Bundestrainer Löw leidet an Zahnweh, Klose fühlt aus einem anderen Grund mit ihm mit, und Tschechiens Trainer peilt eine überraschende Lösung für das offene Kapitänsamt an. Der EM-Splitter.
Klose bedauert Löw: Miroslav Klose brachte es auf den Punkt. "Ich möchte nicht in der Haut des Trainers stecken", sagte der WM-Torschützenkönig hinsichtlich der aktuellen Probleme des Bundestrainers. Damit spielte der Bayern-Torjäger weniger auf die heftigen Zahnschmerzen von Joachim Löw an, weshalb dieser am Montagvormittag kurzfristig seine Teilnahme an der offiziellen Pressekonferenz absagen musste, sondern die akuellen Sorgen des DFB-Coaches, der spätestens Mittwochmittag bei der Uefa seinen 23-köpfigen EM-Kader benennen muss und zuvor drei Spieler aus seinem vorläufigen 26er-Kader streichen muss.
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Miroslav Klose: "Ich möchte nicht in der Haut des Trainers stecken." (© Foto: Reuters)
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"Das wird eine ganz schwere und enge Entscheidung", hatte der Bundestrainer, der den betroffenen Profis einen Tag nach dem Länderspiel am Dienstagabend gegen Weißrussland in Kaiserslautern am (17.45 Uhr/live in der ARD) seine Entscheidung im EM-Trainingslager der DFB-Auswahl auf Mallorca persönlich mitteilen und begründen will, bereits zuvor erklärt. Zuvor können sich die Streichkandidaten im ersten Vergleich mit den Weißrussen zum Abschluss des vom Bundestrainer so genannten "Castings" noch einmal empfehlen.
Tschechische Sonderlösung: Weil der etatmäßige Mannschaftsführer Tomas Rosicky verletzt ausfällt, wird Tschechiens Trainer Karel Brückner vielleicht abwechselnd dessen Stellvertreter Tomas Ujfalusi und Petr Cech als Kapitän aufs Feld schicken. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, sagte er bei einer Pressekonferenz.
Gastgeber Schweiz kommt in EM-Form: Zwei Wochen vor dem Anpfiff der Fußball-Europameisterschaft ist Co-Gastgeber Schweiz mit einem 2:0 gegen die Slowakei in Lugano ein Befreiungsschlag gelungen. "Wir sollten nach diesem Sieg bescheiden und auf dem Teppich bleiben", warnte allerdings der eidgenössische Nationaltrainer Jakob "Köbi" Kuhn vor zu viel Überschwang. "Das war noch keine Leistung, um Europameister zu werden." Dafür ist es ein wichtiger Sieg für das Selbstvertrauen und die Stimmung im Land gewesen. Schließlich ging eine Negativserie von vier verlorenen Spielen zu Ende, die durch das blamable 0:4 gegen im März Deutschland ihren Höhepunkt hatte.
Österreich wohl ohne Weissenberger: Österreichs Teamchef Josef Hickersberger hat sich schon entschieden, doch die Auserwählten müssen sich ihr EM-Ticket erst noch verdienen. Am Vorabend der Nominierung des endgültigen Aufgebots für die Fußball-Europameisterschaft bietet sich den Spielern des deutschen Vorrundengegners im Testspiel gegen Nigeria an diesem Dienstag (20.30 Uhr) in Graz die letzte Chance, noch auf den EM-Zug aufzuspringen. Markus Weissenberger, neben Martin Harnik und Andreas Ibertsberger der dritte Bundesliga-Legionär im Großkader des EM-Gastgebers, wird wohl nicht dabei sein, wenn Hickersberger am Mittwoch seine 23 Spieler bekanntgibt.
Hiddink sagte Chelsea ab: Der Niederländer Guus Hiddink will Russland als Fußball-Nationaltrainer treu bleiben und wird nicht als Nachfolger des entlassenen Avram Grant zum englischen Premier-League-Klub FC Chelsea wechseln. "Es gibt keine Chance, dass Guus zu Chelsea wechselt. Dies war und ist keine Option", erklärte Hiddinks Berater Cees van Nieuwenhuizen. Hiddink soll auf der Wunschliste von Chelsea-Eigentümer Roman Abramowitsch gestanden haben. Bei der Qualifikation zur EM in Österreich und in der Schweiz hatte Hiddink mit Russland unter anderem England ausgeschaltet.
Bundespräsident Gauck in Nahost