Entscheidung der DFL MSV Duisburg bekommt keine Zweitliga-Lizenz

Keine Lizenz für Liga zwei: Nach dem letzten Spieltag der Saison 2012/13 bedanken sich die Duisburger Spieler bei den Fans.

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Der MSV Duisburg kann seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit für die kommende Saison nicht nachweisen - und bekommt keine Lizenz für die 2. Bundesliga. Profiteur der Duisburger Misere könnte ein kleiner Verein aus Baden-Württemberg sein.

Der MSV Duisburg erhält keine Lizenz für die kommende Saison der 2. Fußball-Bundesliga. Diese einstimmige Entscheidung des Lizenzierungsausschusses gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) bekannt. Der Verein habe nicht den Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit für die Saison 2013/14 erbringen können, hieß es.

Der Verein hat nun noch die Möglichkeit, innerhalb einer Woche nach Zustellung der schriftlichen Entscheidung das ständige Schiedsgericht anzurufen. Sobald die Entscheidung rechtskräftig ist, würde der SV Sandhausen als 17. in der Tabelle der Saison 2012/13 nicht absteigen und könnte auch nächste Saison in der 2. Liga spielen.

Der MSV erklärte, dass der Klub weiterhin der festen Überzeugung ist, die Bedingungen und Auflagen erfüllt zu haben. Duisburg erwartet zu Beginn der kommenden Woche die schriftliche Begründung durch die DFL. Danach wird der MSV entscheiden, ob er das Schiedsgericht anruft.

Der Meidericher Spielverein (MSV) wurde 1902 in Duisburg gegründet. Die erste Saison der neugegründeten Bundesliga 1963/64 beendete der Verein hinter dem 1. FC Köln auf Platz zwei. Zuletzt spielte der Klub in der Saison 2007/2008 in der ersten Liga, nach nur einem Jahr stieg der MSV aber wieder in Liga zwei ab.

Insgesamt 46 Vereine aus der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga hatten sich bei der DFL um eine Spielberechtigung beworben. In diesem überprüft der Verband neben der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Vereine auch sportliche, infrastrukturelle, rechtliche, personell-administrative und medientechnische Kriterien. Im Herbst wird die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aller Klubs erneut überprüft.