhi erneut per Strafstoß den Sieg für die Nordafrikaner auf dem Fuß, scheiterte diesmal aber am Pfosten. Bei der Elfenbeinküste gab der Stuttgarter Arthur Boka sein Turnierdebüt in der Startelf. Dafür nahm Hannovers Didier Ya Konan zunächst auf der Bank Platz. Didier Drogba (78.) und Wilfried Bony (80.) retteten den Ivorern den Punkt, nachdem Sofiane Feghouli mit einem Strafstoß (64.) und El Arbi Soudani (70.) die Algerier in Führung gebracht haben. Im Viertelfinale trifft die Elfenbeinküste am Sonntag auf Nigeria, während Togo gegen Burkina Faso antritt.

Bundesliga, VfB Stuttgart: Nach einer wochenlangen Hängepartie hat Trainer Bruno Labbadia seinen Vertrag mit dem VfB Stuttgart bis zum 30. Juni 2015 verlängert. "Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, den Vertrag mit Bruno Labbadia und Eddy Sözer jeweils um zwei Jahre zu verlängern und es mit demselben Trainerteam in die Zukunft geht", sagte Sportdirektor Fredi Bobic am Mittwoch laut einer Mitteilung des Fußball-Bundesligisten. Sözer ist Co-Trainer von Labbadia.

"Ich bin sehr glücklich über die Vertragsverlängerung", sagte Labbadia, dessen alter Kontrakt zum Saisonende ausläuft. Im Dezember 2010 hatte der 46-Jährige den Traditionsverein aus der Landeshauptstadt Baden-Württembergs auf dem vorletzten Tabellenplatz vom heutigen Trainer des FC Schalke 04, Jens Keller, übernommen. In einem Kraftakt führte Labbadia den VfB noch auf Platz zwölf. "Bruno Labbadia hat in den gut zwei Jahren, die er beim VfB Stuttgart tätig ist, sehr gute Arbeit geleistet. Er hat die Mannschaft in einer schwierigen Phase übernommen, stetig weiterentwickelt und in der vergangenen Saison in den internationalen Wettbewerb geführt", lobte VfB-Präsident Gerd E. Mäuser seinen Cheftrainer.

In der laufenden Saison ist Stuttgart noch in allen drei Wettbewerben vertreten. Im DFB-Pokal trifft der Bundesliga-Elfte im Februar auf den VfL Bochum. In der Europa-League-Zwischenrunde ist der KRC Genk aus Belgien der nächste Gegner. Trotz der sportlichen Weiterentwicklung während seiner Amtszeit hatte sich Labbadia in den vergangenen Wochen eine Verlängerung mit Verweis auf die Sparmaßnahmen im Verein, den "Stuttgarter Weg" (Mäuser), und den für seinen Geschmack zu kleinen Kader offen gehalten. Im Dezember hatte Labbadia gesagt, er wolle sich erst mal "die Freiheit nehmen und beobachten, welchen Weg der Club" einschlägt. "Seitdem wir hier angefangen haben, sind wir diesen intensiven Weg bedingungslos mitgegangen. Dieser Weg ist für uns noch lange nicht zu Ende", sagte Labbadia. "Es gilt nun die geschaffenen Strukturen in der Mannschaft sowie im gesamten Verein auszubauen." Er wolle den VfB-Fans ein Team präsentieren, "das Spaß macht und begeistert, so wie es uns in der vergangenen Rückrunde auch schon gelungen ist".

