Fußball-Bundesliga Ballack bemängelt "großen Qualitätsunterschied" zu England

Ex-Natiomannschafts-Kapitän Michael Ballack kritisiert die aktuelle Qualität der Fußball-Bundesliga

(Foto: dpa)

Michael Ballack sieht die Bundesliga sportlich weit hinter dem englischen Fußball zurück. Dennis Schröder denkt über einen Kauf der Löwen Braunschweig nach.

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Fußball: Der frühere Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack sieht die Fußball-Bundesliga sportlich weit hinter dem englischen Fußball zurück. "Die Premier League ist das Maß aller Dinge. Ich sehe einfach einen großen Qualitätsunterschied. Auch die Mannschaften hinter den Spitzenteams spielen dort unterhaltsamer", sagte der 41-Jährige in einem Kicker-Interview. Der 98-malige Nationalspieler bemängelte grundsätzlich: "Wir haben ein Qualitätsproblem. In Frankreich ist die Ausbildung im Moment anscheinend besser.""Athletik, System, das alles hat überhandgenommen bei den Profis, aber auch schon im Jugendbereich", erklärte Ballack, der einst auch beim FC Chelsea spielte. "Mit einer schwächeren Mannschaft, die sehr gut organisiert ist, kann man gegen stärkere Mannschaften bestehen. Somit liegt der Schwerpunkt ganz klar auf diesem mannschaftsorientierten Bereich."

Zuvor hatte bereits Ex-Bayern-Profi Mehmet Scholl die so genannten Laptop-Trainer kritisiert ("Sie sind nicht wirklich an den Menschen und den Fußballern interessiert"), bei denen der individuelle Spieler zu kurz käme.Der frühere Bayern- und Leverkusen-Profi Ballack sieht auch die Vormachtstellung des Rekordmeisters aus München immer größer werden. "Vor ein paar Jahren haben wir gedacht, andere Clubs wie Dortmund könnten zumindest diese Lücke schließen, aber es scheint eher so, dass sie weiter auseinanderklafft." Der Respekt vor dem FC Bayern sei oft zu groß: "Daher könnte man auch über strukturelle Veränderungen nachdenken." Ballack selbst hat offenbar weiterhin keine große Ambitionen, in den Profifußball einzusteigen. "Eine Trainerlizenz zu erwerben, nur um sie zu haben, strebe ich nicht an", sagte der Vize-Weltmeister von 2002 und WM-Dritte von 2006.

Basketball: NBA-Spieler Dennis Schröder (24) hat angekündigt seinen Heimatverein Basketball Löwen Braunschweig kaufen zu wollen. "Wir wollen auf jeden Fall sehr viel hier übernehmen, finanziell natürlich auch helfen", sagte der Nationalspieler am Rande des Braunschweiger Heimsiegs gegen den Mitteldeutschen BC am Sonntag bei Telekom Sports: "Ich denke, dass ich das Team auch kaufen werde, damit ich als Miteigentümer auch das Sagen haben."Der Topscorer der Atlanta Hawks hat mit den Löwen große Pläne: "Wir wollen hier auf jeden Fall ein Top-Fünf-Team in Deutschland aufbauen. Das ist mein Traum, weil ich aus Braunschweig komme. Daran werden wir auf jeden Fall arbeiten."

Schröder stellte seinen Einsatz im WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich in Braunschweig (29. Juni/19.30 Uhr) in Aussicht: "Das würde mir auf jeden Fall sehr viel bedeuten. Die Saison ist noch nicht vorbei in Atlanta, deswegen will ich nichts versprechen. Wenn ich fit bin, werde ich aber auf jeden Fall spielen." Bei der WM im September 2019 in China peilt Schröder "auf jeden Fall eine Medaille" als Ziel an.Schröder absolviert bei den Hawks seine fünfte NBA-Saison. Atlanta hat als Schlusslicht der Eastern Conference nach 59 Partien mit nur 18 Siegen jedoch so gut wie keine Chance mehr auf die Teilnahme an den Play-offs.

Formel 1: Red Bull hat als erstes Top-Team den neuen Wagen für die kommende Formel-1-Saison vorgestellt. Der Rennstall des österreichischen Milliardärs Dietrich Mateschitz veröffentlichte am Montag Fotos von dem Auto auf seiner Homepage und in sozialen Netzwerken. Auffällig dabei neben einer speziellen Lackierung, die Details des Wagens schwer erkennen ließ, ist der wuchtige Cockpitschutz Halo."Es sieht hässlich aus", hatte Pilot Max Verstappen schon vor der Präsentation über die Bügelkonstruktion gesagt, die die Fahrer vor herumfliegenden größeren Teilen bei Unfällen schützen soll.Sein Teamkollege Daniel Ricciardo sollte den Wagen am Montag auf dem Grand-Prix-Kurs in Silverstone für Filmaufnahmen steuern.

Die Lackierung, die der Wagen auch in der Saison tragen wird, soll erst kommende Woche bei den Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona vorgestellt werden.Ricciardo, Sieger in Aserbaidschan, und Verstappen, Gewinner in Malaysia und Mexiko, hatten im vergangenen Jahr die Plätze fünf und sechs in der Gesamtwertung belegt. In der Konstrukteurswertung war Red Bull Dritter hinter Mercedes und Ferrari geworden. "Ich hoffe, dass wir einen guten Schritt nach vorn gemacht haben und von Beginn an ein gutes Auto haben", sagte Verstappen.Mercedes und auch Ferrari stellen ihre neuen Autos beide an diesem Donnerstag vor. Die Saison beginnt am 25. März in Melbourne.

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