Beim 2:0 gegen Rumänien zeigen die Niederländer, dass sie auch mit der B-Elf nicht anders können als zu gewinnen.
Die Niederländer haben sich keine Blöße gegeben; sie haben nicht - wie von vielen Verschwörungstheoretikern und sonstigen rechnenden Menschen befürchtet - mit Absicht gegen Rumänien verloren. 2:0 (0:0) siegten sie am Dienstagabend in Bern und ziehen mit drei Siegen und als einer der großen Titelfavoriten ins Viertelfinale ein. Es wäre allerdings auch schwierig gewesen, diese Partie mit Absicht zu verlieren, da die rumänische Elf sich mit ihrer schlechtesten Leistung bei dieser EM aus dem Turnier verabschiedete.
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Arjen Robben (rechts) im Jubel vereint mit Klaas-Jan Huntelaar. (© Foto: AFP)
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Bis zu dieser Begegnung war Marco van Basten, der Trainer der Niederlande, nicht als Mann des Humors im Erscheinung getreten, im Gegenteil, seine schnörkellose Art Fußball zu spielen und Fußball spielen zu lassen ist mit dem Begriff "humorlos" trefflich beschrieben. Am Montag aber erlaubte er sich den Scherz, alle Beteiligten zu beruhigen, in dem er versicherte, dass die Partie gegen Rumänien für sein Team natürlich wichtig sei. Und deshalb werde er die beste Mannschaft aufs Feld schicken. Alles klar also, kein Grund zur Sorge - die Niederländer würden der großen Versuchung widerstehen, Rumänien gewinnen zu lassen und sich auf diese Weise der Konkurrenz aus Italien und Frankreich zu entledigen. Die Versuchung war so groß, weil die Niederlande als Gruppensieger feststanden und sich eine Niederlage nicht bloß erlauben konnten - sie erschien als klügste Option, da die Niederländer dann mit den Rumänen die vermeintlich schwächste Mannschaft mit auf die Reise durch die K.o-Spiele genommen hätten. Aber Moment nochmal, was hatte van Basten da genau gesagt? "Wir werden die für uns beste Mannschaft aufs Feld schicken." Für uns?
Die Niederlande traten also mit einer im Vergleich zum 4:1 gegen Frankreich auf neun Positionen veränderten Elf an, sogar Torwart Edwin van der Sar durfte sich ausruhen - statt seiner kam Maarten Stekelenburg zum Einsatz. Die "für uns beste Mannschaft" war nichts anderes als eine B-Elf, im Fußballer-Jargon: der zweite Anzug. Das musste nicht bedeuten, dass die Niederlande planten, das Spiel herzuschenken, aber es deutete doch immerhin an, dass ihnen das Spiel, nun ja: nicht so wichtig war.
Was also würde passieren? Würde jeder einzelne aus der Ersatz-Elf in orange versuchen, sich für die Stammformation aufzudrängen? Immerhin standen Arjen Robben und Robin van Persie auf dem Platz, zwei Profis, die nicht zufrieden waren mit ihrem Platz auf der Ersatzbank. Und immerhin stürmte Klaas Huntelaar an vorderster Front, der Mann, der Ruud van Nistelrooy verdrängen will. Dennoch geschah in der gesamten Partie nicht viel. Es war zu sehen, dass diese B-Elf nicht schlechter und meistens sogar besser war als Rumäniens A-Elf, ansonsten war es wieder so ein Spiel, das die Betrachter schläfrig werden lässt, es sei denn, die Betrachter hassen Spektakel und lieben Geplänkel.
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Nicht sonderlich fair ... einfach zu gut für dieses Turnier. :-)
Auf geht's Oranje!! Auf zum Sieg!
;-)