Sportdirektor Bobic kann damit einen weiteren Erfolg für sich verbuchen. Erst verlängerte VfB-Urgestein Christian Gentner, dann Georg Niedermeier und schließlich auch der japanische Abwehrspieler Gotoku Sakai, alle bis 2016. Auch den Betreuerstab fixierte Bobic langfristig, Torwarttrainer Andreas Menger unterschrieb einen Vertrag bis 2016, Konditions- und Reha-Coach Christos Papadopoulos bis 2017. Nun bekam Bobic wie veranschlagt noch im Januar die Unterschriften von Labbadia und Sözer. "Seit dem Amtsantritt sind wir mit der Arbeit des gesamten Trainerteams sehr zufrieden. Sie genießen bei uns großes Vertrauen, weil wir wissen, dass sie noch nicht am Ende mit ihren Zielen sind und weiter so intensiv wie bisher für den Erfolg des Vereins arbeiten werden."

Mario Balotelli, Italien: Deutschland-Schreck Mario Balotelli hat bei seinem ersten Auftritt in Italien für einen Fan-Auflauf und chaotische Zustände gesorgt. Geschützt von Leibwächtern musste sich der vom AC Mailand verpflichtete Stürmerstar seinen Weg zum obligatorischen Medizin-Check in einem Krankenhaus der lombardischen Stadt Busto Arsizio durch Hunderte von Fans, Schaulustigen und Medienvertretern bahnen. Balotelli war am Mittwochnachmittag auf dem Mailänder Flughafen Malpensa in Begleitung seiner Eltern und Milans Geschäftsführer Adriano Galliani gelandet. Um den Medien aus dem Weg zu gehen, verließ der 22-Jährige, der vom englischen Meister Manchester City zurück in seine Heimat wechselt, den Flughafen durch einen Seitenausgang. "Ich wusste, dass ich zu Milan kommen würde. Ich wollte schon seit langem hier sein. Ich hoffe, dass mich die Tifosi mögen werden und ich mit der Mannschaft Großes leisten werde", sagte die neue Nummer 45 der Rossoneri. Geschäftsführer Galliani lobte Balotelli. "Sein Wechsel zu Milan ist ein Traum, der für die Tifosi und Klubchef Silvio Berlusconi in Erfüllung geht. Mit Mario stärken wir die Mannschaft sehr. Er ist schon seit Jahren in unseren Herzen", meinte Galliani.

Fußball in den USA: Nationaltrainer Jürgen Klinsmann hat mit den USA die Generalprobe für den Start in die entscheidende Qualifikationsrunde zur Fußball-WM 2014 in Brasilien verpatzt. Vor 11.737 Zuschauern kam das US-Team in Houston/Texas gegen Kanada über ein enttäuschendes 0:0 nicht hinaus.

Parallel-Slalom: Lena Dürr hat beim Parallel-Slalom in Moskau überraschend ihren ersten Weltcupsieg gefeiert. Im Finale gegen Veronika Velez Zuzulova aus der Slowakei behielt die 21 Jahre alte Skirennfahrerin am Dienstagabend mit 0,43 Sekunden Vorsprung die Oberhand. Vor ihrem ersten Start bei einem mit Weltcuppunkten belohnten City-Event war Dürr nie besser als Sechste gewesen. Neben 100 Punkten für die Slalom-Wertung gab der unerwartete Erfolg auch viel Selbstbewusstsein für die Weltmeisterschaften, die am kommenden Dienstag in Schladming beginnen. Dürr war in Russland nur am Start, weil Maria Höfl-Riesch und Viktoria Rebensburg auf die Teilnahme verzichtet hatten.

Felix Neureuther wurde im Norden der Millionenstadt Vierter und musste durch die Halbfinal-Niederlage gegen den Schweden Andre Myhrer einen Rückschlag in der Slalom-Weltcup-Wertung einstecken. Im Rennen um Platz drei war Ivica Kostelic aus Kroatien 0,01 Sekunden schneller. Marcel Hirscher baute seine Führung durch seinen 18. Weltcup-Sieg um 50 Punkte weiter aus. Für Fritz Dopfer war im Viertelfinale Schluss, auch er war langsamer als Myhrer. Als einzige deutsche Starterin musste Christina Geiger bereits nach der ersten Runde alle Hoffnungen begraben.