Englischer Fußball Blackburn entlässt Teammanager nach 57 Tagen

Schon wieder entlassen: Teammanager Henning Berg.

(Foto: Getty Images)

Englischer Zweitligist zeigt wenig Geduld und beurlaubt seinen gerade erst verpflichteten Teammanager. Für Schalkes Lewis Holtby gibt es offenbar einen finanzstarken Interessenten, auch ein Mainzer wechselt den Verein. Tennisspieler Philipp Kohlschreiber kehrt ins deutsche Davis-Cup-Team zurück.

Sportnachrichten in Kürze

Fußball in England: Der englische Fußball-Zweitligist Blackburn Rovers hat seinen Teammanager Henning Berg nach nur 57 Tagen im Amt entlassen. Das gab der ehemalige Meister am Donnerstag bekannt. Neben dem Norweger müssen auch drei Assistenztrainer den Verein verlassen. Die Entscheidung sei die Folge einiger sehr enttäuschender Ergebnisse, ließen die Rovers verlauten. Berg hatte als Spieler 1995 die Meisterschaft gewonnen und sollte den Traditionsklub als Coach zurück in die Premier League führen. Nach fünf Niederlagen in den vergangenen sechs Spielen steht Blackburn derzeit nur auf Platz 17 der Championship Division.

Bundesliga, Mainz: Innenverteidiger Jan Kirchhoff hat seinen Abschied vom FSV Mainz 05 zum Saisonende verkündet. "Sein Berater Roger Wittmann hat mir heute mitgeteilt, dass Jan seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird", sagte 05-Manager Christian Heidel am Donnerstag der in Mainz erscheinenden Allgemeine Zeitung. Der 22 Jahre alte Kirchhoff soll fünf bis zehn verschiedene Angebote von Clubs aus dem In- und Ausland haben. Heidel betonte, dass ein Wechsel in der Winterpause nicht zur Diskussion stünde. "Dafür gibt es überhaupt keine Anzeichen, da ist nichts geplant", betonte er. Erst vor wenigen Tagen hatte Champions-League-Achtelfinalist Schalke 04 sein Interesse an einer sofortigen Verpflichtung Kirchhoffs als Ersatz für den verletzten Kyrgiakos Papadopoulos angemeldet.

Bundesliga, Bayern: Bayern München soll an einer Verpflichtung von Lewis Holtby von Schalke 04 interessiert sein. Dies berichteten am Donnerstag Zeitungen der WAZ-Gruppe sowie das dazugehörige Internetportal Der Westen. Angeblich will der Rekordmeister den 22 Jahre alten Kapitän der U21-Nationalmannschaft nach Ablauf dessen Vertrages im Sommer verpflichten, ihn dann wegen des großen Angebots im Mittelfeld aber zunächst ausleihen. Holtby kokettiert seit Monaten mit einem Transfer in die englische Premier League. Er hatte eine Entscheidung zum Jahresende angekündigt. Sein Berater Marcus Noack dementierte allerdings Kontakte zu den Bayern. "Die Meldung hat mich überrascht. Da ist nichts dran", sagte Noack tz-online.de und deutete stattdessen eine mögliche Einigung mit Schalke an.

Serie A, SSC Neapel: Der italienische Fußball-Erstligist SSC Neapel hat ein Angebot über 55 Millionen Euro für seinen uruguayischen Stürmer-Star Edinson Cavani abgelehnt. Dies berichtete Neapels Präsident Aurelio De Laurentiis in einem Interview mit der Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport, ohne den Namen des Interessenten zu nennen. "Cavani ist ein Kämpfer, der die Werte des SSC Neapel bestens verkörpert", sagte De Laurentiis, der mindestens 63 Millionen Euro fordert. Cavani liegt mit 13 Toren auf dem zweiten Platz der Torjägerliste in Italien.

Bundesliga, Leverkusen: Verteidiger-Talent Marian Sarr wechselt von Bayer Leverkusen zum deutschen Fußball-Meister Borussia Dortmund. Die Leverkusener bestätigten den Transfer des 17-Jährigen via Twitter. Laut einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers wird der Junioren-Nationalspieler schon in der Winterpause wechseln. "Es ist sehr bedauerlich und hat auch viel Frust ausgelöst", sagte Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser dem Blatt. Sarr gehörte in dieser Saison bereits zum Regionalliga-Team von Bayer und wurde dort zum Stammspieler.

Italien, Wechsel: AC Mailands Stürmer Alexandre Pato steht italienischen Medienberichten zufolge unmittelbar vor einer Rückkehr in seine Heimat. Wie die Gazzetta dello Sport am Donnerstag berichtete, soll der Brasilianer zu Corinthians Sao Paulo wechseln. Der Serie-A-Club werde die angebotene Ablösesumme des brasilianischen Fußball-Erstligisten in Höhe von 15 Millionen Euro annehmen. Milans Vize-Präsident Adriano Galliani bezeichnete die Gespräche beider Clubs als "positiv". Die Transferdetails sollen Zeitungsberichten zufolge bis Silvester geklärt werden. Pato war 2007 für 22 Millionen Euro vom SC International Porto Alegre nach Italien gekommen. Der 23-Jährige war nach anfänglichen großen Erfolgen häufig verletzt und kam in der vergangenen Spielzeit nur zu elf Liga-Einsätzen. In der laufenden Saison stand Pato nur vier Mal auf dem Platz.

DFB, Joachim Löw: Spaniens Weltmeister-Trainer Vicente del Bosque spricht mit großem Respekt von seinem deutschen Widersacher Joachim Löw. "Er führt ein Projekt an, bei dem er dem deutschen Fußball einen neuen Spiel-Stil verpasst und das auch noch sehr gut gemacht hat. Er repräsentiert den perfekten Bundestrainer", sagte del Bosque der Bild-Zeitung. Der Ex-Trainer von Real Madrid hat mit Spanien die WM 2010 und die EM 2012 gewonnen, Deutschland ist derzeit einer der härtesten Rivalen. "2008 waren sie im Finale, 2010 im Halbfinale und dieses Mal waren sie wieder unter den letzten Vier. Wer hätte gedacht, dass Spanien alle drei Turniere gewinnt?", sagte del Bosque. "Die Deutschen können stolz auf Löw sein, auch wenn es noch nicht mit einem Titel geklappt hat."

Tennis, Davis Cup: Mit Rückkehrer Philipp Kohlschreiber, aber ohne Altmeister Tommy Haas soll nach einem Jahr voller Querelen der Neuanfang in der deutschen Davis-Cup-Auswahl gelingen. Der neue Teamchef Carsten Arriens berief den von Vorgänger Patrik Kühnen ausgebooteten Kohlschreiber ebenso wie Florian Mayer und Philipp Petzschner für die schwere Erstrundenpartie gegen Argentinien vom 1. bis 3. Februar in Buenos Aires. Den vierten und letzten Platz im Team will sich Arriens nach Angaben des Deutschen Tennis Bundes (DTB) vom Donnerstag offen halten.

Nicht infrage dürfte dafür Haas kommen. Arriens habe sich intensiv um den langjährigen Leitwolf bemüht, der 34 Jahre alte Familienvater mit Wohnsitz USA habe sich bis zum Ablauf der vom neuen Teamchef gesetzten Frist aber nicht entscheiden können. "Ich wollte immer den Davis Cup gewinnen. Aber dafür muss alles passen. Jetzt treffen wir mit Argentinien auf einen der härtesten Gegner überhaupt. Und dann müssen wir auf Sand antreten, ein Belag, der für mein Spiel nicht optimal ist", hatte Haas jüngst im Tennis Magazin betont.